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Ortbeton statt Fertigteile

Wertschöpfung im eigenen Hause halten

Doka, Baustellen, Betonbau und Stahlbetonbau, Schalungstechnik

Für die bis zu 4,40 m hohen Wände kommt die einseitig bedienbare Rahmenschalung Framax Xlife plus zur Anwendung.

OSTERHOLZ-SCHARMBECK (ABZ). - Ursprünglich war der viergeschossige zweite Bauabschnitt der Hauptgeschäftsstelle der Volksbank Osterholz-Scharmbeck als Halb-Fertigteillösung geplant. Nach genauer Analyse und eingehender Betrachtung aller Faktoren kommt nun ausschließlich Ortbeton zur Anwendung.

"Wir haben es uns nicht leicht gemacht", verrät Oberbauleiter Stefan Winkelmann vom ortsansässigen Bauunternehmen Gottfried Stehnke aus Osterholz-Scharmbeck. "In einem Team aus Geschäftsführung, Oberbauleitung, Bauleitung und Polieren haben wir uns die bisherigen und nun auszuführenden Projekte im Detail angesehen. Mit dem Ergebnis: Wir wollen künftig noch flexibler arbeiten und mehr Wertschöpfung im Unternehmen halten. Daher ist der Einsatz einer eigenen, modernen und zukunftsweisenden Ortbetonschalung für uns genau der richtige Weg." In der Tat: Gegenüber Fertigteil- oder Halbfertigteillösungen benötigen Ortbetonschalungen weniger Vorlauf- und Planungszeit. Es kann auf Bauablaufänderungen viel einfacher reagiert werden. Krane und Hebezeuge können leichter ausfallen. Gleichzeitig sind die Kosten für Beton und Bewehrung günstiger. Alles in allem: In jeder Beziehung ein Gewinn fürs Unternehmen.

Hier an der Volksbank Osterholz-Scharmbeck werden diese Erkenntnisse nun zum ersten Mal in die Tat umgesetzt. Das Stehnke-Führungsteam entschied sich zum Kauf von Wand-, Stützen und Deckenschalungen der neuesten Generation ausschließlich von Doka. Vorausgegangen waren einige Baustellenbesuche und intensive Diskussionen. "Die Produkte, Dienstleistungen und Menschen, die dahinter stehen, haben uns bei Doka am meisten überzeugt," bestätigt Bauleiter Lutz Kiesow die Entscheidung. Und Polier Ralf Grabau ergänzt: "Bereits im Erdgeschoss erzielen wir hier mit unseren eigenen Leuten bessere Schalzeiten als kalkuliert."

"Eine Investition in die Zukunft. Wir bauen für Sie". So wirbt die Volksbank Osterholz-Scharmbeck auf einem überdimensionalen Plakat für den zweiten Bauabschnitt ihrer Hauptgeschäftsstelle. Dieser Slogan trifft ebenso auf die Bauunternehmung Stehnke zu. Denn Stehnke investierte soeben in rund 900 m² neue Ortbetonschalungen von Doka. Für die bis zu 4,40 m hohen Wände kommt die neue Rahmenschalung Framax Xlife plus zur Anwendung. Sie steht laut Hersteller für noch schnelleres Schalen, geringere Kosten, einfachere Handhabung sowie für ein ansprechendes Betonbild. Die kurzen Schalzeiten ergeben sich durch das einseitig bedienbare Ankersystem. Die Schalung wird nur von einem Mann geankert. Dies senkt die Lohnkosten. Auch die Materialkosten sind geringer, weil Hüllrohre und Konen entfallen. Die Xlife-Schalungsplatte ist langlebig, weil verschleißarm. Der innen und außen feuerverzinkte Stahlrahmen ist unanfällig für Rost. Beides sorgt für hohe Wertbeständigkeit der Investition.

Beim Umsetzen der Elemente finden die Anker eine sichere Parkposition direkt an der Ankerstelle. Damit ist der neuartige Anker beim Einschalen sofort zur Hand, ohne Such- und Wegezeiten. Die einfache Handhabung erklärt sich durch intuitiv bedienbare Zubehörteile und eine optimierte Anzahl von Elementtypen. Beim Aufstocken sind die Elemente ganz einfach stehend und liegend kombinierbar.

Ein ansprechendes Betonbild entsteht automatisch. Denn der Fugenverlauf ist stets geordnet und das Ankerbild streng symmetrisch mit innenliegenden Ankerstellen. Die 21 mm starke Xlife-Schalungsplatte ist von hinten mit dem Rahmen verschraubt. So zeichnen sich keine Schrauben- oder Nietenabdrücke im Beton ab.

Im Keller- und in den drei Obergeschossen sind – im Gegensatz zum Erdgeschoss – quadratische Ortbetonstützen herzustellen. Insgesamt 40 Stück mit Querschnitten bis zu 0,45 x 0,45 m. Für geringe Lohnkosten sorgt die bis auf 3,65 m Höhe aufgestockte Stützenschalung KS Xlife. Sie zeichnet sich aus durch ihren patenten Klappmechanismus. Er bietet kürzeste Ein- und Ausschalzeiten sowie geringste Kranbindung. Gegenüber üblichen Stützenschalungen lässt sie sich unzerlegt in einem einzigen Kranhub umsetzen. Das spart 50 % Kranzeit. Für eine ausgezeichnete Betonoberfläche sorgt die von hinten verschraubte Xlife-Platte. Der zulässige Frischbetondruck beträgt 90 kN/m² So sind ankerfreie Stützenquerschnitte im 5-cm-Raster von 20 bis 60 cm herstellbar.

Die 35 cm starke Decke des Kellergeschosses ist 3,07 m hoch und wurde bereits mit der Deckenschalung Dokadek 30 fertiggestellt. Die Deckenschalungselemente sind schon für den nächsten Einsatz bereit. Auch im Erdgeschoss wird die Fläche von rund 680 m² in einem Guss betoniert. Zu 340 m² Eigenmaterial kommt hierfür nochmals die gleiche Menge an Mietschalung. Dokadek 30 ist eine Element-Deckenschalung in Stahlleichtkonstruktion. Ihre pulverbeschichteten Rahmen sind mit einer Holz/Kunststoff-Verbundplatte belegt. Das trägerlose Handsystem kombiniert die Vorteile einer Element-Deckenschalung mit den Vorteilen einer Dokaflex-Deckenschalung. Es ist schnell im Regelbereich mit 3 m² großen Elementen. Und die Passbereiche lassen sich und rasch und flexibel schließen.

Alle Arbeiten erfolgen vom sicheren Boden aus. Die bis zu 2,44 x 1,22 m großen Elemente werden einfach an den Stützenköpfen eingehängt und hochgeschwenkt. Dann sind sie automatisch und ohne Zusatzmaßnahmen gegen Ausheben und Windangriff gesichert. Besonders schnell und praktisch sind die Einhängebügel. Sie ermöglichen im Passbereich ein nahtloses Weiterschalen mit H20-Trägern. Zusätzliche Deckenstützen entfallen. Praktisch sind die fahrbaren Elementpaletten "DekDrive". Damit lassen sich die Elemente immer genau dort zur Verfügung stellen, wo sie benötigt werden – schieben statt tragen. Die großen Stützenabstände vereinfachen das horizontale Umsetzen unter der eingeschalten Fläche erheblich. Im Regelbereich sind lediglich 0,33 Stützen/m² erforderlich.

Zur ersten Einweisung in die neuen Schalungen stand ein Doka-Richtmeister begleitend zur Seite. In der Zwischenzeit haben sich die Stehnke-Mitarbeiter bereits gut mit den neuen Systemen vertraut gemacht. Sie erreichen beste Ergebnisse und hervorragende Schalzeiten. Hier an der Volksbank in Osterholz-Scharmbeck wurde der Grundstein gelegt für eine langfristige partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Firmen Stehnke und Doka.

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