Palfinger-Servicepartner S-Tech

"Guter Service zeigt sich an zufriedenen Kunden"

Von Robert Bachmann

Eines der jüngsten Mitglieder im Mietpark des Unternehmens Dinger: der Palfinger PK 165.002 TEC 7.

Endingen. – Seit mittlerweile 15 Jahren betreut das Unternehmen S-Tech aus Endingen die Kunden des österreichischen Kranherstellers Palfinger. Mit der Service-Initiative "Vorsprung durch Service" sieht Geschäftsführer Edgar Stiegeler seinen Herstellerpartner auf dem richtigen Weg. Denn: "Leistung muss sich rentieren!" Die Umstrukturierung des eigenen Servicekonzepts durch den Kranhersteller Palfinger vor rd. drei Jahren stieß beim Endingener Servicebetrieb S-Tech nicht von Anfang an auf volle Begeisterung. Für Edgar Stiegeler und den Mitbegründer sowie heutigen Werkstattleiter Frank Stiegeler hieß das neue Anforderungsprofil, dem die Servicepartner von Palfinger zukünftig zu entsprechen hatten, zunächst vor allem eines: investieren!

"Als wir uns 2002 als Aufbau- und Service-Dienstleister für Palfinger selbstständig gemacht haben, sind wir in einer kleinen Halle gestartet, in der wir uns eingemietet hatten", berichtet Edgar Stiegeler von den Anfängen seines Unternehmens. "Es gab keine Fenster und keine Heizung. Gute Arbeit haben wir trotzdem geleistet, denn die misst sich nicht allein an einer guten Ausstattung, sondern an zufriedenen Kunden." Der Erfolg spricht für sich: Mittlerweile zählt das Unternehmen S-Tech 17 Mitarbeiter. Allein 2016 habe der Betrieb Ersatzteile für rd. 300 000 Euro verkauft und gehört damit zu den umsatzstärksten Servicepartnern von Palfinger. Neben Wartung und Reparatur bilden Aufbauten das zweite Standbein des Betriebes. Insgesamt erwirtschaftet das Unternehmen so einen Umsatz von etwa 5 Mio. Euro im Jahr.

"Unter den Voraussetzungen, unter denen wir die ersten zehn Jahre gearbeitet haben, waren wir zwar erfolgreich, wären nach dem neuen Anforderungsprofil von Palfinger heute jedoch kein Service-Partner mehr", so Stiegeler weiter. So wurde 2014 schließlich eine neue Halle gekauft. Dort ist nun nicht nur ausreichend Platz für das umfangreiche Dienstleistungsangebot von S-Tech, sondern auch für einen eigenen Schulungsraum, in dem u. a. Kranführerausbildungen stattfinden, die das Unternehmen regelmäßig organisiert. Auch ein eigener Pausenraum für die Mitarbeiter ist nun vorhanden. Alles Aspekte, die laut Stiegeler natürlich das ohnehin schon gute Betriebsklima noch stärker gefördert haben.

Die neue Halle habe sich damit in mehrfacher Hinsicht ausgezahlt, so Stiegeler: "Zum einen können wir unsere Kunden und Geschäftspartner nun bedenkenlos zu uns einladen. Für die Außenwirkung war diese Investition also schon ein Kriterium. Zum anderen hebt die verbesserte Arbeitsumgebung auch die Stimmung im Team. Ich denke, unsere Kunden merken das und fühlen sich auch deshalb bei uns gut aufgehoben."

Außenwirkung mache jedoch noch lange keinen guten Service. Dieser zeige sich in erster Linie an zufriedenen Kunden, nicht daran "ob die Fahne vor dem Betrieb in die richtige Richtung weht", so Stiegeler weiter. Auf die Frage, was den Service bei S-Tech aus eigener Sicht besonders mache, führt Edgar Stiegeler vor allem das Thema Flexibilität an. "Einer unserer großen Vorteile besteht darin, dass wir sowohl den Aufbau als auch den Service der Krane vornehmen. Dadurch können wir je nach Bedarf Kapazitäten von einem Bereich in den anderen verlagern. Gleichzeitig vertieft die Arbeit im Aufbau natürlich auch das Know how unserer Mitarbeiter für den Service. Hier zahlt sich auch aus, dass wir uns von Anfang an auf die Arbeit am Kran fokussiert haben."

Letzteres stellt für Stiegeler einen der größten Vorteile der Service-Initiative 

Gemeinsam erfolgreich seit vielen Jahren (v. l.): Manfred Steeb (Gebietsverkaufsleiter Ladekrane, Palfinger), Edgar Stiegeler (Geschäftsführer, S-Tech), Frank Stiegeler (Mitgeschäftsgründer und Werkstattleiter, S-Tech), Klaus Dinger (Geschäftsführer, Dinger) und Maik Dinger (Junior-Geschäftsführer, Dinger).

dar. Mit der Umsetzung des durchaus strikten Anforderungsprofils habe auch eine Art Marktbereinigung stattgefunden. Zuvor hatten sich laut Stiegeler viele Servicebetriebe in diesem Markt betätigt, für die der Service am Palfinger-Kran neben dem Kfz- und Lkw-Service eher Stiefkind war. Unter solchen Geschäftsfeldaufteilungen leide häufig der Service, so Stiegeler. Solche Unternehmen können nun nicht mehr bedingungslos Servicepartner sein. Bleibt man hingegen dabei, bekommt man einen Ersatzteilrabatt, der sich daran bemisst, zu wieviel Prozent ein Betrieb das neue Anforderungsprofil erfüllt. Das sei der richtige Weg, so Stiegeler: "Leistung muss sich schließlich rentieren." Dass die regelmäßige Schulung der eigenen Mitarbeiter im neuen Anforderungsprofil von Palfinger einen großen Stellenwert einnehme, spiele dem Unternehmen dabei in die Hände. Denn darauf habe man auch zuvor schon großen Wert gelegt.

Für Frank Stiegeler bemisst sich ein guter Service vor allem an der Einstellung gegenüber dem Kunden: "Was uns auszeichnet, ist, dass wir unkompliziert sind", so der Werkstattleiter. Jeder Kunde, der auf den Hof fährt, schaut sich Frank Stiegeler nach eigener Aussage auch an. "Bei uns kommt niemand auf die Warteliste oder bekommt von uns einen Auftrag geschrieben, bevor überhaupt ein Handschlag getan wurde." Das Ziel sei stets, zeitnah eine Lösung für das jeweilige Problem anzubieten. Die Verfügbarkeit der Geräte und Maschinen sei für den Kunden heute das Allerwichtigste. "Wenn es brennt, arbeiten wir dafür auch mal über Nacht oder schieben zusätzliche Wochenendschichten ein."

Dem können Klaus und Mike Dinger vom Dinger Baukran Service aus Emmendingen nur zustimmen. Ende der 80er-Jahre gegründet zählt der Transportdienstleister seit vielen Jahren zu den treuen Kunden von S-Tech. Aus dem ursprünglichen Nebengeschäft von einem Hinterhof aus ist über die Jahre ein starker Mittelständler, geführt in zweiter Generation, geworden, dessen Fuhrpark insgesamt sieben Lkw, 23 Baukrane zur Vermietung und vier Palfinger-Krane umfasst. Jüngstes Mitglied ist ein erst kürzlich angeschafftes 165er-Modell, der zweitgrößte Kran, den Palfinger derzeit im Angebot hat.

Seit 2014 arbeiten die Service-Profis von S-Tech in einer neuen, modern ausgestatteten Werkstatthalle.

Klaus Dinger: "Ein guter Service ist das Allerwichtigste. Wenn ich auf der Baustelle stehe und es geht etwas kaputt, dann brauche ich einen verlässlichen Ansprechpartner, der schnell reagiert und weiß, was er tut." Besonders wichtig sei dabei Flexibilität. Ein Gerät bei einem Defekt mal eben schnell zusammenpacken und in die Werkstatt fahren, sei in den meisten Fällen nicht leistbar und führe bei allen Beteiligten zu Unmut. "Dann muss der Servicepartner auch bereit sein, auf die Baustelle zu kommen und das Gerät, so schnell es geht zu reparieren." S-Tech sei entsprechend ausgestattet und leiste diesen mobilen Service. "Diese Flexibilität ist ein wichtiger Grund, warum wir seit Jahren sehr eng und gerne mit S-Tech zusammenarbeiten."

Gleichzeitig lobt Dinger das tiefgehende Know-how der S-Tech-Mitarbeiter: "Ich weiß, dass ich hier jederzeit anrufen kann und Antworten auf meine Fragen bekomme." Und das nicht nur auf den Service bezogen. Insbesondere bei Geschäftsführer Edgar Stiegeler, der zuvor bereits 15 Jahre in einer Spedition gearbeitet hatte, bekomme Klaus Dinger auch auf anwendungstechnische Fragen stets eine solide Auskunft. Auch das positive Betriebsklima kann Dinger nur bestätigen: "Von der Kompetenz und Einsatzbereitschaft einmal abgesehen, macht das Zusammenarbeiten mit den Jungs von S-Tech auch einfach Spaß. Die Atmosphäre hier ist immer gut und die Mitarbeiter haben deutlich Freude an ihrer Arbeit. Auch deshalb kommen wir gerne hierher."

Trotz erhöhter Investitionsaufwendungen hat sich die Service-Initiative für S-Tech ausgezahlt. Auch wenn das Unternehmen schon zuvor viele Punkte des Anforderungsprofils erfüllt hatte, sehen sich Edgar und Frank Stiegeler in ihrer guten Arbeit bestätigt. Einigen Anforderungen steht das Unternehmen durchaus auch kritisch gegenüber. Rückblickend auf die eigenen Anfänge wünschen sich die Firmengründer insbesondere für junge Betriebe den Raum, sich entwickeln zu können. Letztlich erweist sich jedoch auch Palfinger als flexibel. Denn auch das Anforderungsprofil wird seit seiner Einführung vor rd. drei Jahren im Dialog mit den Kunden und Servicepartnern kontinuierlich überarbeitet.

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