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Neue Möglichkeiten im digitalen Zeitalter

Smarte Systeme und Werkzeuge vermehrt genutzt

Beim Reverse Engineering stehen als Ergebnis präzise Bauteile oder größere Komponenten zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung.

Emden (ABZ). – Maschinen und Fahrzeuge müssen bei mehr Wettbewerb und erhöhten Anforderungen aufgrund der Individualität der Nachfrage und durch zunehmend unberechenbare Auftragsmengen vermehrt besondere Leistungen erbringen. Um entsprechend notwendige Fahrzeug- und Systemtechnik mit Blick auf die jeweiligen Erfordernisse bereitzustellen, gilt es für Ingenieure, kreativ und unter Einsatz verschiedener technischer Mittel zu agieren. "Neben persönlicher Erfahrung und technischem Verständnis nutzt der Ingenieur vermehrt Tools wie bspw. einen 3D-Scanner zur Erfassung bestehender Objekte sowie Konstruktionsprogramme zur Simulation von Formen und Materialeigenschaften", weiß Robert Norrenbrock, Geschäftsführer der Norrenbrock Technik GmbH & Co. KG mit Sitz in Emden.

Die Digitalisierung umfasst bspw. neben der zunehmenden Vernetzung auch die vermehrte Nutzung smarter Systeme. Insbesondere die Verknüpfung der Produktion, in der künftig Teile, Maschinen und Anlagen autonom miteinander kommunizieren, verändern das Ingenieurwesen und dessen Möglichkeiten nachhaltig. Immer häufiger kommen Software-Lösungen zum Einsatz, detaillierte Konstruktions- und Simulationsvorgänge finden bspw. im CAD statt. "Bspw. führen wir das Verfahren Reverse Engineering durch, bei dem als Ergebnis präzise Bauteile oder größere Komponenten zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung stehen", erklärt Norrenbrock. Auf diese Weise schließt das Emder Unternehmen eine Ersatzteillücke, wenn bestimmte Komponenten, wie bspw. bei Oldtimern, aus Altersgründen nicht mehr erhältlich sind. "Entsprechend sollte das Wissen aus beiden Bereichen miteinander verschmelzen", gibt Norrenbrock an.

Besonders vor Automobilen oder Nutzfahrzeugen macht die Digitalisierung nicht halt, die Palette unterschiedlicher Möglichkeiten in diesem Bereich wächst stetig. Mit Navigationssystemen, Spurhalteassistenten oder Rückfahrkameras gibt es längst eine Vielzahl von Systemen, die den eigentlichen Zweck des Fahrzeugs – bspw. die Beförderung von Personen oder den sonstigen Transport – deutlich übersteigen. Im Bereich Militär, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) oder auch mobile Kommunikationstechnik etwa erhalten diese Erweiterungen des Gesamtpaketes vermehrt Einzug. "Über die Verschmelzung von verschiedenen Teilbereichen wie der IT, dem Ingenieurwesen oder auch der Elektrotechnik entsteht mithilfe der Systemintegration etwa ein mobiler Arbeitsplatz, ein Übertragungsfahrzeug oder ein multifunktionaler Container mit gesonderter Klimatisierung und Belüftung", so der Technik-Experte. Speziell auf den individuellen Einsatzzweck zugeschnittene Gesamtsysteme vergrößern also das entsprechende Leistungsspektrum für den jeweiligen Anwender. Für erhöhte Übertragungsqualität kommen z. B. bis zu 12 m hohe Mastsysteme mit SAT- oder Funkantennen zum Einsatz.

Die Automatisierung erfährt einen immer höheren Stellenwert in der Arbeitswelt. Zudem verschieben sich die Grenzen des technisch Machbaren: Immer günstigere Automation, die zunehmende Vernetzung von Maschinen oder Produkten und immer leistungsfähigere Assistenzsysteme verändern die Anforderungen an die Arbeit. Ingenieure entwickeln sich vermehrt zu agilen und kreativen Problemlösern. Bei der Gestaltung der Digitalisierung wirken sie über die Verzahnung von Software und Produktionsprozessen ebenso mit. "Aber trotz der schnell fortschreitenden Weiterentwicklung müssen Werkstücke und Produkte weiterhin ihre Aufgabe in der analogen Welt erfüllen", mahnt Norrenbrock an. "Ein fahrerloses und voll vernetztes Automobil bspw. verfügt nach wie vor über Fahrwerk, Motor und Getriebe. Unterstützend kommen allerdings Methoden zur Simulation hinzu und die damit verbundene Offenlegung von Schwachstellen in der Konstruktion."

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