Anzeige

Online-Kundenportal "mySwecon"

Swecon bietet Kunden digitale Arbeitserleichterung

Freuen sich über den gelungenen Start des neuen Online-Kundenportals mySwecon (v. l.): Robert Carlsson, Projektleiter von Swecon in Schweden und Falk Bösche, Geschäftsführer der Swecon Baumaschinen GmbH.

Mit mySwecon hat der Baumaschinenhändler Swecon ein neues Online-Kundenportal gestartet. Seit Kurzem ist der digitale Assistent für das Flotten- und Servicemanagement auch in Deutschland freigeschaltet. Was sich genau hinter dem Online-Dienst verbirgt, welchen Mehrwert er für die Kunden bietet und welche Aspekte bei der Entwicklung im Fokus standen, darüber sprach ABZ-Chefredakteur Robert Bachmann in Ratingen mit Falk Bösche, Geschäftsführer der Swecon Baumaschinen GmbH, und Projektleiter Robert Carlsson von Swecon in Schweden.

ABZ: Herr Bösche, Swecon hat vor Kurzem in Deutschland einen neuen Online-Dienst gestartet. Was verbirgt sich hinter mySwecon?

Bösche: mySwecon ist unser neues Online-Kunden-Portal. Einfach ausgedrückt handelt sich dabei um eine zentrale Anlaufstelle für unsere Kunden, wo sie auf eine Vielzahl verschiedener Services zugreifen können, die das Arbeiten mit ihren Maschinen leichter, effizienter und sicherer machen. Grundlegend geht es darum, unseren Kunden eine zusätzliche Möglichkeit der Wertschöpfung anzubieten.

ABZ: Herr Carlsson, Sie waren als Projektleiter maßgeblich in die Entwicklung involviert. Wie und wann ist die Idee entstanden, wie kamen Sie zu dem Projekt und wie lief die Umsetzung?

Carlsson: Als ich vor zwei Jahren zu Swecon gestoßen bin, war eine meiner ersten Aufgaben dort die Leitung einer Vorstudie, in der wir uns mit den aktuellen Bedürfnissen unserer Kunden beschäftigt haben. Ein Ausgangspunkt dabei war die deutlich verstärkte Nutzung von Smartphones und Tablets heutzutage. Vor diesem Hintergrund wurde uns schnell klar, dass es ein wachsendes Bedürfnis für ein Online-Kunden-Portal bei unseren Kunden gibt, wie es sie in zahlreichen anderen Geschäftsfeldern schon gibt. So haben wir uns letztlich entschieden, mySwecon zu entwickeln. Bis zum Launch Anfang dieses Jahres in Schweden haben wir etwa ein Jahr lang daran gearbeitet.

ABZ: Welche Herausforderungen haben sich im Projektverlauf ergeben?

Carlsson: Herausforderungen gab es natürlich immer wieder. Schließlich war das Ganze eine völlig neue Geschichte – für uns sowie auch für unsere Kunden. Aus diesem Grund haben wir uns auch dazu entschieden, von Anfang an eng mit ihnen zusammenzuarbeiten.

ABZ: Wer war an der Entwicklung alles beteiligt?

Carlsson: Unser Entwicklungsteam in der schwedischen Swecon-Zentrale hat für die Entwicklung von mySwecon sehr eng mit Kollegen hier in Deutschland zusammengearbeitet. Darüber hinaus waren Mitarbeiter unseres Hersteller-Partners Volvo CE von Anfang an in das Projekt involviert. Das hat sehr gut funktioniert. Die Kollegen von Volvo CE waren sehr hilfreich und haben uns ausgeholfen, wo sie nur konnten. So wie wir sind auch sie davon überzeugt, dass in der Digitalisierung der Schlüssel liegt, um die Anforderungen und Bedürfnisse unserer Kunden in Zukunft zu erfüllen.

Bösche: mySwecon arbeitet mit Daten aus verschiedenen Quellen. Dazu gehören die Maschinendaten des Telematiksystems in den Volvo-Maschinen. Die Zusammenarbeit mit Volvo CE war ungemein hilfreich, weil es bei der Entwicklung eines solchen Portals sehr wichtig ist, Schnittstellen zu definieren, die einen möglichst effizienten Datenfluss und eine möglichst effiziente Verarbeitung der Daten ermöglichen. So stellen wir sicher, dass der Kunde unser Portal völlig reibungslos nutzen kann. Für die Kunden soll es schließlich nur um den Nutzen gehen, den sie aus unserer Dienstleistung ziehen können, nicht um Fragen des Datenaustauschs oder der technischen Voraussetzungen. Hinter mySwecon steht eine sehr komplexe Sache, die wir versucht haben, so einfach und nutzerfreundlich wie möglich zu machen.

Der digitale Assistent für Swecon-Kunden ist auch über das Mobiltelefon abrufbar.

ABZ: Welche Vorteile können Ihre Kunden aus mySwecon konkret ziehen?

Carlsson: Ganz allgemein gesprochen sammeln wir in mySwecon so viele maschinenbezogene Informationen wie möglich und bereiten diese für den Kunden in nützlicher Form auf. Ein zentraler Vorteil ist natürlich, dass die Services in mySwecon für den Kunden Tag und Nacht zugänglich sind. Das Erste, was er bekommt, wenn er das Portal betritt, ist ein Überblick über alle seine Maschinen. Dort kann er, bei aktivem CareTrack-Vertrag, auch verschiedene Leistungsdaten wie den Kraftstoffverbrauch oder die Arbeitsstunden seiner Maschinen einsehen, die ihm Rückschlüsse auf die Produktivität seiner Flotte ermöglichen. Darüber hinaus kann der Kunde den Standort seiner Maschinen auf eine Karte sehen. Diese Informationen ergänzen wir mit unseren eigenen Services: So kann der Kunde auf mySwecon u. a. die Service-Historie seiner Maschinen einsehen; er bekommt Warnmeldungen, wenn eine Wartung fällig ist; er kann Service-Termine über das Portal buchen und er bekommt Informationen über seine Mietmaschinen. Mit mySwecon vereinen wir all das an einem Ort, um dem Kunden einen digitalen Assistenten für alle Belange seiner täglichen Arbeit an die Hand zu geben.

ABZ: Wie offen ist mySwecon für Maschinen anderer Marken?

Carlsson: Grundlegend ist unser Portal offen. Unsere Kunden können jederzeit Maschinen anderer Hersteller eintragen und erhalten so eine vollständige Übersicht über ihre Flotte. Natürlich gibt es Einschränkungen bezüglich der Daten, die wir von diesen Maschinen erhalten. Hier bietet mySwecon allerdings die Möglichkeit, fehlende Informationen selbstständig nachzutragen. So gewährleisten wir, dass mySwecon als hilfreiches Werkzeug für die gesamte Flotte unserer Kunden genutzt werden kann.

Bösche: Das System kann natürlich nur die Daten verarbeiten, die ihm zur Verfügung gestellt werden. Hier gibt es leider noch immer technische Einschränkungen. Das ist sicher eine Herausforderung, an der die verschiedenen Hersteller aktuell arbeiten: sich zumindest auf ein Set wesentlicher Daten zu einigen, die der Kunde benötigt und die ihm unabhängig vom Wettbewerb in einheitlicher Form zur Verfügung gestellt werden sollten. Wir als Händler haben darauf kaum Einfluss. Ich denke aber, dass die Branche zunehmend zu der Einsicht kommt, dass es einen wachsenden Bedarf für datenbasierte Dienstleistungen und Services gibt und die Industrie deshalb Wege finden muss, sich bezüglich des Austauschs von Daten offener zu zeigen.

ABZ: Welche Erfahrungen konnten Sie mit den ersten Testkunden sammeln?

Carlsson: Das Feedback ist sehr positiv. Sowohl das Portal selbst als auch die Intention, die wir damit verfolgen, erhält viel Anerkennung. Mittlerweile verzeichnen wir hunderte registrierte Nutzer, die zusammen mehr als 3000 Maschinen in das Portal bringen. Das bestärkt uns in der Ansicht, damit den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Nichts desto trotz sehen wir noch viel Arbeit vor uns, mySwecon durch weitere Funktionalitäten noch nützlicher zu machen. Aus diesem Grund stehen wir weiterhin im engen Austausch mit unseren Kunden, die uns kontinuierlich Ideen liefern.

Bösche: In Deutschland sind wir etwas später gestartet als in Schweden. Trotzdem konnten wir auch in Deutschland bereits hunderte Kunden überzeugen, sich bei mySwecon anzumelden. Diese sind eine sehr wertvolle Quelle für Feedback. Auch wir pflegen daher einen engen Dialog mit unseren Kunden, um deren Erfahrungen in künftige Erweiterungen von mySwecon einfließen zu lassen.

Über mySwecon können Swecon-Kunden Tag und Nacht auf alle relevanten Informationen rund um ihre Volvo-Maschinen zugreifen.

ABZ: Was wird mySwecon für Ihre Kunden kosten?

Carlsson: mySwecon und alle darin enthaltenen Services sind komplett kostenlos und werden das in der absehbaren Zukunft auch bleiben.

ABZ:Wie beurteilen Sie die aktuelle Akzeptanz von Telematik-basierten Dienstleistungen?

Bösche: Auch heute sind längst noch nicht alle Kunden im gleichen Maße offen für datenbasierte Dienstleistungen. Aus meiner Sicht ist das v. a. eine Frage der Kommunikation. Die Zahl derer, die den Mehrwert erkennen, den sie aus einem digitalen Flottenmanagement ziehen können, wächst zwar, jedoch gilt es hier nach wie vor, Überzeugungsarbeit zu leisten.

Das Interesse wächst allerdings zusehends: Haben wir früher im Bereich Flottenmanagement v. a. größere Kunden mit entsprechender Flottengröße angesprochen, weil hier das größte Potenzial bestand, interessieren sich nun mehr und mehr auch kleinere Kunden für diese Funktionalitäten. Das wird auch getrieben von einem gewissen Generationswechsel in der Branche, der uns zunehmend mit Kunden konfrontiert, die es gewohnt sind, moderne Technologien und neue Kommunikationskanäle zu nutzen, um den Service zu bekommen, den sie brauchen.

Carlsson: Die Frage der Akzeptanz spielte auch für uns in der Entwicklung von mySwecon eine wichtige Rolle. Deshalb haben wir uns stets darauf konzentriert, das Portal so nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Wir wollten sicherstellen, dass die Einstiegshürde, mit mySwecon zu arbeiten, für die Kunden so niedrig wie möglich liegt. Aus dem Feedback, das wir erhalten, können wir sehen, dass uns das gelungen ist.

ABZ: Welche Rolle wird mySwecon auf der kommenden NordBau spielen?

Bösche: mySwecon wird auf der NordBau natürlich eine wichtige Rolle für uns spielen. Die Messe ist eine perfekte Plattform, unseren Kunden das Konzept vorzustellen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die NordBau nutzen können, um weitere registrierte Nutzer zu gewinnen. Darüber hinaus möchten wir jedoch einen noch umfassenderen Überblick zu den digitalen Services und Dienstleistungen geben, die wir bei Swecon unseren Kunden bieten. Dazu gehören u. a. auch jene Lösungen, die wir in Verbindung mit unserem Herstellerpartner Volvo CE anbieten.

Ein ganz wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang sind die verschiedenen Assistenzsysteme moderner Volvo-Maschinen. Dazu gehört bspw. das Dig Assist-Maschinensteuersystem für Bagger, das den Maschinenführer dabei unterstützt, bspw. ein vorgegebenes Landschaftsprofil zu erstellen. Hinzu kommen Funktionen wie die digitale Ladestandanzeige für Radlader, Load Assist, oder Haul Assist für Dumper, das dabei hilft, Transportzyklen zu optimieren. Wir bieten eine ganze Menge an Lösungen, um den Aufwand unserer Kunden zu reduzieren und gleichzeitig deren Produktivität zu steigern. Auf der NordBau werden wir diese gebündelt vorstellen.

ABZ: Was sind die nächsten Schritte für mySwecon?

Carlsson: Wir haben einen langfristigen Plan für mySwecon, der eine ganze Menge möglicher Weiterentwicklungen enthält. Viele davon basieren auf dem Feedback unserer Kunden, die uns immer wieder neue Vorschläge und Ideen liefern. Unser Entwicklungsplan für mySwecon ist deshalb sehr flexibel gehalten und ändert sich ständig. Aktuell arbeiten wir bspw. daran, mehr Möglichkeiten der Dokumentation zu integrieren – bspw. den Rechnungsverkehr in mySwecon abzubilden, Serviceprotokolle zu integrieren oder Checklisten für die Wartung von Maschinen. Da ist noch einiges in der Pipeline und wir werden nicht aufhören, daran zu arbeiten, unser Portal noch besser zu machen.

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=624++132&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 36/2019.

Anzeige

Weitere Artikel