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Olympia-Eissport-Zentrum

Eingangsbereich für hohe Belastungen gewappnet

Triflex, Bauchemie, Dämmstoffe, Modernisierung und Sanierung

Auch die aufgehenden Treppen wurden mit dem Spezialharz vliesarmiert abgedichtet. Dank der rutschhemmenden Wirkung des Abdichtungssystems ist ein gefahrloser Aufstieg sichergestellt.

GARMISCH-PARTENKIRCHEN (ABZ). - Durch Risse im Estrich war Feuchtigkeit in die Bewehrung eingedrungen und hatte Korrosionsschäden an der Tragkonstruktion des Eingangsbereichs am Olympia-Eissport-Zentrum in Garmisch-Partenkirchen verursacht.

Eine kurzfristige Sanierung war erforderlich, damit der Boden rechtzeitig zum Beginn der Eishockey-Saison und zum G7-Gipfel 2015 fertiggestellt ist. Um einen dauerhaft dichten Belag zu erhalten, sollte die neue Oberfläche langfristig den extremen Witterungsbedingungen sowie der Belastung durch regelmäßigen Publikumsverkehr standhalten. Die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen als Bauherr entschied sich für den Einsatz von Triflex Flüssigkunststoff auf Basis von Polymethylmathacrylatharz (PMMA), da dieser alle Anforderungen an eine zuverlässige Abdichtung erfüllt. Innerhalb von vier Wochen haben die Mitarbeiter der IST Instandsetzungstechnik Georg Unterholzner GmbH & Co. KG, Essenbach, die Fläche vor den Eingängen sowie die aufgehenden Treppen mit Triflex ProPark (Variante 2) abgedichtet. Der Flüssigkunststoff-Hersteller hat die Systemlösung speziell für frei bewitterte Flächen mit hoher Beanspruchung entwickelt. Sie benötigt nur kurze Reaktionszeiten und bezieht auch komplizierte Details homogen in die Oberfläche ein.

Das Stadion in Garmisch-Partenkirchen besteht in seiner heutigen Form seit 1994. Für Eissport-Begeisterte ist der Standort schon seit über 70 Jahren ein Anziehungspunkt. Ob Eishockey, Eiskunstlauf oder Curling – von Deutschen Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften bis zu den olympischen Spielen 1936 reicht die Liste der großen Wintersport-Ereignisse, die bereits in dem Zentrum stattgefunden haben. Zudem dient das Stadion in den Sommermonaten als Veranstaltungsort, bspw. für die Richard-Strauss-Musiktage, Konzerte, Comedyshows sowie die jährlichen Rollsportwochen. Dafür stehen 4275 m² überdachte Fläche und im Winter 3150 m² Freieis zu Verfügung. Damit ist die Anlage eine der größten ihrer Art in Europa.

Durch den starken Publikumsverkehr ist der Eingangsbereich regelmäßig intensiven Belastungen ausgesetzt. Die Besucher gelangen über die 400 m² große Balkonfläche mit zwei Treppenaufgängen von insgesamt 125 m² zu den Sportveranstaltungen und halten sich dort auch während der Pausen auf. Zusätzlich herrschen in Garmisch-Partenkirchen extreme Wetterbedingungen: Hohe Temperaturen und starke UV-Strahlung im Sommer sowie Frost, Eis und Schnee im Winter haben mit der Zeit ihre Spuren auf der exponierten Fläche hinterlassen. Risse im Beton Belag und an den Durchdringungen bildeten Schwachstellen, durch die Feuchtigkeit eindringen und die Bewehrung beschädigen konnte. Um das Gewicht der Betonkonstruktion zu reduzieren, wurden bei der Errichtung des Bauwerks zwischen der Bewehrung Papprohre verbaut, so dass der Balkon viele Hohlräume hat. In diesen hatte sich mittlerweile Wasser angesammelt. Darüber hinaus waren Chloride aus Streusalz in das Bauwerk gelangt und hatten Korrosionsschäden an der Tragkonstruktion verursacht. Damit für die Besucher wieder ein sicherer Zugang mit ansprechender Optik gegeben war, ließen die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen den Eingang sanieren. Der neue Oberflächen Belag sollte innerhalb eines Monats ausführbar sein und gleichzeitig dauerhaft den Belastungen standhalten. Zum Schutz vor Tau- und Streusalzen war ein ganzflächiges vliesarmiertes Abdichtungssystem gefragt. Dieses sollte alle Details, Abläufe und Kabeldurchführungen in den Belag einbeziehen und ohne Wartungsfugen auskommen. Um höchste Sicherheit für die Besucher zu gewährleisten, war darüber hinaus eine Lösung mit rutschhemmender Wirkung gefordert.

Der Bauherr hat sich in Abstimmung mit Hubert Sedlmeir, Gebietsverkaufsleiter Süd-Ost bei Triflex, für eine Lösung mit Triflex ProPark entschieden. Das wartungsfreie Abdichtungssystem in der Variante 2 ist aufgrund der verwendeten Reibeplastik sehr robust, so dass es mechanischen Belastungen langzeitsicher standhält. Auch gegenüber extremen Witterungseinflüssen wie UV- und IR-Strahlung sowie Tausalzen ist der Flüssigkunststoff widerstandsfähig. Dank der rutschhemmenden Eigenschaft können die Stadionbesucher den Boden sicher betreten. Das vliesarmierte System auf PMMA-Basis haftet vollflächig, so dass es nicht von Wasser unterlaufen werden kann. Komplizierte Details werden homogen in die naht- und fugenlose Abdichtung integriert. Der Flüssigkunststoff härtet innerhalb kürzester Zeit aus. Somit war die Fertigstellung vor dem Start in die Wintersaison gesichert. Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis (abP) und die Klassifizierung nach Klasse OS 10 belegen die Sicherheit des Flüssigkunststoffs.

Triflex, Bauchemie, Dämmstoffe, Modernisierung und Sanierung

Mit Triflex ProPark auf Basis von Polymethylmethacrylatharz (PMMA) haben die Verarbeiter die Fläche vor den Eingängen sowie die aufgehenden Treppen vliesarmiert abgedichtet.

Die Verarbeiter der IST Instandsetzungstechnik Georg Unterholzner GmbH & Co. KG hatten bereits vor diesem Projekt gute und langjährige Erfahrungen im Umgang mit Triflex Flüssigkunststoff gesammelt. In einem ersten Arbeitsschritt haben sie den vorhandenen Untergrund bearbeitet, indem sie den alten Estrich abtrugen und die punktuellen Schäden in der Bewehrung sanierten. In den statisch relevanten Bauteilen und an den auskragenden Tragkonsolen führten sie Bewehrungsergänzungen aus.

Zuvor hatte das Ing.-Büro Frühholz + Wörmann als planendes Fachbüro für Tragwerksplanung und Brandschutz aus Garmisch-Partenkirchen die Statik geprüft. Um eine optimale Haftung des Flüssigkunststoffs sicherzustellen, wurde der neu applizierte Estrich angeschliffen. Anschließend brachten die Verarbeiter das Abdichtungssystem Triflex ProPark in der Variante 2 auf die Balkonfläche auf. Dazu grundierten sie zunächst die Fläche mit Triflex Cryl Primer 287. Anschließend dichteten sie alle Details und Durchdringungen mit Triflex ProDetail ab. Die Abdichtung passt sich wie eine zweite Haut den komplizierten Formen an, so dass keine Feuchtigkeit eindringen kann. Auf die Fläche applizierten die Sanierungsexperten Triflex ProPark und arbeiteten Triflex Spezialvlies ein. Als rutschsichere Nutzschicht dient Trifley Cryl M 264 im Farbton Verkehrsgrau. Ebenso dichteten die Verarbeiter die Stufen inklusive eines Trittkantenschutzes mit dem Flüssigkunststoff ab. Der Beton der Balkonuntersicht einschließlich Treppenwangen und Deckenuntersicht wurde zudem instandgesetzt.

Während der Bauphase hat Hubert Sedlmeir die ausführende Firma vor Ort beraten. Innerhalb von vier Wochen haben die Handwerker sowohl den Eingangsbereich als auch die Treppenaufgänge dauerhaft abgedichtet und ihnen eine ansprechende Optik verliehen. Dank der Sanierung mit Triflex ProPark ist der Zugang zum Olympia-Eissport-Zentrum wieder sicher und die Besucher können die Pausen zwischen Eishockey-Spielen und Eiskunstlauf-Wettbewerben im Freien genießen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 22/2015.

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