Neue Rauchgasreinigungsanlage

Dauerhaft hohe Luftreinheit erzielen

Bellenberg (ABZ). – Eine kürzlich in Betrieb genommene, neue Rauchgasreinigungsanlage im Ziegelwerk Bellenberg ersetzt die alte Anlage aus der Mitte der 1990er-Jahre. Mit der Investition soll die Betriebssicherheit des Werkes langfristig gesichert werden. Zudem leistetdie Anlage einen wichtigenBeitrag zur Luftreinhaltung in der Region.
Klimaschutz
Das Ziegelwerk Bellenberg hat rund 1,6 Millionen Euro in eine neue Rauchgasreinigungsanlage investiert. Foto: tdx/Ziegelwerk Bellenberg/Gerd Schaller

Im Zuge der jährlichen Revision hat das bayerisch-schwäbische Ziegelwerk Bellenberg Wiest GmbH & Co. KG jetzt eine neue Rauchgasreinigungsanlage in Betrieb genommen. Damit wurde die bisherige Anlage ersetzt, die vor rund 25 Jahren in der Ziegelindustrie als Besonderheit in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz galt.

Durch die Drei-Kammer-Technologie ist es auch in Zukunft möglich, dauerhaft eine hohe Luftreinheit zu erzielen und die gesetzlichen Grenzwerte deutlich zu unterschreiten. Mit der rund 1,6 Millionen teuren Investition soll die Betriebssicherheit des Werksstandorts langfristig gewährleistet werden. Eine Rauchgasreinigungsanlage ist erforderlich, da beim Brennprozess der Ziegel organische Schadstoffe entstehen.

Thermisch regenerative Rauchgasreinigung

Um diese zuverlässig beseitigen zu können, muss die etwa 150 bis 200 Grad Celsius heiße Abluft zur Rauchgasnachverbrennung auf etwa 800 Grad Celsius erhitzt werden. Dazu wird die Abluft des Tunnelofens mit Unterdruck angesaugt und in einem speziellen Prozess durch die unterschiedlichen Kammern der Anlage geleitet und gereinigt.

Die neue Anlage arbeitet nach dem Prinzip der thermisch regenerativen Rauchgasreinigung. Vorteil des Verfahrens ist, dass praktisch keine Primärenergie zum Erhalt der Verbrennungstemperatur benötigt wird, da der Prozess autotherm abläuft. Der autotherme Betriebspunkt wird bereits bei niedriger Schadstoffbeladung erreicht. Bei steigenden Konzentrationen kann die überschüssige Energie sogar ausgekoppelt und für andere Beheizungszwecke verwendet werden.

Zurückgewonnene Energie für Ziegeltrocknung

Ein nach dem Kreuz- beziehungsweise Gegenstromprinzip arbeitender, nachgeschalteter Wärmetauscher entzieht der gereinigten Abluft Wärmeenergie und kühlt diese auf etwa 150 Grad Celsius ab, ehe sie über einen Kamin als saubere Luft nach außen abgeleitet wird. Die zurückgewonnene Energie wird unmittelbar wieder dem Produktionsprozess zugeführt und dient der Trocknung der Ziegel.

Durch den Einsatz des Wärmetauschers werden rund ein Fünftel des Primärenergiebedarfs eingespart und der CO2-Ausstoß in gleicher Höhe gesenkt. Die moderne Rauchgasreinigungsanlage und der Wärmetauscher sind wichtige Bausteine im Umweltkonzept des Ziegelwerks Bellenberg, das bereits seit rund 30 Jahren durch intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit am Standort Bellenberg vorangetrieben wird – für mehr Nachhaltigkeit beim Bauen mit Ziegel.

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