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Planung und Anwendung

Sichtbeton aus der Rahmenschalung realisieren

Sichtbeton ist ein wichtiges Gestaltungsmittel in der modernen Architektur. Die Maximo-Rahmenschalung von Peri erlaubt es Unternehmensangaben zufolge, auch besondere Wandflächen mit einem effizienten Rahmenschalungssystem realisieren zu können. Das klar geordnete Fugen- und Ankerraster ermögliche die optisch ansprechende Gestaltung von Betonflächen mit sauberem Betonbild, ohne Abdrücke von nicht belegten Ankerstellen beziehungsweise Ausblutungen unverschlossener Ankerstellen.

Weißenhorn (ABZ). – Beton hat sich als gestaltgebende Oberfläche in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mehr zum bevorzugten Baustoff im anspruchsvollen Hoch- und Ingenieurbau entwickelt. Im Zusammenspiel mit entsprechenden Schalungssystemen und Schalungsplatten lässt sich der Ortbeton nahezu beliebig formen und seine Oberfläche in allen Sichtbetonklassen gestalten.

Bauherren, Architekten und Bauunternehmer, die eine Oberfläche aus Sichtbeton herstellen wollen, müssen eine Vielzahl von Rahmenbedingungen erfüllen. Da die ästhetische Bewertung einer Betonoberfläche nicht klar über eine Norm geregelt wird – die DIN 18217 "Betonoberflächen und Schalhaut" beschränkt sich auf die konstruktive Qualität – ist das Merkblatt "Sichtbeton" des Deutschen Beton- und Bautechnikvereins (DBV) und des Bundesverbandes der deutschen Zementindustrie (BDZ) in der aktuellen Version von 2015 zu Rate zu ziehen. Es beschreibt die material- und bautechnischen Anforderungen an die Sichtbetonoberfläche, die Schalung, Textur, Ebenheit und die Farbtongleichmäßigkeit. Durch die Einteilung in vier Sichtbetonklassen mit ihren definierten Merkmalen sind alle notwendigen Einflussgrößen aufgelistet, die für eine übereinstimmende Beschreibung der geplanten Sichtbetonqualität nötig und in der Ausschreibung in jedem Einzelfall ausdrücklich und schriftlich zu vereinbaren sind – und zwar mit allen Baubeteiligten.

Als wichtigste Einflussgrößen werden Textur, Porigkeit und Farbtongleichmäßigkeit sowie Ebenheit (DIN 18202), Schalhautklassen, Arbeitsfugen, Betonrezeptur, und Trennmittel genannt. Besonders wichtig ist es, dass alle eingesetzten Schalelemente den gleichen Gebrauchszustand haben sollten, um ein gleichmäßiges Sichtbetonbild zu erhalten (gegebenenfalls neue Platten künstlich altern). Ebenfalls entscheidend sind die Unterschiede zwischen saugender und nicht saugender Schalhaut sowie die abschließende Beurteilung des Gesamteindrucks einer Sichtbetonfläche vor Berücksichtigung der Einzelkriterien, dabei kommt es auch auf den Betrachtungsabstand und den Schalungsmusterplan an.

Wie auch immer die einzelnen Kriterien von den Projektbeteiligten bewertet werden, letztendlich kommen alle Komponenten in der Schalung zusammen. Im modernen Betonbau werden Systemschalungen eingesetzt beziehungsweise Schalungen, die überwiegend aus Systemteilen bestehen. Konventionelle Schalungen und Sonderkonstruktionen haben eine nachrangige Bedeutung und finden nur bei speziellen Schalungsaufgaben Einsatz. Die meisten Systeme werden nach ihren wesentlichen Konstruktionsunterschieden eingeteilt in Rahmen- oder Trägerschalung. Diese beiden Kategorien gliedern sich wiederum nach ihrer Anwendung in Wand-, Decken- und Säulenschalung.

Das geordnete Fugen- und Ankerraster der Maximo sorgt für eine optisch ansprechende Gestaltung der Betonober?ächen.

Beim Einsatz von Schalungssystemen für Sichtbetonflächen ist die Qualität der Schalung zu beachten. Für große Wandoberflächen im Hochbau mit repräsentativem Charakter bieten sich häufig auch Rahmenschalungen an. Sie werden vorrangig zum Vermieten vorgehalten und sind für die Sichtbetonklassen SB 1 und SB 2 geeignet. Auch wenn sich die Sichtbetonklassen SB 3 und SB 4 mit Miet-Rahmenschalungen in der Regel nur bedingt erreichen lasse, biete sich in vielen Fällen die Peri Maximo an, so das Unternehmen.

Das variable Elemente-Raster der Maximo erlaube eine definierte Anordnung der einzelnen Schalelemente und ergebe ein gleichmäßiges Fugenbild. So ließe sich die sichtbar bleibenden Betonoberflächen optisch ansprechend gestalten. Das Ankersystem ist konisch aufgebaut und kommt laut Hersteller ohne Distanzrohre beziehungsweise Konen aus. Das gleichmäßige Raster der durchweg in der Elementmitte positionierten Ankerstellen schafft eine klare ästhetische Oberflächengestaltung. Die Anzahl der benötigten Anker wird im Vergleich zu Schalungssystemen mit beidseitiger Ankertechnik um bis zu 40 % reduziert. Jedes Ankerloch wird belegt, Randanker sind nicht erforderlich.

Mit der Maximo-Rahmenschalung lassen sich sichtbar bleibende Betonflächen wirtschaftlich realisieren. Dazu bietet Peri verschiedene Elementkombinationen an, die so genannten MX-Raster. Sie erlauben Planern und ausführenden Bauunternehmen, die Wandflächen mit unterschiedlichen Fugen- und Ankerausbildungen auszuführen, um ein Höchstmaß an ästhetischer Wirkung bei gleichzeitig hoher Güte zu erreichen. Darüber hinaus stehen unterschiedliche Schalungsplattenbelegungen zur Verfügung. Im Zusammenspiel mit der 21 mm starken, werkseitig vorgesehenen Trägerplatte der Maximo-Struktur lassen sich zum Beispiel spezielle Oberflächen in hochwertigem Sichtbeton realisieren.

Die Maximo-Rahmenschalung verfügt über ein umfangreiches Leistungsspektrum einschließlich Bühnen und Ergänzungen. Sie gilt laut Peri bei Systemschalungen als der Pionier der einseitigen Ankertechnik und könne komplett von einer Seite bedient werden. Maximo ist stehend oder liegend einsetzbar und wird schwerpunktmäßig im Hoch- beziehungsweise Industriebau verwendet.

Die Rahmenschalung, aber auch andere Schalungsvarianten, sind alleine nicht ausschlaggebend für die Qualität des Sichtbetonergebnisses. Neben den passenden Betonrezepturen und Verarbeitungsbedingungen kommt es auf die gute Zusammenarbeit der Projektbeteiligten an. Die beste Lösung für ein gutes Ergebnis ist die Bildung eines Sichtbeton-Teams – zu dem immer auch die Hersteller des Ortbetons und der Schalungs- und Gerüsttechnik gehören.

Der wichtigste Schritt liegt am Anfang des Projektes – die Klärung der bautechnisch ausführbaren Oberflächenqualität. Ideal dafür sind Erprobungsflächen, die in der Dimension, im Material und in der Verarbeitung dem geplanten Bauwerk entsprechen. Mit ihrer Hilfe können die gestalterischen Zielsetzungen mit den bautechnischen Möglichkeiten als prüfbare Referenzwerte abgeglichen und verbindlich festgeschrieben werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt fänden Bauunternehmen in Peri einen Partner, der neben einer führenden Schalungs- und Gerüsttechnik ein umfassendes Engineering- und Erfahrungswissen aus zahlreichen internationalen Sichtbetonprojekten bereitstellen kann, so das Unternehmen. Darüber hinaus biete man auch Sichtbetonseminare für Bauleiter, Poliere, Vorarbeiter sowie Mitarbeiter aus dem Betonbau, Planer und Architekten an. Themen sind die zahlreichen Einflussfaktoren, die auf ein Sichtbetonbauwerk einwirken, wie die richtige Planung und Ausführung, moderne Schalungstechnik und die technischen Möglichkeiten der Schalhaut auf das gewünschte Sichtbetonergebnis. Im Fokus der Seminare stehen neben der Vermittlung des technischen Know-hows auch Methoden für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bei Sichtbetonprojekten.

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