Neugestaltung

Erlebnispromenade von Laboe aufgewertet

Wienerberger Pflastern
An zwei Durchgängen gelangen die Besucher zum Strand und ans Wasser. Die Promenade schließt niveaugleich an. Der Durchgang bildet gleichzeitig die Zufahrt für Fahrzeuge, die den Strand warten. Hier spielt der rotblaubunte Penter extra rau seinen hohen Abriebwiderstand gegen Sand voll aus. Fotos: Wienerberger/Jens Krüger

Hannover (ABZ). – Laboe nahe Kiel ist bekannt als Ostseebad und Urlaubsziel, vor allem wegen seiner Wahrzeichen: dem Marine-Ehrenmal sowie dem U-Boot U 995. Auch deshalb ist Laboe beliebtes Ausflugsziel von Touristen. Grund genug, deshalb für eine eindeutige Wegführung und Trittsicherheit zu sorgen. Strandpromenade und Hafenumfeld wurden durch eine umfassende Neugestaltung mit Penter Pflasterklinker Rotblaubunt extra rau nachhaltig aufgewertet. Beim Flanieren ließe sich nun, nach Angaben von Wienerberger, das die Pflastersteine zur Verfügung stellte, das einzigartige Panorama am Ostufer der Kieler Förde noch intensiver genießen.

Im Zuge der Entwicklung eines neuen touristischen Konzepts fanden 2007 und 2008 mehrere Workshops und Ideenwerkstätten unter breiter Bürgerbeteiligung statt. Zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Ostseebads wurden beschlossen, auch um im Wettbewerb mit anderen Bädern in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bestehen zu können.

Da im Hafenvorfeld viele Verkehrswege aufeinandertreffen und der Hafen zudem Endpunkt des Fördewanderweges ist, erhielt die Aufwertung dieses Bereichs Priorität. Siller Landschaftsarchitekten aus Kiel wurden mit der Planung und Realisierung beauftragt. Durch einheitliche Gestaltung des bislang unstrukturierten und wenig ansprechenden Hafenumfelds sollten moderne Erlebnisräume mit Wohlfühlatmosphäre entstehen. Zudem verbindet ein neuer Abschnitt den Bootsanleger strandseitig mit dem Rosengarten, einem kleinen Park an der Promenade. Auch die Interessen von Familien mit kleinen Kindern fanden Berücksichtigung. So entstanden mehrere, in regelmäßigen Abständen angeordnete, thematische Spielbereiche, die mit maritimen Details wie Spielzeug-Meerestieren, Reusenpfählen und einem wellenförmigen, blauen Belag versehen sind.

Für die Neugestaltung von Strandpromenade und Hafenvorfeld wählten die Kieler Landschaftsarchitekten Arne und Ulrich Siller Rotblaubunt extra rau aus dem Penter Pflasterklinkerprogramm von Wienerberger. Dieser wird im Ziegelwerk Bramsche gefertigt und überzeuge durch höchste Belastbarkeit, Unempfindlichkeit gegen äußere Einflüsse und lebenslange Farbechtheit, so das herstellende Unternehmen. Erreichen Pflasterklinker von Wienerberger schon im Standard nach DIN EN 1344 die höchste Rutschwiderstandsklasse U3, erreicht die produktionsbedingt besonders aufgeraute Oberfläche eine Steigerung des SRT-Wertes (Skid Resistance Tester) um weitere 25 %. Das gewährleiste sicheres Gehen und Stehen auch bei Schnee, Eis, nassem Herbstlaub und weiteren besonderen Anforderungen, die das Seeklima in Laboe stellt.

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Wienerberger Pflastern
Der Pflasterklinker punktet mit seiner hohen Abriebfestigkeit. Die extra raue Oberfläche sorgt für Trittsicherheit auch im Randbereich der Wegführung.

Von diesen Vorteilen hatten alle Projektbeteiligten vor Beginn der Arbeiten die Möglichkeit, sich zu überzeugen. Eine Musterfläche von 6 m² wurde im Rosengarten verlegt und nach Prüfung für bestens geeignet befunden. Key-Account-Manager Klaus Hundeshagen, der das Projekt betreute, betont: "Extra hohe Rutschsicherheit hatte absolute Priorität. Der erfolgreiche Test auf der Musterfläche bewies diese besondere Qualität und gab letztendlich den Ausschlag für die Auftragsvergabe."

Auch die Abriebfestigkeit spielt eine bedeutende Rolle, grenzt die Promenade doch direkt an den Sandstrand. Auf mehr als 2000 m² kamen die rotblaubunten Pflasterklinker mit extra rauer Oberfläche im Format 200 x 100 x 80 mm mit Fase zum Einsatz, davon ca. 1600 m² in Flachlage und gut 500 m² hochkant bzw. mit gleichfarbigem Wellenklinker.

Verlegt wurde ungebunden im Läuferverband, halbsteinig versetzt, auch in schwerlasttauglichen Bereichen wie an der Festwiese. Jedoch wurde hier hochkant gearbeitet, um hohe Verschiebesicherheit zu gewährleisten. In gleicher Weise wurden die Ränder der Promenade ausgebildet, die direkt an den Strand grenzen. Abwechslungsreich zeigt sich die Verarbeitung bei der Rahmung von Rabatten und Grüninseln. Hier wurde der Pflasterklinker rechtwinklig zur Wegführung verlegt. Sämtliche Wege- und Platzflächen im Hafenvorfeld und Rosengarten sind zudem barrierefrei. Entlang der neuen Strandpromenade und am Hafenvorfeld sowie an Straßenübergängen geben taktile Leitlinien Menschen mit Sehbehinderung Orientierung. Dafür kamen u. a. Wellenklinker von Wienerberger als Systemergänzung zum Einsatz.

Konstantin Schulz-Wulkow, Bauleiter bei der GaLaBau-Firma Stohn & Henningsen, Bordesholm, zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: "Selten habe ich erlebt, dass bei einer Maßnahme in dieser Größenordnung alles so gut ineinandergegriffen hat. Gewerbetreibende und Anwohner hatten viel Verständnis und nahmen großen Anteil am Bauverlauf. Auf Unterstützung von Klaus Hundeshagen, Wienerberger, konnten wir jederzeit zählen. Auch die Zusammenarbeit mit Architekt, Ingenieurbüro, dem zuständigen Amt Probstei und allen weiteren Beteiligten war von Beginn an offen und zielorientiert und trug entscheidend dazu bei, dass auftretende Probleme sehr schnell gelöst werden konnten."

Die Gemeinde investierte 2,4 Mio. Euro in das Projekt. 60 % der aufgewendeten Mittel stammen von Land und Bund für die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) im Zukunftsprogramm Wirtschaft.

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