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Neue Messehalle

Bis zu 110 Tonnen schwere Teile verbaut

Hunderte Fertigteile in verschiedensten Formen und Dimensionen hat die Firmengruppe Max Bögl für die kürzlich eröffnete Halle 12 der Frankfurter Messe gefertigt, darunter auch 27 m lange und bis zu 110 t schwere Spannbetonbinder als Hauptträger für die obere Hallenebene. Ein Raupenkran mit einer max. Traglast von 600 t hob die Binder auf die Stützen. Die Hochbau-Experten von Max Bögl verantworteten in technischer Federführung in Arbeitsgemeinschaft mit der Ed. Züblin AG und Engie Deutschland GmbH die schlüsselfertige Erstellung der rd. 248 m langen, 118 m breiten und 30 m hohen Messehalle. Das 250-Mio-Euro-Projekt wurde in einer Bauzeit von zwei Jahren realisiert.

Frankfurt (ABZ). – Die Halle 12 der Frankfurter Messe ist fertiggestellt und eröffnet. Mehr als 100 Experten, darunter Architekten des Aachener Büros kadawittfeldarchitektur, Ingenieure und Statiker, tüftelten an dem 250-Mio.-Euro-Projekt. In Arbeitsgemeinschaft mit Ed. Züblin AG und Engie Deutschland GmbH verantworteten die Hochbau-Experten von Max Bögl in technischer Federführung die schlüsselfertige Erstellung der neuen Messehalle. Das Großprojekt – welches nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft neue Maßstäbe hinsichtlich Ästhetik, Funktionalität, Ökonomie und Nachhaltigkeit setzt – wurde in einer Bauzeit von nur zwei Jahren realisiert. Schon allein durch ihre Größe setzt die Halle 12 inspirierende Akzente, so das Unternehmen Max Bögl: Sie ist rd. 248 m lang und 118 m breit, bei einer Höhe von 30 m. Verteilt auf zwei Geschossebenen, die unabhängig voneinander eine flexible Nutzung zulassen, bietet die neue Messehalle mit 33 600 m² Ausstellungsfläche jede Menge Platz und Raum für bis zu23 600 Personen. Geschossübergreifende Foyers im Osten, Westen und Norden, erschlossen durch insgesamt 18 Rolltreppen, begrüßen die Besucher mit viel Licht und Großzügigkeit. So anspruchsvoll die Architektur ist, so herausfordernd haben sich die Bauarbeiten gestaltet – insbesondere der Transport und Einbau hunderter Fertigteile in verschiedensten Formen und Dimensionen. Präzise unter höchsten Qualitätsstandards gefertigt wurden sie in den Fertigteilwerken der Firmengruppe Max Bögl am Hauptsitz in Sengenthal und am Standort Gera. Die Leichtgewichte unter den Fertigteilen sind zwischen 10 und 20 t schwer. Die Giganten mit rd. 27 m Länge wiegen dagegen bis zu 110 t: Spannbetonbinder, die als Hauptträger für die obere Hallenebene dienen.


Innenansicht der Messehalle 12 in Frankfurt.

Ein gewaltiger Raupenkran mit einer max. Traglast von 600 t hob die tonnenschweren Binder präzise auf die Stützen. Zudem drehten sich bis zu zwölf Hochbaukrane mit ihren Auslegern auf dem Bauareal und unterstützten in Spitzenzeiten der Rohbauphase bis zu 500 Facharbeiter beim technisch anspruchsvollen Bau des Hallengebäudes.

Auch der Großprojektleiter der Firmengruppe Max Bögl, Georg Augsdörfer, sieht die extremen Abmessungen der Bauteile sowie die beachtlichen Montagehöhen rückblickend als größte Herausforderung des Projekts. Im Gebäude selbst erfolgten fast sämtliche Montagearbeiten mittels Hubsteiger auf Höhen von 6 bis 14 m. Dies war zum einen zeitaufwendig und z. a. personalintensiv. Unmittelbar nach dem Abschluss des Rohbaus wurde im Innenausbau und in der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) in allen Etagen vom Keller bis zum Dach intensiv montiert und installiert. Neben der zweigeschossigen Messehalle entstand außerdem ein neues Parkhaus mit rd. 800 Stellplätzen.

Die umfangreichen Stahlbauarbeiten für die Halle 12 und das Parkhaus verantwortete der Stahl- und Anlagenbau der Firmengruppe Max Bögl in Kooperation mit dem Stahlbau der Ed. Züblin AG.

Resümierend konnte durch den Einsatz von Fertigteilen der Bauprozess beschleunigt werden, da die Bauteile bereits im Werk vorproduziert und just-in-time angeliefert wurden. Hätte man sich für eine Betonage vor Ort entschieden, so wären noch Schalungs- und Aushärtezeiten hinzugekommen.

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