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Neue Zahn-, Mund- und Kieferklinik in Mainz

Schaumglasplatten spielen ihre Stärken im vielfältigen Einsatz aus

Die Verlegung von Glapor-Platten im Außenbereich.

Mainz (ABZ). – Manchmal kommt es anders als man denkt. So hatte beim Start des Neubaus der Zahn-, Mund- und Kieferklinik (ZMK) Mainz wohl keiner geahnt, dass die Arbeiten fast zwei Jahre stillstehen sollten. Obwohl Stillstand nicht so ganz der richtige Begriff ist. Denn statt Bagger und schwerem Gerät legten in der Baugrube Archäologen fein säuberlich historisch wertvolle Fundamente eines römischen Aquädukts frei. Von einem "Betonsarg" geschützt, ist der Fund inzwischen gut integriert in die Baumaßnahme, und der geplanten Eröffnung 2023 steht hoffentlich nichts mehr im Wege.

Im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Zahnfleisch kam die "alte", bereits 1968 eingeweihte Zahnklinik daher, als die Planung für einen Neubau startete. Auf dem ehemaligen Parkplatz zwischen Frauen- und Kinderklinik, dem letzten freien Bauplatz im Uniklinikbereich, entsteht mit der ZMK ein neues Bindeglied, und ein weiterer Baustein zur Umsetzung des Masterplans der Johannes-Gutenberg-Universität auf einem gewachsenen Areal mit mittlerweile 59 Kliniken und Instituten. Der prämierte städtebauliche Entwurf der Planungsgesellschaft Schmucker und Partner fügt sich harmonisch in die Umgebungsbebauung ein.

Die Nutzungsfläche beträgt 7900 m² mit insgesamt 112 Behandlungseinheiten. Verständlich, dass dabei auch einiges an Dämmmaterial zum Einsatz kam. Gleich an drei markanten Stellen wurde eine Vielzahl von Glapor-Dämmplatten aus ressourcenschonendem und nachhaltigem Schaumglas verbaut.

Einsatzgebiet 1: Dämmung auf der Bodenplatte, um Räume der zahnmedizinischen Lehre (Werkstätten, Bibliothek) im ersten und den Hörsaal im zweiten Untergeschoss sicher zu dämmen und zugleich dauerhaft vor Feuchtigkeit zu schützen. Einsatzgebiet 2: Flachdachaufbau über dem ersten Untergeschoss im Bereich des Haupteingangs mit einer Hohlkörperdecken-Konstruktion, die einen Teil des Hörsaals 15 m frei überspannt.

Einsatzgebiet 3: Dachfläche über dem dritten Obergeschoss mit besonders hohen Lasten und Installationen, für die eine hoch druckfeste und stauchungsfreie Dämmung benötigt wurde.

Der wasserdichte Dämmstoff von Glapor überzeugte die Planenden in vielfacher Hinsicht: "Schaumglas ist das einzige Material, das unseren Anspruch an eine dauerhafte und nachhaltige Lösung für ein Abdichtungskonzept auf der 90 cm starken WU-Stahl-Beton-Bodenplatte erfüllt", so Klaus Gutschalk, der verantwortliche Projektleiter vom Architekturbüro Schmucker und Partner. Dazu wurden die Schaumglasplatten vollflächig verklebt und baupraktisch unterlaufsicher eingebaut. Arbeitstechnisch eine Herausforderung, wie Alexander Pauken, Geschäftsführer der Weinand & Pauken GmbH, ausführende Firma der Dachdeckerarbeiten, erklärt: "Das ist anspruchsvoll und braucht eine erfahrene Kolonne. Arbeiten die Mitarbeiter aber Hand in Hand, ist eine schnelle Verlegung sichergestellt. Schaumglas ist ein sehr hochwertiger Dämmstoff mit verlässlichen technischen Eigenschaften, die tatsächlich über die Lebensdauer des Gebäudes zugesichert werden. Wir verarbeiten Glapor-Schaumglasplatten sehr gerne, auch weil es durch genau diese Langlebigkeit und die Nachhaltigkeit den Aufwand in jeder Hinsicht rechtfertigt." Mit Unterbrechung war der Verarbeiter insgesamt sechs Monate auf der Baustelle vor Ort und hat alle drei Schaumglas-Anwendungen mit besonderer handwerklicher Sorgfalt hergestellt.

Die Visualisierung des Gebäudes der neuen Zahn-, Mund- und Kieferklinik.

Gleich im ersten Abschnitt wurden in einer konstruktiven Ausführung auf der Bodenplatte 4500 m² Schaumglasplatten verlegt. Hier befinden sich zum Teil im ersten Untergeschoss auf einer Fläche von 80 x 45 m, sowie im zweiten Untergeschoss, auf einer Fläche von 15 x 20 m, neben Umkleiden auch hochwertige Nutzungsräume: Werkstätten mit anspruchsvollen medizintechnischen Geräten und eine Bibliothek, in der wertvolle Dokumente sicher untergerbacht werden sollen. Feuchtigkeit würde alles zerstören – schnell und zum Teil für immer. Der dauerhafte Schutz vor eindringender Nässe war und ist so einer der wichtigsten Faktoren bei der Auswahl des Dämmmaterials.

Wenn kein Wasser eindringen darf, sind Schaumglasplatten aufgrund wasser- und dampfdichter Eigenschaften die ideale Wahl. Für Klaus Gutschalk sogar "die einzige Option, um aufsteigende Feuchte aus dem Baugrund und daraus resultierende, mögliche Feuchteschäden nicht nur durch geeignete Abdichtungsmaßnahmen, sondern zusätzlich auch durch wasserdichte Dämmmaterialien zu vermeiden und zu minimieren". Mindestens ebenso spannend gestaltete sich das zweite Einsatzgebiet des Dachdeckerbetriebes über dem Haupteingang der ZMK: eine Außenanlage beziehungsweise Decke über dem ersten Untergeschoss mit etwa 15 x 35 m Fläche. Aufgrund eines Geländeanstiegs zum Haupteingang musste ein Gefälle von bis zu 60 cm fachgerecht überbaut werden.

Drei bis vier Gefälle-Abstufungen mit den vorkonfektionierten Glapor-Gefälleplatten aus Schaumglas ermöglichten eine durchgehende Schräge, die später eine stauchungsfreie Unterlage für den Pflasterbelag bot. Alexander Pauken erklärt die Bedeutung der Schaumglasplatten für eine solche Anwendung: "Das geringe Gewicht von Schaumglas kommt dem Aufbau ebenso zugute wie die hohe Druckbelastbarkeit. Und natürlich spielt auch hier eine wichtige Rolle, dass das Ganze absolut dicht ist. Der Aufwand für den Fall, dass Wasser eindringt, ist nicht zu unterschätzen. Jede Menge Erdreich und Bodenbelag müssten auf einer größeren Fläche entfernt werden. Das versuchen Bauherren und Architekten natürlich zu Recht zu vermeiden."

Kein Wunder, befindet sich in dem darunter liegenden Hörsaal doch ein architektonisch besonders spannendes Detail: "Dort ist eine sogenannte Cobiax-Hohlkörperdecke eingebaut, die über 15 Meter frei spannt", berichtet Klaus Gutschalk. Erreicht wird dies, indem Material (Beton) eingespart und dafür Hohlkörperbälle verwendet werden. Mit dem Hohlkörpersystem bietet Cobiax – wie Glapor mit ihren Schaumglasplatten – ein Produkt an, das eine optimale Tragfähigkeit mit maximaler Ressourcenschonung vereint. Und beides wirkt ungesehen. Der Betrachter sieht weder die Technik, die hinter der Deckenverkleidung wirkt, noch die Dämmung, die unter den Bodenbelägen im Außen- und Innenbereich verschwindet – und trotzdem ihren Zweck erfüllt: ob Ansprüche an konstante Wärmedämmeigenschaften, Nichtbrennbarkeit oder hohe Druckfestigkeit.

Eben jenes letzte Argument war beim dritten Einsatzgebiet ausschlaggebend: Auf einer Dachfläche über dem dritten Obergeschoss sollte für bestimmte Teilbereiche eine höhere Belastung garantiert werden, um dort später schwere Installationen und Geräte abstellen zu können. Klaus Gutschalk bestätigt: "Bauphysikalisch und statisch mit den Dämmplatten aus Schaumglas überhaupt kein Problem. Während große Teile des Daches – mit Mineralwolle gedämmt – nur für leichte Lasten trittfest und geeignet sind, gibt es jetzt ausgewiesene rote Flächen, die extrem druckfest und vor allem stauchungsfrei sind." Eigentlich erstaunlich, weil Schaumglasplatten selbst ein Leichtgewicht sind, was vor allem den Verarbeitern bei der Verlegung zugutekommt. Die Menge an Glapor-Dämmplatten, die insgesamt in Mainz zum Einsatz kam, war enorm, bestätigen abschließend der Architekt und der Verarbeiter: "Alleine an einem Tag wurden einmal drei Lkw-Ladungen an der Baustelle abgeladen", so der Planer. "Inzwischen ist alles verlegt und verbaut. Eine sichere Basis unter der Bodenplatte für weitere Bauschritte und zugleich ein wertvoller Abschluss im Dachbereich."

Am Beispiel der Zahn-, Mund- und Kieferklinik in Mainz zeigt sich einmal mehr, dass Glapor-Schaumglasplatten in vielen anspruchsvollen Einsatzgebieten eine Verwendung finden. Von der Leichtbaukonstruktion einer behindertengerechten Rampe bis zum hochbelasteten Hubschrauberlandeplatz ist Schaumglas immer eine gute Wahl. Mit der Entscheidung für das ressourcenschonende, mineralische und langlebige Schaumglas-Dämmstoffmaterial setzen Bauherren auf mehr Nachhaltigkeit. Zum Schutz unserer Umwelt und des Klimas. Und auch Produzenten wie Glapor leisten für das Cradle-to-Cradle-Prinzip bei der Herstellung von Schaumglasprodukten ihren Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft.

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