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Parkplatz am Landestheater

Oberflächenwasser in Mulde abgeführt

Naturnahe Freiraumgestaltung mit ökologischem Effekt: Konzepte und Lösungen für einen zukunftsfähigen Umgang mit Regenwasser stehen für Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplaner sowie Wasserwirtschaftler ganz oben auf der Agenda.

Castrop-Rauxel (ABZ). – Genug Platz für ihre kreative Arbeit haben nun die Ensembles des Westfälischen Landestheaters am Europaplatz in Castrop-Rauxel. Auf einem 4400 m² großen Grundstück direkt gegenüber des Theaters ist ein neues Proben- und Logistikzentrum entstanden. Es besteht aus zwei Gebäuden, die über ein Dach miteinander verbundenen sind.

In dem einem Gebäude befinden sich auf 750 m² Sozialräume, Räume für die Klassenzimmerproduktionen und Spielclubs sowie vier große Holzbühnen in identisch großen Räumen ohne Fenster. So kann für vier unterschiedliche Inszenierungen an einem zentralen Ort geprobt werden. Das andere Gebäude dient als 650 m² großes Lager für Requisiten und Kulissen.

Zeitgleich wurde auf dem angrenzenden Grundstück ein öffentlicher Parkplatz errichtet, der sowohl von Theaterbesuchern als auch den Sportlern und Zuschauern der Sportgemeinschaft Castrop-Rauxel genutzt wird. Um einen Beitrag zur zukunftsfähigen Regenwasserbewirtschaftung zu leisten und einen Ausgleich zu den versiegelten Parkplatzflächen zu schaffen, entschieden die Planer, das anfallende Niederschlagswasser in einer langgestreckten Mulde abzuführen bzw. teilweise versickern zu lassen.

Aco Drain Linienentwässerungssysteme können Herstellerangaben zufolge das Oberflächenwasser dem Muldensystem sicher und gezielt ohne große Höhenverluste übergeben. Daher konnten mit diesen Systemen die Anforderungen gut umgesetzt werden. Folglich seien die Rinnenstränge nicht an die Grundleitung angeschlossen und mit einem offenen Auslauf geplant worden, so Aco. Eine Ausspülung am Rinnenauslauf und in der Muldenfläche sei durch kleine, gepflasterte Teilbereiche mit Natursteinen bzw. Muldensteinen erreicht worden.

Für die am Westfälischen Landestheater entstandenen Parkplatzflächen sei das Linienentwässerungssystem Aco Drain Monoblock PD 200 V bzw. PD 100 V (gemäß DIN EN 1433/DIN 19580) gewählt worden, das nach den Angaben des Herstellers viele Vorteile hat. Ausschlaggebend für den Einsatz des Rinnensystems sei seine Widerstandsfähigkeit und die Bauweise der Rinnenelemente gewesen. Da öffentliche Parkplätze vor großen Veranstaltungsstätten besonders häufig von Fahrzeugen überfahren würden, sei entsprechend ein monolithisches, stark belastbares System gewählt worden.

Die Dimensionierung der Linienentwässerung sei mit Hilfe der örtlichen Regenspende (R52 nach Kostra DWD 2010) und der Größe der zu entwässernden Fläche ermittelt worden. Die Nennweiten von 200 mm bzw. 100 mm und die Schlitzweite von 15 mm bzw. 8 mm würden eine schnelle und sichere Entwässerung ermöglichen, so der Hersteller. Die Forderung der Planer nach einem Entwässerungssystem ohne Rost sei durch die Aco Drain Monoblock PD 200 erfüllt worden. Sie sei aufgrund ihrer monolithischen Bauweise gut geeignet für Bereiche mit hohen dynamischen Belastungen. Die aus einem Guss gefertigten Elemente, also Rinne und Abdeckung in einem, hätten keine losen Teile oder Klebefugen. Durch die monolithische Konstruktion bleibe der Monoblock bei Belastungen in den Belastungsklassen bis D 400 nach DIN EN 1433 standfest.

Ausschlaggebend für den Einsatz des Rinnensystems war neben der Widerstandsfähigkeit auch die Bauweise der Rinnenelemente.

Ein Kennzeichen der Monoblock Rinnen sei außerdem der V-Querschnitt, der Vorteile bei der Hydraulik und Selbstreinigung der Rinne biete. In Kombination mit den glatten Innenoberflächen des Aco Polymerbetons erhöhe der V-Querschnitt im unteren, engeren Teil schon bei geringen Abflussmengen die Fließgeschwindigkeiten deutlich. Der Selbstreinigungseffekt sei damit optimiert. Ein weiterer Vorteil: Der Werkstoff Polymerbeton sei ohne zusätzliche Beschichtung flüssigkeitsdicht, resistent gegen aggressive Medien sowie beständig gegen Frost und Tausalz.

Die kompakte Bauweise der 1 m langen Polymerbeton-Rinnenelemente ermögliche eine hohe Verlegeleistung ohne großen Personal- und Maschinenaufwand. Basierend auf den hohen Materialfestigkeiten seien die Konstruktionsgewichte bei den Monoblocksystemen deutlich geringer als bei vergleichbaren Betonprodukten. Dies reduziere die Kosten bei Transport und Einbau

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