Nichts darf durchsickern

Böden müssen Wasserhaushaltsgesetz genügen

Eichenzell (ABZ). – Betonböden in Produktions- und Lagerhallen werden oft rund um die Uhr extrem beansprucht – sei es durch Hitzeeinwirkung, Kälte, Dämpfe, Säuren, Öle, Laugen oder dergleichen mehr. Auch das Gewicht schwerer Maschinen und Hochregale setzt der Bausubstanz erheblich zu. Die Folge: Mit der Zeit bilden sich Risse; es kommt zu Ausbrüchen und Löchern, die zunehmend tiefer und größer werden, sofern nicht frühzeitig etwas dagegen unternommen wird.
Hallenbau
Betonböden regelmäßig auf Dichtheit zu kontrollieren, liegt im Interesse jedes Industrieunternehmens, das Produktions- und Lagerhallen nutzt. Dabei sollten sowohl die weitläufigen Flächen als auch kaum einsehbare Bereiche unter die Lupe genommen werden. Foto: Epowit

Dr. Jörg Rathenow, Geschäftsführer des auf Bautenschutz spezialisierten Unternehmens Epowit Bautechnik mit Niederlassungen in Berlin, München und Eichenzell bei Fulda, warnt vor der Gefahr, dass sich produktionsbedingte Verunreinigungen einen Weg durch schadhafte Böden hindurch ins Erdreich bahnen können: "Eine Sanierung angegriffener Betonbauteile kommt nie zu früh, wenn man Folgeschäden abwenden, die Bausubstanz erhalten und dem Wasserhaushaltsgesetz entsprechen will."

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) macht es erforderlich, Industriehallenböden mit besonderer Sorgfalt auszuführen und ihren Zustand während der Nutzung zu überwachen. Insbesondere Betonbodenflächen unter sogenannten LAU- und HBV-Anlagen sind regelmäßig auf Dichtheit zu kontrollieren, denn: Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen ("LAU-Anlagen") beziehungsweise zum Herstellen, Behandeln und Verwenden ("HBV-Anlagen") müssen der "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" genügen. Das bedeutet für den Umgang zum Beispiel mit Säuren und Laugen in Produktions- oder Lagerhallen, dass nichts durch den Boden hindurch ins Grundwasser sickern können darf – und zwar unabhängig vom Alter der Betonbauteile.

Betonböden regelmäßig auf Dichtheit zu kontrollieren, liegt somit im Interesse jedes Industrieunternehmens, das Produktions- und Lagerhallen nutzt. Dabei sollten sowohl die weitläufigen Flächen als auch kaum einsehbare Bereiche unter die Lupe genommen werden. "Überall sind Ausbrüche aus der Überdeckung der Armierung, Risse und Lunker möglich, die von der Einwirkung aggressiver Medien oder dem Druck auflastender Gewichte herrühren", berichtet Epowit-Geschäftsführer und Bautenschutz-Experte Dr. Jörg Rathenow, der auch Sachverständiger für Abdichtung und WHG-Anlagen sowie sachkundiger Planer für Betoninstandsetzung ist.

Ebenso wie aus Maschinen austretende Öle, Hydraulikflüssigkeiten etc. nicht ins Grundwasser gelangen dürfen, muss auch auf umgekehrtem Weg das Eindringen von drückendem Grundwasser in die Halle verhindert werden. Risse und Löcher in der Sohlplatte sind daher nach dem Entdecken schnellstmöglich fachgerecht zu schließen; sonst besteht die Gefahr, dass sich eingedrungenes Wasser mit Chemikalien und anderen Schadstoffen vermischt und beim Zurückfließen das Erdreich kontaminiert. Ein Aushub wäre dann ebenso unvermeidlich wie Betriebsunterbrechungen im Zuge des Rückbaus belasteter Bauteile.

Für Säure- und Laugenbeständigkeit sowie mechanische Festigkeit und Höchstbelastbarkeit von Betonbauteilen zu sorgen, ist eine Aufgabe für Bautenschutz-Fachkräfte. Für Epowit Bautechnik arbeiten 30 praxiserprobte Bauingenieure und Baumeister, die die gebäudespezifische Situation vor Ort analysieren und herstellerunabhängige Sanierungsempfehlungen geben. Dazu gehört auf Wunsch auch die Ausarbeitung von Alternativen. Die Umsetzung nehmen geschulte Epowit-Fachkräfte vor, die über die nötigen Erfahrungen und Fertigkeiten in der Applikation bauchemischer Produkte und Oberflächenschutz-Systeme verfügen.

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