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Optisch gut in Szene gesetzt

Visionäre Architektur an der Seine

Blick auf die Glaskuppel und Seitenwand der Seine Musicale nach der Fassadenveredelung.

Bottrop (ABZ). – Die Metropole Paris ist um eine Attraktion reicher: Nach dreijähriger Bauzeit eröffnete kürzlich der Konzertsaal La Seine Musicale. Der 170 Mio. Euro teure Bau auf der kleinen Seine-Insel Seguin wurde für seine kühne, visionäre Architektur mehrfach ausgezeichnet. Für das äußere Erscheinungsbild des Prestigeprojektes leistete auch MC-Bauchemie aus Bottrop mit Betonkosmetik und -retusche, einem transparenten Graffitischutz sowie einer hochwertigen Bodenbeschichtung einen wichtigen Beitrag.

Das mehr als 36 000 m² große, futuristisch anmutende Gebäude verfügt über ein Auditorium mit 1150 und einen Veranstaltungssaal mit bis zu 6000 Plätzen. Dort werden alle Arten von Musik aufgeführt. Daneben gibt es Proberäume für Musiker, mehrere Aufnahmestudios, zahlreiche Terrassen und ein Restaurant. Von der vierten Etage hat man einen schönen Rundum-Ausblick auf die Umgebung. Bei der Messe MIPIM in Cannes gewann das Bauvorhaben 2015 den Best Futura Project Award, bereits ein Jahr vorher hatte es das Label Biodivercity verliehen bekommen. Verantwortlich für die Planung und Durchführung des Großprojektes war neben dem Departement Hauts-de-Seine das Konsortium "Group Tempo Île Seguin", zu dem die Firmen Bouygues Construction, Sodexo, OFI Infravia und das französische Staatsfernsehen TF1 gehören.

Die Architektur gleicht einem Kreuzfahrtdampfer. Sie wurde vom Franzosen Jean de Gastines und dem japanischen Stararchitekten Shigeru Ban entworfen, den Baumeistern des Centre Pompidou in Metz. Zum Konzept gehört die energetische Selbstversorgung, so spielt die kugelförmige Glasfassade im Zentrum des Baus mit der Sonne: ein Fotovoltaik-Segel bewegt sich im Einklang mit der Sonnenlaufbahn. Aus der Vogelperspektive sieht das Glasdach wie ein Vogelnest aus, das sich ideal in die Natur der Insel und in das begrünte Dach des Bauwerks einfügt. Im Kontrast zu diesem Gebäudeherzstück umhüllt eine imposante Sichtbetonfassade das Bauwerk, das mit einer hohen Ästhetik sowie einer puristischen Symbiose aus Glas und Beton glänzt.

Die Herstellung einer Sichtbetonfassade ist in der Praxis relativ schwierig. Optische Beeinträchtigungen wie Poren, Lunker, Farbtonungleichmäßigkeiten, Schattierungen sowie Wolkenbildungen treten nicht selten auf und stören den Gesamteindruck. Da das Erscheinungsbild des Betons von eminenter Bedeutung für das Gesamtbild ist, entschieden sich Bauherr und Planer für eine Fassadenveredelung und setzten auf Produkte und Wissen der MC-Bauchemie.

Im Januar 2017 ließ die Baufirma Bouygues Construction zunächst Probeflächen von verschiedenen Anbietern anlegen. Hier überzeugte das Produktsystem der MC nicht nur qualitativ, sondern auch in puncto Tempo. Da die Eröffnung des musikalischen Zentrums bereits drei Monate später anstand, spielte der Faktor Zeit eine wichtige Rolle. Der Systemaufbau der MC, bestehend aus einem feinen Betonkosmetikspachtel der Emcefix-Familie, der farbigen Betonveredelung Repacryl und dem transparenten Graffitischutz MC-Color Proofvision, konnte mithilfe des Spezialverarbeiters Contreat aus Belgien im Wettbewerbsvergleich in der mit Abstand kürzesten Zeit angelegt werden. Nach der erfolgreichen Abnahme der Probefläche begann das Projekt und nahm schnell Fahrt auf: Innerhalb von acht Wochen wurden mehr als 9000 m² Betonflächen reprofiliert, veredelt und geschützt.

Nach der fachgerechten Vorbereitung des Untergrundes wurden im ersten Schritt Poren, Lunker sowie Schalungsfugen und allgemeine Abweichungen mit der hochwertigen Betonkosmetik Emcefix-Spachtel F, die aus den drei Farbtönen weiß, grau und anthrazit gemischt wurde, um den gewünschten Betonfarbton zu erreichen, korrigiert. Darüber hinaus wurde eine Betonveredelung mit Repacryl durchgeführt, um eine möglichst homogene und hochwertige Sichtbetonoptik auf der Gesamtfläche zu erzielen. Dafür entwickelte MC zusammen mit Contreat eigens eine spezielle Mischung aus den drei Repacryl-Farben grau, betongrau und hellgrau. Neben der hochwertigen Optik sind die veredelten Betonoberflächen auch UV-stabil, witterungs- und farbbeständig. In einem weiteren Schritt wurden die Sichtbetonflächen auf einer Höhe von bis zu 3 m (rund 3000 m²) mit dem transparenten Graffitischutz MC-Color Proofvision versehen. So lässt sich die Fassade leicht reinigen, selbst hartnäckige Graffitis können entfernt werden: gerade für Bauwerke im öffentlichen Raum ein enormer Vorteil.

Die Bodenfläche im Eingangsbereich wurde zu guter Letzt mit der sehr widerstandsfähigen Hightech-Beschichtung MC-Floor TopSpeed versehen. Die pigmentierte, schnellhärtende Rollbeschichtung auf Basis neuartiger Spezialharze schützt den Boden, sichert eine hohe Kratzfestigkeit und Widerstandsfähigkeit und schafft einen hochwertig gestalteten Boden mit langer Lebensdauer.

"Dank des reibungslosen, länderübergreifenden Zusammenspiels aller Projektbeteiligten meisterten wir die Herausforderung in Paris erfolgreich im vorgegebenen Zeitrahmen mit der gewohnt guten Qualität", lobt Walter Devue, Regional Manager bei MC-Bauchemie und verantwortlich für Frankreich und Belgien, die Zusammenarbeit der projektverantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Global Product Management und der Anwendungstechnik in Bottrop sowie dem französischen Planer und dem belgischen Verarbeiter Contreat. So setzten Produktsysteme der MC Bauchemie den Musentempel in Paris zur Eröffnung optisch in Szene – und sorgen seither dafür, dass La Seine Musicale sowohl innen wie außen erstrahlt.

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