Neue Wandschalung eingesetzt

Sichtbetonwände prägen Bowlingcenter

Mayer Schaltechnik Betonbau und Stahlbetonbau
Die Schalungssysteme von Mayer basieren alle auf dem logischen Meterraster. So sind die Schalmaße leicht im Kopf zu überschlagen – das Bauunternehmen Blank hat in Schweinfurt hauptsächlich 3 x 1,5-m-Elemente eingesetzt, und entsprechend der geforderten Wandhöhe bis über 6 m aufgestockt. Foto: Mayer Schaltechnik

Schweinfurt (ABZ). – Die neue "Bowlingarena Extreme" in der Adolf Ley Straße in Schweinfurt ist ein schlichtes Betonbauwerk, dessen Rohbau nach rund sechs Monaten Ende letzten Jahres fertiggestellt wurde. Nach dem Einbau der automatischen Bahnen und der gesamten Haustechnik hieß es in dem Gewerbegebiet bereits Ende Januar "Gut Holz!"

Die Ausschreibung der Rohbauarbeiten hatte die Firma Blank Bauunternehmung aus dem unterfränkischen Helmstadt gewonnen. Der heute in der dritten Generation geführte Ausbildungsbetrieb mit rund 40 Mitarbeitern genießt bei öffentlichen, privaten und gewerblichen Auftraggebern einen guten Ruf bei Stahlbeton-, Mauerwerk- oder Umbaumaßnahmen. Mit sichtlichem Stolz schmückt sich das Mitglied der Qualitätsgemeinschaft mittelständischer Bauunternehmer auch mit dem Qualitätssiegel "Bauen mit IQ".

Große, ebene Wandflächen prägen das neue Spiel- und Sportcenter: insgesamt 1585 m² Sichtbeton der Klasse 2 hatte der Architekt ausgeschrieben. Dabei werden hochwertige Betonoberflächen gefordert, aber die Abdrücke von Rahmenschalungen toleriert – schließlich handelt es sich hier um einen Zweckbau. Oft sind regelmäßig angeordnete Fugenraster von Rahmenschalungen sogar als Gestaltungselement ausdrücklich erwünscht. Für die Arbeitsvorbereitung bei Blank war diese Vorgabe ein Fall für die neue, schwere Rahmenschalung Ultramax S von Mayer Schaltechnik aus dem nahegelegenen Bergrheinfeld. Bei diesem Projekt hatte Blank erstmals 330 m² Ultramax S angemietet, die – ausgelegt auf 80 kN/m² Schalungsdruck – sogar die strengen Ebenheitstoleranzen nach DIN 18202, Tabelle 3, Zeile 7 erfüllt. Das bedeutet, die Durchbiegung der sehr steifen Stahlrahmen ist praktisch zu vernachlässigen, so dass die Elementstöße auch unter vollem Betondruck dicht bleiben. Die Elementformate der Ultramax basieren, wie auch bei den anderen Mayer-Schalsystemen, auf dem logischen Meterraster. Damit kann der Polier die Einteilung ohne Taschenrechner leicht überblicken und den Bedarf schnell und sicher ermitteln.

Für die Bowlingarena mussten 3,5 bis 6,15 m hohe Wände errichtet werden, was mit aufgestockten Standardelementen mühelos umzusetzen war. Für einen Restmaßausgleich < 1 m kam die leichtere Alu-Rahmenschalung Ultramax L zum Einsatz. Die passt exakt ins Raster und verwendet identische Verbindungs- und Zubehörteile. Verbunden werden die Ultramax-Elemente mit dem klassischen Schalschloss. Beim Aufstocken kommt das neue MST-Schalschloss RS 60 zum Einsatz, das die Stöße sauber fluchtet. "Auch großflächiges Umsetzen war damit überhaupt kein Problem – eine wichtige Voraussetzung für optimale Schalzeiten", bekräftigt Polier Ottmar Neumaier. Zu den guten Schalzeiten hat auch der sehr geringe Spannstellenanteil der Ultramax S beigetragen, denn bekanntlich sind die Ankerstellen sowohl beim Einschalen als auch beim späteren Verschließen der Löcher ein erheblicher Zeit- und Kostenfaktor. Bis zu 2,5 m Raumhöhe sind nur zwei Spannstellen erforderlich, jeweils innerhalb der Elemente angeordnet. Somit kommt das neue System auf maximal 0,4 Anker/m². Eine Besonderheit der Ultramax S hat die Blank-Mannschaft hier aber gar nicht genutzt – die Möglichkeit, bei Bedarf auch einseitig zu ankern. Interessant ist die Option in beengten Baugruben oder Schächten und bei sehr hohen Wänden, wo die beidseitige Ankerung ein zusätzliches Gerüst erfordert. Dann werden die Kunststoff-Wechselhülsen in den Elementen schnell und einfach gegen stählerne Ankermuttern getauscht. Verspannt wird dann mit den üblichen Dywidag-Stäben von nur einer Seite.

Das Dach über den 18 Bowlingbahnen wird von 32,40 m weit gespannten Stahlbindern getragen, für deren Auflager entsprechende Anbauplatten vorlaufend in die Wandschalung eingebaut und einbetoniert wurden. Büros und Sozialräume, Cafeteria, Haustechnik, Umkleideräume und Duschen befinden sich im Obergeschoss. Für die Ortbetondecke wählte man die Titan HV- Deckenschalung von Ischebeck, mit der Mayer sein Schalungsprogramm ergänzt.

Das Titan-HV-Fallkopfsystem, bestehend aus Aluminium-Haupt- und Nebenträgern, hat sich seit Jahren bewährt. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Holzträger-Flex-Systemen liegen hier die Nebenträger nicht auf den Hauptträgern auf, sondern werden in der gleichen Ebene in den Untergurt der Hauptträger eingehängt. Man kann aber – ganz nach Bedarf – an jeder beliebigen Stelle in die Hauptträger auch Hauptträger einhängen, und damit beim Einschalen die Schalrichtung wechseln. Störstellen wie Säulen, Wandvorlagen, gekrümmte Wände usw. werden auf diese Weise elegant umschalt.

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