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Neuentwicklung

Montage- und Wartungsfreundlichkeit spielten bei Entwicklung wichtige Rolle

Einfache Wartung, effiziente Lagerhaltung: Für Hub- und Einziehwerk wurden identische Winden verwendet. Das Einziehwerk kann für den Montagevorgang entweder auf dem Gegenausleger oder direkt an der Turmspitze montiert werden. Seine Positionierung unten an der Turmspitze ermöglicht eine sichere und einfache Wartung ohne Podest.

Heilbronn (ABZ). – Zeit ist Geld. Auf Baustellen gilt das nicht nur für die Leistung eines Krans, sondern auch für seine Montage- und Wartungseigenschaften. Je schneller ein Kran einsatzfähig ist, desto kosteneffizienter ist er. Eine Prämisse, die bei der Entwicklung des neuen Wolff 235 B ganz oben auf der Anforderungsliste stand. Leistungstechnisch ersetzt er den beliebten Wolff 224 B und reiht sich zwischen dem hydraulischen Wolff 166 B und dem nächstgrößeren Wolff 275 B im unteren Lastmomentbereich ein. Somit bedient er die Anforderungen beengter City-Baustellen mit einem hohen Volumen an Betonierarbeiten.

"Entwickelt wurde der Wolff 235 B in enger Abstimmung mit Wolffkran-Kunden aus England, die jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Wippern auf innerstädtischen Baustellen haben. Herausgekommen ist ein Wolff mit bewährten Traglasten, dem in Sachen Montage und Flexibilität so schnell keiner etwas vormacht", so Wouter van Loon, Produktmanager bei Wolffkran.

Obwohl Wolff-Krane traditionell einfach zu montieren sind, hat der Hersteller bei seiner neusten Entwicklung noch mal eine Schippe draufgelegt, was Montagefreundlichkeit und -flexibilität betrifft. So ist beim neuen Wolff 235 B das Hubwerk im Ausleger, statt wie üblich auf dem Gegenausleger positioniert. "Dies ermöglicht es, das Hubseil komplett am Boden einzuscheren und somit den Ausleger vollständig vorzumontieren", erläutert Wouter van Loon. "Das ist nicht nur besonders komfortabel und sicher, es ist auch ein Novum für Wippkrane dieser Größe."

Das Einziehwerk kann für den Montagevorgang wahlweise auf dem Gegenausleger oder an der Turmspitze montiert werden, was mehr Flexibilität bei der Wahl des Mobilkrans bietet. Die zweite Variante birgt den Vorteil, dass die Turmspitze samt Einziehwerk und voreingeschertem Einziehseil auf dem Rollenblock transportiert und montiert werden kann, was eine enorme Zeitersparnis bedeutet. "Darüber hinaus kann so die Kabinenplattform mit der Wolff-Cab und dem Schaltschrank während des Transports auf den leeren Gegenausleger gestellt werden", sagt van Loon.

Mehr Komfort, mehr Sicherheit: Das Hubwerk ist im Ausleger positioniert. Dies ermöglicht das Einscheren des Hubseils und die vollständige Vormontage des Auslegers am Boden.

Die geringen Montagegewichte seiner Komponenten sorgen dafür, dass ein Wolff 235 B mit einer Ausladung von 40 m einen weiteren seiner Art montieren kann – ein sehr beliebtes Verfahren auf Stadt-Baustellen, wo oftmals nur wenig Platz vorhanden ist und zudem Zeit und Geld für den Einsatz eines Mobilkrans gespart werden kann.

Nebst den Montageeigenschaften stand auch die wirtschaftliche Wartung des Krans im Fokus der Entwicklung, weshalb man sich für den Einsatz einer identischen Winde für das Hub- und Einziehwerk entschied. Zum Einsatz kommt die 60-kW-Winde Hw 1660 FU, die ebenso wie das Drehwerk und die Frequenzumrichter in zahlreichen anderen Wolff-Kranmodellen verbaut ist. Das bedeutet nicht nur den Einsatz von bewährter Technik und somit geringeren Schulungsaufwand für das Service-Personal, sondern auch eine ökonomische Lagerhaltung, da weniger unterschiedliche Ersatzteile vorgehalten werden müssen.

Dies gilt auch für die Gegengewichtssteine: Zum Einsatz kommen die gleichen Acht-Tonnen-Steine wie bei allen nächstgrößeren Wolff-Wippern. "Ebenfalls erwähnenswert ist, dass der neue Wolff mit nur vier Steinen auskommt und somit nur vier Montagehübe für die komplette Ballastierung des Kranes nötig sind", verdeutlicht van Loon.

Weitere Erleichterungen für die Instandhaltungsarbeiten sind der Einsatz wartungsfreier Lamellenbremsen und die Positionierung des Einziehwerks im unteren Bereich der Turmspitze. Letzteres ermöglicht einen besonders bequemen und sicheren Zugang zum Einziehwerk vom Gegenausleger aus. Für die Wartung des Drehwerks steht ein Hilfspodest zu Verfügung.

Der Wolff 235 B bietet eine maximale Tragfähigkeit von 8 t im 1-Strang-Betrieb und 16 t im 2-Strang-Betrieb, sowie Auslegerlängen von 30 bis 60 m. Optimiert für den Einsatz mit einem 50-Meter-Ausleger, übertrifft er seine Konkurrenz mit einer Spitzentraglast von 4,1 t. Seine effiziente 60-kW-Hubwinde ermöglicht Arbeitsgeschwindigkeiten von 130 m/min und eine Seilspeicherkapazität von 620 m. Alles zusammen Eigenschaften, die ihn zum idealen Kran für Hochbauprojekte mit hohem Anteil an Stahlbeton machen. Er verfügt über einen Anschluss für das Zwei-Meter-Turmsystem UV/TV 20 und erreicht mit Standardkomponenten aus dem modularen Wolff-Turmsystem eine maximale freistehende Turmhöhe von 82 m.

Wegen des aktiven Kompensors erreicht der Wolff 235 B eine geringere minimale Ausladung von 10 % der Auslegerlänge und somit einen größeren Arbeitsspielraum. Durch die steilere Auslegerstellung kann die Last näher am Turm aufgenommen werden, was besonders auf beengten City-Baustellen ein Vorteil ist, da Lkw näher am Kran entladen werden können und Lasten nicht über angrenzende Straßen gehoben werden müssen.

Die bewährte Wolff-Kransteuerung wurde beim Wolff 235 B um eine Bremsprüfungsfunktion erweitert. Bremse und Zusatzbremse lassen sich nun unabhängig voneinander testen. Zur Serienausstattung gehören außerdem das Wolff-Link-Fernwartungssystem mit Echtzeitanzeige des Krandisplays, Feinfahrmodi, eine Antikollisionsschnittstelle, automatische Leistungsoptimierung für das Einzieh- und Hubwerk, sowie Wolff-Boost, welches die Traglast um 10 % erhöht.

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