NordBau 2017

Messe zum 16. Mal in Folge ausverkauft

Die Volvo-Demonstrationsfläche zog Massen von Besuchern an, weil bei der Live-Vorführung der derzeit weltweit größte, knickgelenkte Dumper „A60H“ in Szene gesetzt wurde.

Mit großem Interesse an den Sonderschauen "Grün in die Stadt!" und "Digitalisierung am Bau" ist am 17. September 2017 die NordBau zu Ende gegangen. Rd. 66 200 Besucher zog Nordeuropas größte Kompaktmesse für das Bauen im 62. Jahr ihres Bestehens nach Angaben des Veranstalters an. Die Besucherzahl sei gegenüber dem Vorjahr um 6000 gestiegen und mit 849 Ausstellern aus 15 Ländern sei die Messe zum 16. Mal in Folge ausverkauft gewesen.

Neumünster (ABZ). – Die Sonderschau "Grün in die Stadt!" zeigte die Vorteile für Hausbesitzer, Mieter und Kommunen. Im Mittelpunkt standen die nachhaltige Planung und Bewirtschaftung von innerstädtischen Flächen, Begrünung von Dächern und Fassaden, Nutzung von Regenwasser und "urban gardening". Der Gemeinschaftsstand der Fachverbände Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau von Schleswig-Holstein und Hamburg, des Verbands Wohneigentum, Haus & Grund Schleswig-Holstein, des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetags und des Bunds Deutscher Landschaftsarchitekten Schleswig-Holstein präsentierte die Kulisse eines begrünten Innenhofs aus der Kieler Innenstadt. "Unsere grüne Oase zeigte, wie Eigentümer und Mieter mit wenigen Mitteln viel erreichen können, wie die Wohnqualität erhöht und die Identitätsstiftung mit dem eigenen Wohnquartier gestärkt wird. Wir haben viele Tipps gegeben und sind mit der Resonanz sehr zufrieden", bilanziert Michael Mäurer, 1. Vorsitzender vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Schleswig-Holstein.

Zweiter Schwerpunkt der NordBau 2017 war die Digitalisierung zum Anfassen. Unter dem Motto "Bau digital – Building Information Modeling (BIM)" wurden u. a. Laser-Scans, 3-D- und 360°-Visualisierungen von Wohnräumen bis zu großen Bauprojekten präsentiert. Die Digitalisierung verändert und verbessert die Abläufe beim Bauen erheblich. "Unsere Branche steht vor revolutionären Veränderungen. Der Bedarf an Informationen bei der Digitalisierung ist groß. Topthema an unserem Messestand war u. a. die Vernetzung der Planung, der Baumaschinen und des Managements auf den Baustellen. Wir hatten viele gute Gespräche und einen intensiven Austausch", sagt Dieter Schnittjer, Messebeirat und Geschäftsführer vom Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik (VDBUM).

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther warb auf der NordBau für Arbeit sowie Ausbildung in den Bauberufen und wertete den Bauboom als gutes Zeichen für Schleswig-Holstein. "Die NordBau ist eine der wichtigsten Messen für ganz Norddeutschland und sogar für Skandinavien", sagte Günther. Viele Landes- und Kommunalpolitiker kamen zur Messe – unter ihnen auch Landtagspräsident Klaus Schlie und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz. Die Deutsche Bahn hat die NordBau ausgewählt, um die norddeutschen DB-Großprojekte mit einem Investitionsvolumen von rd. 4,4 Mrd. Euro zu präsentieren. Prof. Dirk Rompf, Vorstand der Deutschen Bahn Netz AG, erläuterte die Vorhaben im Rahmen der Eröffnung. Auf dem Messestand konnten sich Baufirmen über Präqualifikation und Vergabeverfahren informieren. "Wir sind auf die NordBau mit der Botschaft gekommen, die Großprojekte partnerschaftlich umzusetzen. Wir gehen in die Region, um Bürger und Unternehmen mitzunehmen. Die NordBau ist für uns als Plattform der Bauwirtschaft von besonderer Bedeutung", sagt Bernd Homfeldt, Projektleiter Schienenanbindung Feste Fehmarnbeltquerung bei der DB Netz AG.

Messeleiter Dirk Iwersen freute sich zur Eröffnung über eine erneut ausgebuchte NordBau und wünschte allen Ausstellern, Partnern und Besuchern einen produktiven Austausch.

Frisch im Amt und sogleich als Redner für die Eröffnung der NordBau 2017 zu Gast auf der Bühne: Daniel Günther, seit Juni dieses Jahres der neue Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.

Weitere Anziehungspunkte der NordBau 2017 waren der Treffpunkt "Bauleiter & Poliere", die große Baumaschinen-Sonderschau mit allen Neuheiten, die über 50 Fachkongresse mit 4300 Seminarteilnehmern und der nordjob-Bau-Infotag für den Nachwuchs. Ein besonderer Hingucker über der Messe war das Zeppelin-Luftschiff, das zum Wochenende nach Neumünster kam.

"Unsere Aussteller haben mit den Schwerpunktthemen Digitalisierung, Stadtbegrünung und Infrastruktur ein aktuelles und attraktives Angebot für alle Bauverantwortlichen geboten und dies anhand vieler Beispiele plastisch und verständlich dargestellt. Das zeichnet die Besonderheit der NordBau aus", resümiert Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen Neumünster GmbH. Die NordBau 2018 soll vom 5. bis 9. September 2018 stattfinden.

Stimmen von Ausstellern

Mit Produktinnovationen und insgesamt elf anschaulichen Original-Anwendungsmodellen zu den Sopro-Systemen präsentierte sich auch die Sopro Bauchemie erfolgreich auf Nordeuropas größter Kompaktmesse des Bauens. Dem Abdichtungsspezialisten zufolge standen die Themen Abdichten, Kleben und Verfugen im Fokus des Messeauftritts. Dabei habe das Unternehmen Wert darauf gelegt, Besucher umfassend über die neuen Abdichtungsnormen zu informieren, die wichtige Änderungen beinhalten, die es in der täglichen Praxis zu beachten gilt. Auch ihre "Zooms" habe Sopro im Hinblick auf die neuen DIN-Normen 18533 (Abdichtung von erdberührten Bauteilen), 18534 (Abdichtung von Innenräumen) und 18535 (Abdichtung von Behältern und Becken) aktualisiert.

Auch die Bohnenkamp AG stellte auf der diesjährigen NordBau aus und dabei das vielseitige EM-Reifenprogramm der Partnermarke BKT vor. Im Mittelpunkt standen dabei der brandneue BKT-Recycling-Reifen BK Loader 53 sowie das umfangreiche Programm der BKT Earthmax-Serie. Der Reifen BK Loader 53 wurde speziell für die enorm hohen Anforderungen im täglichen Einsatz in Recycling-Betrieben entwickelt. Er verfügt unter anderem über einen Aramid-Gürtel, der den Reifen besonders hitzebeständig macht.

Die extreme Profiltiefe von 56,5 mm schützt den BK Loader 53 zusätzlich vor Schnittverletzungen und Durchstichen. Als Auszug aus der BKT Earthmax-Serie präsentierte Bohnenkamp unter anderem den SR 30, den SR 31, den SR 41 und den SR 53. Ebenfalls am Stand zu sehen ist der BKT Airomax AM 27 für Mobilkrane. Der Reifen verfügt über eine zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h und ein ECE-Prüfzeichen. EM-Reifen von BKT sind in Deutschland ausschließlich bei Bohnenkamp erhältlich.

Neben der breiten Produktpalette boten die EM-Spezialisten des Unternehmens den Fachbesuchern eine umfassende Beratung rund um die Bereifung der Fahrzeuge. "Reifen sind ein sehr spezielles Thema, zu dem es immer wieder viele Fragen gibt. Auf der NordBau kommen wir direkt mit den Kunden aus der Baubranche in Kontakt. Mit unseren Experten vor Ort können wir die Besucher optimal beraten", fasste es Henrik Schmudde, Leiter Marketing bei Bohnenkamp zusammen.

3 in 1 lautete die Devise bei Christophel beim dem ausgestellten RM 120. Erstmalig wurde das in der Grundversion 35,5 t schwere Flaggschiff von RM in Neumünster ausgestellt. 286 kW Antriebsleistung beschleunigen den 1100 mm Rotor. Damit ist die Grundlage für höchste Leistungen abgesichert. Das angehängte Sieb trennt die gewünschte Körnung ab und führt das Überkorn wahlweise in den Aufgabetrichter oder auf Halde zurück. An der Überkornrückführung trennt der integrierte Windsichter die Leichtstoffe kontinuierlich ab. 3 in1 bedeutet brechen, sieben und sichten in einem Arbeitsgang. So werden Transportaufwendungen und die personelle Überwachung der Aggregate auf ein Minimum reduziert.

"Neben der Maschinenauswahl kann aber auch die Leistungsfähigkeit des Händlers über den Personaleinsatz des Kunden entscheiden. Greifen Händler und Lieferwerk nur in das Regal, wenn Teile benötigt werden, reduziert sich der Stillstand auf der Baustelle und so ist beim Betreiber die Basis für effizientes Arbeiten der beteiligten Mitarbeiter gegeben", führte Rüdiger Christophel aus. Hierfür halten wir ein Ersatzteillager im Wert von ca. 2 Mio. Euro für unsere Kundschaft vor", so Christophel weiter.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 39/2017.

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