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Pflasterfuge erfüllt doppelte Funktion

Schule setzt auf Einstein-Fugentechnik

Auch an die Belastungsfähigkeit des neuen Schulhofes haben die Planenden gedacht: Die verwendeten Pflastersysteme sind mit einer integrierten Verschiebesicherung der Einstein-Fugentechnik ausgestattet.

Hamburg (ABZ). – Als die Stadtteilschule in Hamburg-Stellingen vor großen Baumaßnahmen stand, sollten besonders die Außenflächen umgestaltet werden. Um dies umzusetzen, entschieden sich die Verantwortlichen für Pflaster- und Fugentechnik von Einstein.

Es galt, ökologisch und sozial konstante sowie langlebige Freiraumstrukturen zu schaffen. Im Zuge des Stellinger Großprojektes errichtete der städtische Bauherr SBH | Schulbau Hamburg ein neues Klassenhaus, das Raum für 21 Schulklassen und zusätzliche Koordinationsbüros bietet. Um die Außenflächen passend zu gestalten, sah der Entwurf der Planer "G2 Landschaft" die Schaffung einer "neuen Mitte" vor.

Hierzu wurde das leicht abschüssige Gelände durch zwei Ebenen verändert. Dies geschah mithilfe von Winkelstützwänden und Betonformteilen. Zudem ist auf dem Gelände eine Bühne mit Vorplatz entstanden.

An die neue etwa 2700 m² große Pflasterfläche stellten die Planenden spezielle Anforderungen. "Natürlich ist der Schulhof immer bestimmten Belastungen ausgesetzt", erläutert Garten- und Landschaftsarchitekt Andreas Arbesmann von Plan² aus Hamburg.

"Neben Pkw rangieren auf der Fläche ebenso Lieferfahrzeuge und im Notfall auch die Feuerwehr. Daher war ein Pflasterbelag gesucht, der gewisse Belastungen aushält, ohne dass es zu Steinverschiebungen kommt", so der Fachmann. Zugleich sollten die neuen Flächen auch gestalterischen Ansprüchen genügen. "Die 'neue Mitte' sollte durch eine geeignete Flächenbefestigung eine erhöhte Aufenthaltsqualität bekommen. Neben angrenzenden Vegetationsflächen sind auch Bäume vorgesehen, die in Pflanzinseln integriert werden", teilt der Experte mit. Auch eine Hainbuchenhecke soll entstehen. Die Wahl fiel auf das Pflastersystem "Modula Plus" aus dem Hause Berding Beton. Der größte Teil der Flächen wurde mit dem Format 30 x 20 x 8 cm verlegt. "Ergänzt haben wir dieses Muster mit den Formaten 20 x 10, ein- bis vierreihig", sagt Arbesmann. "Durch einen raffinierten Wechsel der Steine konnten wir einen Läuferverband herstellen, der so der leicht geneigten Fläche ein lineares System gibt."

Entlang der Winkelstützwände an den Rändern des Schulhofes und nahe der Sitzmöglichkeiten an den Bauminseln entschieden sich die Planenden für das Pflastersystem "Ökoloit Plus" – ebenfalls vom Hersteller Berding Beton. "Wir schlagen hier zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens führt das Pflaster mit seinen 4 Zentimeter breiten Fugen Teile des Niederschlagswassers in die Vegetationsflächen, zweitens halten die Fugen Skater ab." Auch an die Belastungsfähigkeit der neuen Außenflächen mussten die Verantwortlichen denken. Da sei es ein großer Vorteil gewesen, dass beide Pflastersysteme mit einer integrierten Verschiebesicherung der Einstein-Fugentechnik ausgestattet sind.

Durch die D-Punkt-Fugentechnik dieser Systeme kommt es bei der Verlegung nur zu einer punktuellen, minimalen Berührung an den Steinunterkanten, erläutert der Hersteller. Anders als bei vielen anderen Verbundpflastern mit Abstandhalter- oder Verbundnockensystemen, bleibe deshalb der Anteil der Fläche, an dem sich die Steine berühren, sehr gering.

Eine Knirschverlegung werde durch dieses Vorgehen vermieden und die zur Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge werde stets eingehalten. Das wiederum sorge für eine optimale Kraftübertragung zwischen den Steinen. "Die Fuge kann so ihre Funktion als elastischer Puffer zwischen den Steinen zu 100 Prozent erfüllen", betont Arbesmann.

"Damit ist gewährleistet, dass Dreh- und Schubkräfte abgepuffert und gleichmäßig in die Tragschichten weitergeleitet werden." Die Bauarbeiten auf dem Hof der Stellinger Schule sind nun abgeschlossen. Der Bauherr SBH | Schulbau Hamburg ist laut eigener Aussage sehr zufrieden – Sitzeinfassungen und Stützwände sind immer noch wie neu.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Test.

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