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Neue starre Bohle bei Neubau einer Bundesstraße eingesetzt

Nahtlos in zwölf Meter Breite gebaut

Es konnte kontinuierlich eingebaut werden.

Hamburg (ABZ). – Bei der Verlegung einer Bundesstraße in Hamburg verarbeitete die neue SB 300 den Angaben des Hersteller Vögele zufolge anspruchsvolle Mischgüter wie Offenporigen Asphalt (OPA) und Splittmastix in großer Breite und mit überzeugendem Ergebnis.

Starre Bohlen (dafür steht die Abkürzung SB) werden häufig eingesetzt, wenn nahtlos in großer Breite gebaut werden soll. So war es auch beim Neubau des Abschnitts der B 75 in Hamburg, wo sie den Namen Wilhelmsburger Reichsstraße trägt. Auf einer Länge von rund 4,6 km wird die Bundesstraße an die Bahngleise verlegt. Da zwei große Verkehrswege auf einer Trasse gebündelt werden, gewinnen Stadt und Bürger freie Flächen. Außerdem hören die Anwohner weniger Lärm von der stark befahrenen Straße. Den Einbau übernahm ein Raupenfertiger vom Typ Super 2100-3i. Dieser Highway-Class-Fertiger der modernen Strich-3-Generation von Vögele wird bei vielen Fernstraßen-Projekten eingesetzt.

Die starre Bohle SB 300 kann in Kombination mit dem Super 2100-3i auf maximal 13 m einbauen. An diese Höchstgrenze reichten die Asphaltarbeiten in Hamburg fast heran: Die Binder- und die Deckschicht wurden in variierender Breite zwischen 10,5 m und 12,5 m eingebaut. Für hohe Standfestigkeit der Fahrbahn wurde ein Teil aus Splittmastixasphalt hergestellt, ein 2,2 km langer Abschnitt wurde mit OPA ausgeführt, um zu Lärm mindern.

Bei der Verarbeitung von Mischgütern sind das Verdichtungsergebnis und das Schwimmverhalten der Einbaubohle von zentraler Bedeutung. Beides hängt stark von einem korrekt eingestellten Tamper ab. Bei den neuen starren Bohlen von Vögele kann mit der hydraulischen Tamperhubeinstellung der Tamperhub zwischen 4 mm und 8 mm verstellt werden. Für geringe Schichtstärken wie beim Einbau von Binder- und Deckschichten empfiehlt Vögele 4 mm, für dicke Tragschichten 8 mm Hub.

Bauleiter Martin Iseke vom beauftragten Bauunternehmen Kemna Bau lobte die neue Bohlentechnologie: "Die neue Bohle ist sehr steif, das macht sich an der tadellosen Ebenheit bemerkbar", sagt er. Zudem hob Iseke die neue Variabilität durch ein neues hydraulisches Ausziehanbauteil hervor. Ohne dieses hätte der nahtlose Einbau nicht funktioniert, meint er.

Das bohlenäußere Anbauteil kann hydraulisch um 1,25 m auf jeder Seite ausgezogen werden, also auf 2,5 m insgesamt. Damit verbindet Vögele eigenen Angaben zufolge die Vorteile seiner Ausziehbohlen mit denen der starren Bohlen und erreicht so große Flexibilität und maximale Ebenheit. Auch dies nutzte das Einbauteam von Kemna Bau auf der Großbaustelle bis fast an die Höchstgrenze aus: Die Einbaubreite variierte um rund 2 m.

Die SB 300 kann mit mehreren Vögele-Fertigern kombiniert werden, vom Super 1800-3i bis zum Super 3000-3i. Sie basiert auf einer Grundbreite von 3 m und kann mit unterschiedlichen Anbauteilen auf eine Breite von bis zu 16 m aufgebaut werden. Die SB 300 hat das Entwicklungsteam gemeinsam mit der SB 350 entwickelt. Letztere steht für eine Einbaubreite von 18 m, die im Verbund mit dem Vögele Flaggschiff Super 3000-3i erreicht werden kann.

Durch zwei Neu- beziehungsweise Weiterentwicklungen können die starren Bohlen SB 300 und SB 350 schnell eingesetzt werden: Das Führungs- und Positionierungssystem unterstützt Anwender dabei, die Verbreiterungsteile korrekt zu montieren. Und das elektrische Heizsystem bringt die Bohle gegenüber dem Vorgängermodell schneller und außerdem homogener auf Betriebstemperatur.

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