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Pottasche-Produktion

Deichertüchtigung in Jordanien vorgenommen

Für die Arbeiten in Jordanien kommen zwei Bauer-Fräsen – eine BC 40 und eine BC 30 – sowie ein Greifer zum Einsatz.

Amman/Jordanien (ABZ). – Mit dem Begriff "Pottasche" werden bis heute umgangssprachlich verschiedene Salze bezeichnet, die das Element Kalium enthalten. Kalium ist das siebthäufigste Element der Erde und kommt v. a. in schweren Böden und Meerwasser vor. Der Name "Pottasche" stammt dabei von der alten Methode, Kaliumsalze durch das Auswaschen von Holzasche mithilfe von Wasser und das anschließende Eindampfen in Töpfen – umgangssprachlich "Pötten" – zu gewinnen. Als eine der drei Hauptkomponenten von Düngemitteln erhöht Kalium die Ernteerträge und verbessert die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen. So werden rd. 90 % der weltweiten Produktion an Kaliumsalzen für Düngemittel verwendet.

In vielen Regionen der Welt werden Kaliumsalze aus großen unterirdischen Vorkommen gewonnen, die ihren Ursprung in ausgetrockneten Urmeeren haben. Aber auch das Tote Meer ist reich an Kaliumsalz. Die Arab Potash Company in Jordanien nutzt dieses natürliche Vorkommen als Basis für die Produktion von Pottasche.

Zu diesem Zweck wird Salzwasser aus dem Toten Meer in große Erdbecken gepumpt, in denen mithilfe von Verdunstung Pottasche entsteht. Um das Durchsickern des Salzwassers an einem der Hauptdeiche zu begrenzen, wurde die Bauer International FZE, Tochterunternehmen der Bauer Spezialtiefbau GmbH, mit der Ausführung von 112 000 m² angrenzender Dichtwand mit eingestellter Spundwand auf einer Länge von 4,2 km beauftragt. Die Dichtwand mit einer Breite von 600 mm wird dabei zwischen 18 und 30 m tief eingebracht. Auftraggeber ist die Arab Potash Company Jordanien, als Bauüberwacher fungiert die Royal Haskoning DHV, Niederlande.

Eine besondere Herausforderung stellt dabei der Untergrund dar: "Aufgrund der besonderen Lage direkt am Toten Meer besteht der Boden größtenteils aus Salz, und auch das anstehende Grundwasser ist vollständig mit Salz gesättigt", so Hassan Farhat, Projektleiter bei Bauer International FZE.

Für die Arbeiten kommen zwei Bauer-Fräsen – eine BC 40 und eine BC 30 – sowie ein Greifer zum Einsatz. Zudem müssen insgesamt 790 000 m³ Erdreich zur Deichverbreiterung bewegt werden. Die Arbeiten sollen 20 Monate dauern und werden voraussichtlich im August 2020 abgeschlossen.

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