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Neuer Prallbrecher für Alois Miller

Schnell von Leistung überzeugt

Auch stark armiertes Material ist kein Problem.

Blindheim (ABZ). – Die Alois Miller beziehungsweise Schwaben Recycling (SRC) GmbH setzt eine Giporec R 100 FDR Giga ein. Qualität und Produktivität – das sind zwei wesentliche Merkmale, mit denen der raupenmobile Prallbrecher seine neuen Eigentümer schon in kurzer Zeit überzeugen konnte.

Geschäftsführer Bernhard Miller von Alois Miller und Schwaben Recycling erklärt die Wurzeln des Unternehmens: "Eigentlich kommen wir aus der Landwirtschaft. 1985 hat mein Vater Alois Miller im benachbarten Buttenwiesen die Grundlagen für unsere heutige Unternehmensgruppe geschaffen. Begonnen hat er zum damaligen Zeitpunkt mit einem Bagger- und Raupenbetrieb. Daraus wurde schnell ein Fuhrunternehmen, und kurze Zeit später kamen auch Abbruch- und Tiefbauarbeiten hinzu. 1999 sind wir nach Blindheim umgesiedelt und haben ein 30 000 Quadratmeter großes Firmengelände entwickelt. In den letzten fünf Jahren wurden dort in etwa 10 Millionen Euro in neue Gebäude und Anlagentechnik investiert."

Und das sieht man, wenn man das Unternehmen besucht. Eigentlich sind es heute vier Unternehmen, die an diesem Ort ihren Sitz haben. Zum einen die Alois Miller Erdbau und Abbruch GmbH – der Name allein erklärt schon die Schwerpunkte der Unternehmenstätigkeit –, und dann die 2014 gegründete Schwaben Recycling GmbH, die pro Jahr rund 50 000 t güteüberwachtes Recyclingmaterial produziert. Als Entsorgungsfachbetrieb bietet die SRC auch Containerdienste an. Dritter im Bunde ist die 2011 ins Leben gerufene Solarpark Miller UG, die neben den komplett bepflasterten Solardächern auch drei Freiflächen-Solarparks mit einer Gesamtleistung von 4 MW betreibt. Und schließlich gibt es noch die Rubber Recycling GmbH, die sich mit der Aufbereitung von Gummi-Abfällen aus der Automobilindustrie beschäftigt. Neben Recycling und Sonnenstrom betreibt Miller auch sein eigenes Biomasse-Heizkraftwerk, welches für Warmwasser zuständig ist. Miller legt großen Wert auf Ordnung und qualitativ hochwertige Produkte und achtet auf eine ausgeklügelte und hochwertige Aufbereitung. Genau diese Aspekte waren dem Unternehmer auch beim neuen Gipo-Prallbrecher Giporec R 100 FDR Giga wichtig.

Der raupenmobile Prallbrecher mit einer angeschlossenen Siebeinheit wird bei der Alois Miller – Schwaben Recycling GmbH ausschließlich für Recyclingmaßnahmen eingesetzt. Das umfasst die Aufbereitung der angelieferten mineralischen Abbruch- und Baustoff-Recycling-Materialien auf dem eigenen Recyclinghof wie auch den Einsatz auf den entsprechenden Baustellen vor Ort. Motorseitig ist ein moderner Caterpillar-Dieselmotor Typ C9 Acert mit 261 kW beziehungsweise 350 PS mit integriertem Partikelfiltersystem eingebaut. Herzstück ist der sehr robuste und leistungsfähige Prallbrecher vom Typ P 100 mit einem Prallmühlen-Einlauf von 970 x 920 mm und einem Rotordurchmesser von 1200 mm. Diese Gipo-Prallmühle ist mit einer großen Nachsiebmaschine kombiniert, die nach Einschätzung des Unternehmens gerade im Recyclingeinsatz viele Vorteile bringt.

Der Brecherantrieb erfolgt hydraulisch. Mit der separaten 2-Deck-Vorabsiebung wird eine Steigerung der Endproduktqualität durch das Ausscheiden des verschleißintensiven Feinmaterials, des plattigen Korns und eventueller Verunreinigungen erreicht. Damit werde nicht nur die Brechleistung erhöht, sondern ebenso der Verschleiß verringert, erläutert der Hersteller.

Der raupenmobile Prallbrecher gefällt nicht nur Maschinist Josef Koschwitz.

Der Brecheraustrag erfolgt über die Austragsrinne und ein Förderband mit einer Gurtbreite von 1200 mm. Dieses breite Austragsband verhindert Material-stauungen unter dem Rotor und an den Übergabestellen, zugleich wird die Materialschichthöhe wesentlich reduziert. Dies mache sich speziell im Recyclingbereich positiv bemerkbar, da eventuell vorhandene Eisenteile noch besser vom Überbandmagnetscheider erfasst werden könnten, so das Unternehmen. Der Permanentmagnet sei dabei in der Längsrichtung beim Übergang vom Förderband auf den Brecheraustrag der Siebmaschine angeordnet.

Das gebrochene Material wird anschließend von der großen 2-Deck-Siebmaschine mit einer Siebfläche von 1500 x 3500 mm abgesiebt. Das Überkorn kann wahlweise seitlich ausgetragen oder in die Aufgaberinne zurückgeführt werden. Das Förderband zur Überkornrückführung kann als Haldenband auf einer stabilen Drehkonsole um 180° hydraulisch geschwenkt werden.

Im Überkornkornkreislauf ist ein Windsichter installiert. Damit werden Leichtstoffe wie Holz, Kunststoff und andere leichte Fremdmaterialien mit Hilfe einer speziellen Luftdüse aus dem Materialstrom ausgeblasen. Das Materialflusskonzept selbst vermeidet wie bei den anderen Gipo-Anlagen eine Verengung des Materialstromes, die Systembreiten der Förderelemente "öffnen" sich in Materialflussrichtung. Das einfache An- und Abkuppeln der Siebeinheit an die Brechanlage erfolgt mittels Hydraulikzylinder ohne fremdes Hebegerät. Durch die gute Zugänglichkeit können die Siebbeläge einfach und schnell gewechselt werden.

"Bei Gipo sieht keine Maschine wie die andere aus. Wir konzipieren alle Maschinen immer genau auf die Bedürfnisse der Kunden", erläutert ergänzend Marco Cammarata von Gipo. Das wird auch bei dieser Anlage deutlich, wie Bernhard Miller bestätigt: "Um die Anlage auf unserem vorhandenen Tieflader transportieren zu können, musste Gipo das Chassis entsprechend modifizieren. Damit konnte der notwendige Permanentmagnet auch an der gewünschten Stelle installiert werden, und noch wichtiger: Die Gewichtsverteilung mit dem leicht geänderten Rahmen passt wieder optimal!"

Es gibt vieles, dass Bernhard Miller an der neuen Giporec schätzt: "Ich mag, dass diese Maschine ohne überflüssige Elektronik auskommt. Sie ist zudem sehr robust gebaut, was wir gerade im Recycling sehr schätzen. Und, wir haben eine flexible Maschine gesucht, die wir problemlos mit unserem eigenen Tieflader zu den Einsatzorten bringen können. Dazu haben wir von Gipo im Vorfeld eigentlich nur Gutes gehört, die Vorführungen in der Schweiz und der Besuch des Werkes haben uns überzeugt. Das betrifft vor allem den Service, auch wenn wir in unserer eigenen Werkstatt einiges selbst machen können. Und, vielleicht am wichtigsten: Die Qualität des Endproduktes muss stimmen, was uns mit Gipo wohl am besten gelingt."

Die Schwaben Recycling GmbH produziert aus den getrennt gelagerten Stoffgruppen Asphalt, Bauschutt und Beton unter anderem drei zertifizierte Endprodukte. "Das sind RC-Mix 0/56 aus den Inputstoffen Ziegel und Beton, RC-Beton 0/56 und RC-Asphalt 0/16", erläutert Betriebsleiterin Daniela Fischer. "Gerade hier müssen die Normwerte strikt eingehalten werden." In der kurzen Zeit mit der Giporec hätten die Mitarbeiter schon festgestellt, dass mit den Siebmöglichkeiten, dem Magneten und dem Windsichter ganz andere Materialqualitäten erreichbar seien. "Und genau das war das Ziel!" Bernhard Miller lobt die Zusammenarbeit mit Gipo. "Das sind Schweizer. Mit denen kann man schwätzen und man fühlt sich gut aufgehoben!"

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 13/2020.

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