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Neues Transportbetonwerk

Flexibles System ermöglicht volle Auslastung

Ammann, Transportbeton, Elba

Die neue Elba Betonmischanlage EBC D 110 DW der Firma Uhl in Willstätt-Legelshurst.

WILLSTÄTT-LEGELSHURST (ABZ). - Die 1932 gegründete Firma Uhl in Schutterwald, Deutschland, ist ein in dritter Generation geführtes Familienunternehmen und betreibt im Südwesten Deutschlands neun Kiesgruben mit mehreren Transportbeton- und Betonwarenwerken. Um die Kapazität der Kiesabnahme und der Betonproduktion für den Standort Willstätt-Legelshurst zu gewährleisten, wurde in ein neues Transportbetonwerk von Ammann Elba investiert. Schon seit 2013 beschäftigte man sich mit der Planung der neuen Transportbetonanlage. Die Anlage selbst wird auf dem Gelände an die Firma Kehler Beton Zentrale (KBZ) verpachtet und von ihr betrieben.

Fünf unterschiedliche Zemente sowie fünf unterschiedliche Kiessorten sollten gemäß den detaillierten Kundenanforderungen großvolumig gelagert werden können. Zudem wurde eine Ausstoßleistung von rund 100 m³/h angestrebt. Die größte Herausforderung bei der Auslegung bestand darin, den Betrieb der vorhandenen Kiesverladestation zu gewährleisten und gleichzeitig die Fahrwege der bestehenden sowie zukünftigen Belade- und Entladefahrzeuge, den zukünftigen Fahrmischerbetrieb und den Zementanlieferbetrieb zu berücksichtigen.

Die Mischanlage sollte durch den Radlader mit den für die Betonproduktion benötigten Zuschlagstoffen versorgt werden. Um die zusätzliche Belastung des Fahrpersonals so klein wie möglich zu halten, war zusätzlich eine direkte Bandbeschickung der am meisten für die Betonproduktion benötigten Kiessorten zu berücksichtigen. Die Mischanlage sollte flexibel zur Beladung von Fahrmischern, Sattelzügen und Selbstabholern ausgelegt sein. Um die Anlage im Winter zu betreiben, war eine Heißluft- und Heißwasser-Heizungsanlage vorzusehen. Die Restbetone der Fahrzeuge sowie das Reinigungswasser der Mischanlage sollten zudem durch eine Recyclinganlage aufbereitet werden, um das Grundwasser und den anliegenden Baggersee zu schützen.

Nach Abwägung aller Möglichkeiten fiel die Wahl auf die flexibel einsetzbare Elba Betonmischanlage Elba Beton Center EBCD 110 DW mit einem 2,66-m³-Elba-Doppelwellen-Zwangsmischer EMDW 2500. Damit können mit drei Chargen 8-m³-Fahrmischer beladen und die geforderte Leistung der Gesamtanlage von 100 m³/h eingehalten werden. Um die Fahrwege auf dem Gelände nicht durch die Fahrmischer zu beeinflussen, ist die Anlage mit einem frontseitigen Portal zur Unterfahrung ausgestattet: Selbstabholer und Lkw können dadurch seitlich unter die Betonmischanlage einfahren.

Für Selbstabholer ist zudem eine automatisch einschwenkbare Verlängerung des Mischerauslauftrichters vorhanden. Die geforderte Zementlagerung wurde mit drei 60-t- und einem 80-t-Silo mit doppelter Trennwand realisiert. Mit einem 6-teiligen Elba Reihendoseur RD 35-210/6 werden fünf Komponenten mit einem Gesamtvolumen von 210 m³ gelagert. Die Anfahrrampe für den Radlader ist direkt an die Seitenwand angeböscht und die Gegenseite mit einer isolierten Verkleidung vor Kälte geschützt. Über Dosierbänder werden die Kammern 1 und 2 direkt aus dem Kies-Silo beschickt, um die Fahrzeiten des Radladers zu minimieren.

Auf geringem Platz sind der Steuercontainer und der Lager- bzw. Gerätecontainer übereinander aufgestellt. Vier Lagertanks zu je 1100 l sowie der Kompressor zur Druckluftversorgung der Mischanlage sind in dem Lager- bzw. Gerätecontainer betriebsbereit montiert. Der Container selbst ist speziell zur Lagerung von wassergefährdeten Stoffen ausgelegt. Die bauseitige Anlagensteuerung ist im klimatisierten Steuercontainer untergebracht, welcher dem Mischmeister ein angenehmes Arbeitsumfeld bietet.

Damit der Winterbetrieb gewährleistet ist, wurde eine Verkleidung mit 40 mm Stärke angebaut. Fenster sowie ein großzügig im Dach integriertes Lichtband garantieren Tageslicht und reduzieren die Energiekosten für die Beleuchtung. Kompakt an der Mischanlage wurde die Elba Recyclinganlage ERC 20 montiert. Bis zu zwei Fahrmischer können gleichzeitig an der Anlage ausgewaschen werden. Die Maschine selbst trennt dann die im Restbeton bzw. Auswaschmaterial befindlichen Zuschläge vom Zementleim. Die ausgewaschenen Zuschläge und das Auswaschwasser werden der Mischanlage zur erneuten Betonherstellung zugeführt und schonen dadurch Materialressourcen.

Die vom Kunden georderte "Komfort Ausstattung" bestehend aus breiten Podesten, innenliegenden Treppen zwischen Mischer- und Waagenbühne, Mischerreinigungsanlage, visueller Mischungsüberwachung mit Kamera, Elba Wear Protection EWP sowie dem absenkbaren Auslauftrichter gewährleisten eine einfache Pflege und Wartung der Mischanlage und runden den Gesamteindruck der EBCD 110 DW ab. "Die Erwartungen, was Qualität und Termintreue anbelangt, wurden zur Zufriedenheit erfüllt. Die benötigten Betonqualitäten können zielsicher produziert werden. Zuverlässigkeit des Mischsystems wird bei uns groß geschrieben. Die über 40 Jahre positive Erfahrung mit Elba Betonmischanlagen wird mit der neuen Anlage erfolgreich fortgesetzt," so das Fazit von Heinz Barz, technischer Leiter der Firma Uhl.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 24/2015.

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