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Neue Sommerrodelbahn am Ochsenkopf

Miettechnik bereitet Weg für Freizeitspaß

Caterpillar, Baustellen, Zeppelin, Bagger und Lader, Handel und Verleih

Für größere Erdbewegungen hat der Zweckverband zur Förderung des Fremdenverkehrs und des Wintersports im Fichtelgebirge einen Kettenbagger Cat 320E von Zeppelin Rental angemietet.

FRÖBERSHAMMER (ABZ). - Nicht ganz alltägliche Besucher hat derzeit der Ochsenkopf im oberfränkischen Fichtelgebirge. Seit Ende April haben sich an der Nordseite des Bergs zu Wanderern, Mountainbike-Fahrern und Erholungssuchenden Bagger, Radlader und ein Stromerzeuger aus dem Mietpark von Zeppelin Rental gesellt. Dort entsteht eine neue Sommerrodelbahn, ein so genannter Coaster, der ab August noch mehr Fans des Freizeitvergnügens in die Region ziehen soll. Verantwortlich für den Bau ist der Zweckverband zur Förderung des Fremdenverkehrs und des Wintersports im Fichtelgebirge. Ein Ortsbesuch.

Staubig ist es. Kein Wunder, dank Saharahitze und laufenden Erdarbeiten. In Fröbershammer, an der Talstation Nord der Ochsenkopf-Seilbahnen, wird derzeit kräftig gewerkelt. Ein Radlader CAT 908 H2 transportiert Schotter auf eine planierte Fläche, Arbeiter hämmern und schrauben an einer Stahl-/Holzkonstruktion, ein Stromaggregat brummt. Mittendrin im Geschehen: Andreas Schreyer, der Betriebsleiter der Ochsenkopf-Seilbahnen. Er kümmert sich gemeinsam mit drei seiner Mitarbeiter und weiteren Nachunternehmern um den Bau eines neuen Freizeitspaßes, des sogenannten Alpine Coasters. Zwar gibt es bereits eine Sommerrodelbahn am Ochsenkopf, eine auf dem Boden verlaufende Wannen-Rodelbahn. Doch der neue, schienengeführte Coaster, der neben der alten Bahn entsteht, soll witterungsunabhängig das ganze Jahr über einsatzfähig sein. "Dazu gibt es einen extra Schlitten mit Fräse, der im Winter den Schnee von der Bahn entfernen kann", erklärt Andreas Schreyer. 2 Mio. Euro wurden für den Bau veranschlagt. Schreyer und sein Team kümmern sich um fast alle Schritte des Bauprojekts selbst. Nur die Bahn wird von einem Trupp des Herstellers montiert. Kostenplanung, Konzeption des Streckenverlaufs oder die Vermessung des Geländes sowie Tiefbauarbeiten und die Anmietung der dafür benötigten Gerätschaften bei der Bayreuther Mietstation von Zeppelin Rental erledigt Schreyer. Dabei macht das Gelände mit einem Gefälle von bis zu 45 % die Arbeit alles andere als leicht.

"Auf der 1800 m langen Strecke, auf der die Bahn verlaufen wird, musste mit dem Bagger und angebautem Roderechen der Waldboden und Wurzeln entfernt werden", erzählt Andreas Schreyer. "Dabei sind wir auf Steine mit Gewichten von bis zu 5 t gestoßen." Diese wurden genau wie der Waldboden teilweise zwischengelagert und an anderer Stelle wieder verbaut. Einige mussten aber auch mit Hilfe des Kettenbaggers mit Hydraulikhammer zerkleinert werden. Eine zeitintensive Aufgabe: "Der größte Brocken hat unseren Baggerfahrer knapp sieben Stunden lang auf Trab gehalten", erzählt Schreyer.

Nach der Entfernung des Waldbodens und der Steine wurde der sumpfige Boden entwässert, im Anschluss die zukünftige Rodelbahn-Strecke aufgeschottert. Das Material mit 40–150 mm ist wasserdurchlässig und wird auch bei Regen nicht ausgespült. Die Herausforderung hier: Der Schotter musste über extra angelegte Versorgungswege über das steile Gelände an Ort und Stelle transportiert werden. Für Lkw unmöglich. Abhilfe schafften ein geländegängiger Kettendumper DT25 und ein Radlader CAT 908 H2. "Wir selbst verfügen zwar über einen kleinen Fuhrpark", so Betriebsleiter Andreas Schreyer. "Spezialgeräte wie den Dumper oder Großmaschinen müssen wir aber bedarfsgerecht anmieten." Um die Kundenberatung und die Abwicklung des Mietauftrags kümmert sich beim Bau der Rodelbahn Florian Grieshammer aus der Bayreuther Mietstation von Zeppelin Rental.

Seine Maschinen und Geräte werden allerdings nicht nur für die Errichtung des Coasters gebraucht, auch eine Bergaufbahn entsteht. So müssen die Sommerrodler künftig nicht die Seilbahn nutzen, um zum Start zu gelangen, sondern werden auf einer eigenen Bahn nach oben gezogen. Hier führen selbstverständlich ebenfalls Andreas Schreyer und sein Team den Tiefbau aus. An den Joysticks des Baggers sitzen Hans-Jürgen Nickl und Thorsten Streitenberger. Sie sind Mitarbeiter der Seilbahn und zwar keine ausgebildeten Maschinisten, kennen sich aber trotzdem hervorragend aus. "Beide bedienen im Winter unsere Pistenraupen. Das ist wohl artverwandt mit Baggerfahren", lacht Schreyer.

Im August, rechtzeitig zu Beginn der bayerischen Sommerferien, soll die neue Sommerrodelbahn samt eines neuen Gebäudes für Schlittenlagerung, Kasse und mehr fertiggestellt sein. Während sich Andreas Schreyer momentan noch mit Erdbewegungen und Planumserstellung beschäftigt, werden seine Aufgaben dann wieder andere sein. Das tägliche Ablaufen der Bergaufbahn oder die Prüfung des Coasters z. B. Aber vielleicht wartet auch schon das nächste große Projekt auf ihn: Möglicherweise bekommt der Ochsenkopf eine neue Seilbahn.

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