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Niedersachsen

Autobahn-Neubauprojekte teurer als geplant

Hannover/Bremen (dpa). – Die geplanten Autobahn-Neubauvorhaben in Niedersachsen könnten deutlich teurer als geplant werden. Die A 20 von Westerstede bis zur Elbe bei Drochtersen könnte sich um 357,5 Millionen Euro verteuern, dieA 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg um 135 Millionen Euro. Das berichtete der Bremer "Weser-Kurier" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Parlamentsanfrage des Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler (Grüne) aus Hannover.

Die A 33 zwischen Osnabrück und Belm könnte demnach um 25,8 Millionen Euro teurer werden als geplant. Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU) beziffere in der Antwort die genehmigten Mittel für die acht Bauabschnitte der Küstenautobahn auf knapp 2,6 Milliarden Euro, berichtete die Zeitung. Hochgerechnet sei für die A 20 von Kosten von über 2,9 Milliarden Euro auszugehen. Wie auch bei den beiden anderen Projekten argumentierte das Ministerium mit steigenden Baupreisen. Die Gesamtkosten für die A 39 klettern demnach laut Prognose auf 1,47 Milliarden Euro, die für den neun Kilometer langen Lückenschluss im Norden Osnabrücks auf 168 Millionen Euro.

Kindler sagte der Zeitung, die Projekte seien "von Anfang an brutal schöngerechnet" worden. Er nannte es eine "verkehrspolitische Geisterfahrt" von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Die Kosten würden zu niedrig, der Nutzen dagegen künstlich zu hoch angesetzt: "Nur so schafften es diese sinnlosen Prestigeprojekte überhaupt in den Bundesverkehrswegeplan." Die A 20, die A 33 und die A 39 seien weder wirtschaftlich noch für den Verkehr notwendig.

Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann wies die Kritik zurück. Die Autobahnprojekte trügen dazu bei, den Logistik- und Wirtschaftsstandort Niedersachsen leistungsfähiger und attraktiver zu machenn.

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