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Neue Sarstedter Niederlassung eröffnet

Komatsu stolz auf Partnerschaft mit Schlüter

Von Rainer Oschütz
Komatsu, Unternehmen, Schlüter, Baumaschinen

Thomas Schlüter übergab symbolisch den Schlüssel für die neue Halle an Kundendienstleister Mladen Petkovic und Gebietsverkaufsleiter Henning Mundt (v.l.).

Sarstedt/Erwitte . – "Kaiserwetter" herrschte am Schlüter-Tag in Sarstedt. Anlass war die Eröffnung eines Neubaus am bisherigen Standort in der Nähe von Hannover. Damit ist der Baumaschinenhändler bundesweit an 23 Orten präsent. Das Familienunternehmen hat in die neue Niederlassung 3 Mio. Euro investiert. Geschäftsführer Thomas Schlüter übergab symbolisch für den Neubau einen Schlüssel an Kundendienstleiter Mladen Petkovic. Das sei bereits Tradition für jede neue Einrichtung im Hause Schlüter. Grußworte sprachen zu den etwa 300 Gästen die Sarstedter Bürgermeisterin Heike Brennecke und Masatoshi Morishita, President und CEO Komatsu Europe International N.V. 

Der japanische Manager informierte darüber, dass Komatsu 2017 bereits 50 Jahre auf dem europäischen Markt tätig ist. Während dieser Zeit habe sich eine sehr gute Partnerschaft mit dem Hause Schlüter entwickelt. Komatsu sei sehr stolz, mit dem Baumaschinenhändler als langjährigen Partner und Repräsentanten zusammen zu arbeiten. Es sei wichtig für ein nachhaltiges und längerfristiges Wachstum auf dem deutschen Markt solche Partner wie Schlüter zu haben, um nahe am Kunden zu sein und die guten Produkte vertrauensvoll anbieten zu können. Auch unter Berücksichtigung der Investments, die das Unternehmen Schlüter vornimmt, sei es eine Verpflichtung für Komatsu den Kunden weiterhin qualitativ hochwertige und marktführende Maschinen anbieten zu können.

Auf die Historie seines Unternehmens eingehend erinnerte Thomas Schlüter daran, dass die Niederlassung Sarstedt für seine Familie eine Herzensangelegen-heit sei, da sie 2009 von Komatsu das Betriebsrecht dafür erhielten. Außerdem seien er und sein Bruder Kaspar Heinrich von Jugendbeinen an mit dem Wirtschaftsstandort Hannover durch die ehemalige Hanomag-Fabrik verbunden, in die ihr Vater sie oft mitgenommen habe. Das sei auch mit ausschlaggebend gewesen, später in das elterliche Geschäft einzusteigen. Mit Komatsu habe man, wie es ihr Wunsch gewesen sei, eine stabile Marke ins Haus bekommen. So sei ihnen vor 30 Jahren das erste Vertriebsrecht im Rhein-Main-Gebiet eingeräumt worden. Bis heute habe sich das so entwickelt, dass Schlüter für Komatsu knapp die Hälfte Deutschlands bearbeiten dürfe.

Komatsu, Unternehmen, Schlüter, Baumaschinen

Der PC210LCi-10 von Komatsu ist weltweit der erste Hydraulikbagger mit intelligenter Maschinensteuerung – ein Highlight bei der Neueröffnung.

In einem Gespräch mit der Allgemeinen Bauzeitung (ABZ) informierten am Stammsitz in Erwitte Thomas Schlüter und seine Frau Petra, die den Marketingbereich leitet, über die Entwicklung ihres Familienunternehmens Schlüter für Baumaschinen seit Gründung vor über 50 Jahren. Sie sehen sich heute nicht nur als reiner Baumaschinenhändler, sondern vor allem als Dienstleister.

Dazu tragen 590 Mitarbeiter bei, davon sind allein 480 in der Technik als Baumaschinenmonteure im Innen- oder Außendienst sowie als Ersatzteilspezialisten und Kundendienstleiter tätig, 110 arbeiten im Vertrieb. Besonders stolz ist man im Hause Schlüter auf ein Durchschnittsalter der Mannschaft von 37 Jahren. "70 Auszubildende, die das Fundament für die Zukunft bilden sollen 'drücken' das Durchschnittsalter. Auch die dritte Generation mit unseren Söhnen Thomas und Maximilian steht schon bereit, Verantwortung zu übernehmen." Für den 55-jährigen Geschäftsführer sind Baumaschinenmonteur und -verkäufer" die beiden schönsten Berufe der Welt. Leider würden sich noch zu wenige dafür interessieren.

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Einen japanischen Kirschbaum pflanzten vor dem Tor des Neubaus Masatoshi Morishita, President und CEO Komatsu Europe International N.V., Thomas Schlüter und Kundendienstleiter Mladen Petkovic (v. r.).

Schlüter verwies auf das Baumaschinenpotenzial in Deutschland. Das umfasse 27 000 Baumaschinen, die von allen Herstellern ausgeliefert werden. Davon dürfe sein Haus 13 000 bearbeiten. Für Schlüter eine tolle Zukunftsperspektive. Die Schlüter Baumaschinen GmbH bietet als Vertragshändler der international renommierten Hersteller Komatsu, Sennebogen, NPK und Topcon ein umfassendes Angebot an Bau- und Industriemaschinen – vom Minibagger der japanischen Hersteller Komatsu über Radlader und Muldenkipper bis hin zu Umschlagmaschinen von Sennebogen. Bei Schlüter für Baumaschinen kann das gesamte Spektrum an Maschinen für Erdbewegung und Materialumschlag angefragt werden. Mit hydraulischen Anbaugeräten von NPK wird der Bedarf in der Abbruch- und Bauindustrie abgedeckt.

Der Maschinenpark von Schlüter beinhaltet Baumaschinen mit einem Betriebsgewicht von 0,5 t bis 100 t. Angeboten werden neue und gebrauchte Maschinen als Kaufoption oder zur Miete. Das moderne und leistungsfähige Zentral-Ersatzteil-Lager in Erwitte hält auf einer Hallenfläche von 1000 m² mehr als 8000 Positionen bereit – vom Filter bis zur Kabine – bereit um die Niederlassungen optimal zu versorgen.

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Gegenwärtig erhalten am Stammsitz in Erwitte 70 junge Leute in einer modernen Lehrwerkstatt eine Ausbildung.

Auf die Miete angesprochen betonte der Geschäftsführer gegenüber der ABZ: "Mit unserem Schlüter Rent-Service bieten wir unseren Kunden ein breites Programm an, mit der jeder Bauauftrag schnell und effektiv realisiert werden kann." Dieser Geschäftsbereich werde aus Erwitte zentral gesteuert und sei für rund 50 % der Einsätze verantwortlich. Mietkunden könnten den Hol- und Bring-Service mit eigenen Schlüter-Tiefladern nutzen oder eine der Niederlassungen ansteuern, um die Mietmaschine wieder abzugeben. Schlüter verwies auf den großen Vorteil, Kunden maßgeschneiderte Lösungen bieten zu können, ohne dass sie Kapital binden müssen. Die durchschnittliche Mietdauer betrage 2,5 Wochen und werde zunehmend nachgefragt.

Ein besonderer Service auf Wunsch der Kunden ist das Angebot von Spezialwerkzeugen und Sonderkonstruktionen, die im sogenannten Handelscenter Technik (HCT) gefertigt werden. Diesen Bereich verantwortet Kaspar Heinrich Schlüter, Bruder von Thomas Schlüter und ebenfalls Geschäftsführer im Familienunternehmen. "Wir entwickeln und bauen maßgeschneiderte Lösungen und modifizieren Maschinen je nach Einsatzanforderung", erklärte Kaspar Heinrich Schlüter. Jährlich etwa 750 Einheiten wie Adapterplatten, Hochkippschaufeln oder Schutzeinrichtungen verlassen diese Produktionsstätte, in der 14 hochqualifizierte Mitarbeiter tätig sind. Das HCT sei ein weiterer Baustein, um für Kunden Arbeitsprozesse kosteneffektiv zu gestalten, so der Geschäftsführer.

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Mit dem Schlüter Rent-Service bietet Schlüter für Baumaschinen ein breites Programm an, mit dem jeder Bauauftrag schnell und effektiv realisiert werden kann.

Auf die für sein Haus wichtige Kundennähe verwies im Gespräch Thomas Schlüter. "Dazu tragen erheblich Lösungsvarianten bei, mit denen die Lebenszykluskosten (Total Cost of Ownership-Konzept) optimiert werden können." Kunden würden zudem über die gesamte Laufzeit der Maschine im Sinne des Life-Cycle-Managements begleitet. Vor etwa vier Jahren habe man zudem angefangen, eine "Second-Life"-Abteilung aufzubauen. Großmaschinen, die Kapital in hohem Maße binden, würden dort unter anderem nach 20 000 Stunden, auf Herz und Nieren geprüft und wieder zusammengebaut – ein Service der kontinuierliches und effektives Arbeiten mit der Technik garantiert.

Im ABZ-Gespräch bezeichnete die Marketingchefin das moderne Ausbildungszentrum in Erwitte als eine Grundlage für die erfolgreiche Arbeit des gesamten Schlüterteams. Auch der Kontakt zur nahe gelegenen Hochschule Hamm-Lippstadt soll weiter ausgebaut werden. "Sich zukunftsorientiert um den Nachwuchs zu kümmern, darin sehen wir den Schlüssel zum Erfolg", so Petra Schlüter.

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