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Neue Wand- und Deckenschleifmaschine

Handarbeit von mehreren Wochen gespart

Mit der neuen Wand- und Deckenschleifmaschine WDS 530 der Schwamborn Gerätebau GmbH wurden 20 000 m² Wand in einer Woche gestockt. So wurde aus der Vision des Architekten eine wirtschaftliche und optisch sehr ansprechende Lösung umgesetzt.

Künzelsau (ABZ). – Das Carmen Würth Forum in Künzelsau wurde vom britischen Architekten David Chipperfield entworfen. Zwei Stützwände aus gestocktem Ortbeton fassen einen großzügigen Vorplatz vor dem Haupteingang des Gebäudes ein. Für das Stocken der 2000 m² umfassenden Wände haben sich die Verantwortlichen für die neue Wand- und Deckenschleifmaschine WDS 530 der Schwamborn Gerätebau GmbH entschieden.

Das Forum wurde auf 170 000 m² in direkter Nachbarschaft der Adolf Würth GmbH errichtet und beinhaltet eine multifunktionale Veranstaltungshalle und einen Kammermusiksaal. Das Ziel des Architekten sei es gewesen, das Gebäude so harmonisch wie möglich in die Hohenloher Landschaft einzubinden, teilt Schwamborn mit. Dies sei nicht zuletzt durch die Stützwände aus Ortbeton und die – der leicht hügeligen Landschaft nachempfundene – Wellenoptik der Wände gelungen.

Bei der Ortbetonbauweise bringen Arbeiter den Beton, in diesem Fall in zwei farblich voneinander abgesetzten Schichten, in die Schalung ein und schalen ihn nach dem Erhärten aus. Die Betonteile werden als große Einheiten hergestellt. Für die finale Optik wurden die Wände gestockt. Als Stocken bezeichnet man die Bearbeitung von Oberflächen, die an Steinmetz-Arbeit erinnert. Dabei wird Sichtbeton mit einer gleichmäßig aufgeschlagenen Oberfläche hergestellt. Bisher seien solche Oberflächen per Hand mit Stockhammer hergestellt worden. "Mit unserer neuen Schleifmaschine und den speziell für diese Maschine konzipierten Stockrollen konnten wir in nur einer Woche die große Wand im Würth Forum stocken," sagt Siegmund Griesheimer, Leiter der Schwamborn-Anwendungstechnik. "Normal wäre da über Wochen per Handarbeit und aufwändigem Gerüstbau gearbeitet worden, um ein nicht so gleichmäßiges, ähnliches Ergebnis zu erzielen."

Die WDS 530 ist Herstellerangaben zufolge eine Weltneuheit und war Finalist beim bauma-Innovationspreis. Zudem wurde die Maschine beim gleichnamigen Preis des Landkreises Göppingen ausgezeichnet. Mit der WDS 530 könnten Anwender schwere Abbruch-, Sanierungs- und Gestaltungsarbeiten, die bisher von Hand ausgeführt werden mussten, maschinell mit professioneller Schleiftechnik durchführen. Dabei werde eine besonders gute Flächenleistung erzielt, teilt das Unternehmen mit.

Um den steigenden Anforderungen an Abbruch, Sanierungen und Gestaltung sowohl in ergonomischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht gerecht zu werden, entwickelt Schwamborn eigenen Angaben zufolge innovative, anwenderorientierte Lösungen mit Maschinenbau "made in Germany" und einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

Für die finale Optik des Forums wurden die Wände gestockt. Dabei wird Sichtbeton mit einer gleichmäßig aufgeschlagenen Oberfläche hergestellt.

Mit der WDS 530 hat der schwäbische Maschinenbauer die mehr als 50-jährige Erfahrung in Sachen professioneller Schleiftechnologie auf Wände und Decken übertragen. Das neue Gerät arbeitet mit einem hydraulischen Antrieb, den Anwender mit einer Fernsteuerung bedienen können. Mit der WDS 530 sei erstmals ein wirtschaftliches Schleifen und Strukturieren von großen Wand- und Deckenflächen mit einer sehr guten Flächenleistung möglich, so Schwamborn. Zudem vereinfache und erleichtere das Gerät die Arbeit sehr stark, da die bisherigen Technologien entweder per Handarbeit angewendet werden mussten oder nicht so schonend für die Bausubstanz gewesen seien, teilt der Hersteller mit.

"Die für die Arbeit mit Brokk-Abbruchrobotern – mit einer Arbeitshöhe von bis zu 9 Metern – konzipierte Maschine ermöglicht einen gleichmäßig hohen Anpressdruck an Wand und Decke und liegt mittels Kardantechnologie am Schleifkopf immer plan auf", sagt Eckart Schwamborn, der in dritter Generation das Unternehmen führt. Je nach Aufgabenstellung könne die Maschine mit unterschiedlichen Werkzeugen, wie Diamanten, PKDs und Stockwerkzeugen ausgestattet werden.

Daher sei die WDS 530 für Arbeiten in verschiedenen Einsatzbereichen sehr gut geeignet, zum Beispiel, um Beschichtungen schnell, gründlich und sicher zu entfernen. Dazu zählen Schadstoffe wie Asbest ebenso wie Farben, Putz oder großflächig verwendeter Fliesenkleber. Nutzer könnten alle genannten Stoffe mit der Schwamborn-Maschine entfernen oder Untergründe für Sanierungs- oder Gestaltungsarbeiten vorbereiten.

Darüber hinaus entstehen auch für Architektur, Wand- und Deckenbau neue und wirtschaftlich umzusetzende Gestaltungsmöglichkeiten, teilt das Unternehmen mit.

Ähnlich wie im Fußbodenbau könne Beton nun großflächig und sehr unterschiedlich mit verschiedenen Werkzeugen gestaltet werden. Die Bandbreite reiche vom Hochpolieren bis zur glänzenden Fläche bis zur Aufrauung mit Stockwerkzeugen. Anwender können Wände mit verschiedener Körnung schleifen und dadurch unterschiedliche Designs erschaffen.

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