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Nicht brennbares Wärmedämmverbundsystem für Seniorenresidenz verwendet

In vorbeugenden Brandschutz investiert

Im Erdgeschoss und in den ersten drei Geschossen der Seniorenresidenz Kraichgau befinden sich 90 Pflegezimmer. Im vierten und fünften Obergeschoss entstanden 14 Wohnungen.

Mühlhausen (ABZ). – Im vergangenen Jahr errichtete das Unternehmen Aktiv Wohnbau & Rudolf Wohnbau GmbH in der Gemeinde Mühlhausen im Rhein-Neckar-Kreis die Seniorenresidenz Kraichgau. Es entstanden 90 Einzelpflegeappartements mit eigenem Bad und 14 Wohnungen in einem Gebäude, das als KfW-Effizienzhaus 40+ erstellt wurde. Gemäß Ausweis nach EnEV benötigt dieses also nur 40 % der Heizenergie, die aktuell gesetzlich zulässig in einem Neubau verbraucht werden darf.

Die Außenwand wurde dafür aus massivem Mauerwerk und Stahlbeton mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) erstellt. Das WDVS ebenso wie eine Wärmedämmung auf dem Flachdach, Fenster mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung und die konsequente Vermeidung von Wärmebrücken unterstützten die besonders energieeffiziente Bauweise. Die Auswahl der Produkte sowie die aufeinander abgestimmte Bauweise tragen zugleich maßgeblich zum Schallschutz bei.

Die Aktiv Wohnbau & Rudolf Wohnbau GmbH gilt in der Region Rhein-Neckar inzwischen als Spezialist für den Bau von Pflegeeinrichtungen und barrierefreien Wohnungen. 17 Immobilien dieser Art hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren erstellt und im Teileigentum an Investoren und Selbstnutzer verkauft. "Natürlich wissen wir dadurch schon sehr genau, worauf es bei Gebäuden für Senioren und Menschen mit Handicap ankommt", erklärt Geschäftsführer Rainer Rudolf. "Zum Beispiel auf den vorbeugenden Brandschutz." Dieser verschaffe im Notfall der Feuerwehr Zeit und ermögliche es, die Bewohner geordnet zu evakuieren.

Auf der internationalen Fachmesse BAU 2019 hatte Rudolf ein dort als Innovation vorgestelltes WDVS des Systemgebers Heck Wall Systems kennengelernt. "MW A1" ist das erste europäisch und national A1 geprüfte und zugelassene, vollmineralische WDVS des Herstellers. Den Kern des Systems bilden Steinwolle-Dämmplatten, die mit einem speziellen, rein mineralischen Klebe- und Armierungsmörtel kombiniert werden. Herstellerangaben zufolge sorgt dieser für eine besonders gute Haftung der Platten auf dem Untergrund und verschafft dem System als Unterputz zusammen mit einem speziellen Armierungsgewebe Stabilität und Schlagfestigkeit.

Das Farbkonzept für die Fassade und die Bemusterung spezieller Klinkerriemchen übernahm der WDV-Systemgeber Heck Wall Systems.

Den äußeren Abschluss bildet wahlweise dünnschichtiger Heck-Edel-Dekor-Putz oder dickschichtiger Edel-Kratzputz. Alle Komponenten sind nicht brennbar, tragen nicht zur Rauchentwicklung bei und tropfen auch bei starker Hitzeeinwirkung nicht ab. "Vor allem die Vermeidung einer Rauchentwicklung kann für die Bewohner eines Mehrfamilienhauses und allemal für nicht mobile Menschen von lebensrettender Bedeutung sein", betont Rudolf. "Deshalb haben wir uns entschlossen, die Fassade der Seniorenresidenz Kraichgau mit dem System 'MW A1' zu dämmen." Die Verarbeitung erfolge wie bei jedem anderen System.

Unmittelbar nach der Neuvorstellung von "MW A1" ließ sich Rainer Rudolf im Februar 2019 noch einmal durch den regional zuständigen technischen Berater von Heck Wall Systems, Martin Hammer, beraten. Damals liefen die Vorbereitungen für den Bau der Seniorenresidenz Kraichgau schon auf Hochtouren. "Natürlich hätten wir auch mit der etwas kostengünstigeren EPS-Fassadendämmung und Brandriegeln aus Steinwolle arbeiten können", erinnert sich Rudolf, "aber ich persönlich vermeide gerne Materialwechsel in der Dämmung, um das Risiko für Risse im Putz zu minimieren." Auch diese Überlegung führte am Schluss zu einer Entscheidung für 100 % nichtbrennbare Steinwolle auf der Fassade.

Zu schätzen weiß der Bauunternehmer die Unterstützung des Systemgebers Heck Wall Systems. In Abstimmung mit dem Architekten hatte dieser einen Vorschlag zur Farbgebung für die Fassade gemacht und passende Klinkerriemchen bemustert, die im Erdgeschoss direkt auf den Unterputz des WDVS geklebt werden konnten. Dazu kam eine Beratung zur Ausführung des Anschlusses von Aluminiumfensterbänken und Laibungsdämmung. Gemeinsam mit den Monteuren der RD-Stuckateur GmbH aus Stuttgart sorgte Martin Hammer für eine Verarbeitung, die die thermische Ausdehnung des Aluminiumbauteils ohne Rissbildung abfängt.

Mit dem Ergebnis seiner Bemühungen um eine hohe Qualität in der Bauausführung ist Bauunternehmer Rudolf sehr zufrieden: "Wir haben hier erneut einer Eigentümergemeinschaft ein sehr hochwertiges Gebäude übergeben. Bei neuen Objekten werden wir nach den guten Erfahrungen auf dieser Baustelle noch offensiver darauf hinweisen, dass wir in eine A1-geprüfte Fassadendämmung investieren."

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