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Präzise Brückenschalung

Dreidimensional geplant und effizient realisiert

Über Nacht wurde in Nürnberg eine neue Brücke über die Autobahn eingesetzt. Die Fahrbahn wurde auf dem Tragwerk der Brücke betoniert und später mittels selbstfahrender Schwerlasttransporter auf den Widerlagern aufgesetzt. Fahrbahn und Widerlager wurden mit Schalungssystemen von Meva realisiert.

Nürnberg (ABZ). – Wenn über Nacht eine neue Brücke über die Autobahn führen soll, ist einiges an Planung und Vorbereitung erforderlich. Im Westen Nürnbergs hat sich die GLS Bau und Montage GmbH dieser Herausforderung angenommen. Hier entsteht eine neue Feldwegbrücke. Fahrbahn und Widerlager wurden mit Schalungssystemen von Meva realisiert.

Um den Verkehr auf der Autobahn 9 möglichst wenig zu beeinflussen, wurde die Straße für eine Nacht vollständig gesperrt. In nur wenigen Stunden wurde die Fahrbahn der Brücke eingesetzt und überspannte die Autobahn. Die Widerlager und die Fahrbahn entstanden getrennt voneinander. "Damit am Ende alles perfekt zusammenpasst, war Genauigkeit besonders wichtig", sagte Polier Erik Rittberger vor der Zusammenführung beider Bauteile. Daher planten die Ingenieure von Meva im dreidimensionalen Raum. Die detaillierten 3D-Pläne hätten ein besseres Verständnis für den Aufbau und die einzelnen Abläufe auf der Baustelle geschaffen, sagt Bauleiter Florian Brandstätter: "Mit dem bereitgestellten 3D-Modell konnten wir die Ansicht nach Belieben drehen. Die Kollegen und auch unser Auftraggeber konnten sich so ein noch besseres Bild von den Arbeiten machen."

Östlich und westlich der A 9 wurden rund 7 m hohe Widerlager erstellt. Die Flügelwände der U-förmigen Stahlbetonkonstruktion führen schräg eine kleine Böschung hinauf. Um die Geometrie der Wände effizient und mit möglichst wenig Materialaufwand zu realisieren, wurde mit dem modularen Traggerüst MEP ein Tisch konstruiert. Darauf konnte ein Teil der Wandschalung aufgestellt werden, sodass sich die Gesamthöhe zur Betonage reduzierte.

Die Schalung konnte durch die detaillierte 3 D-Planung von Meva leichter aufgebaut werden.

Während die Flügelwände vertikal ausgerichtet sind, neigt sich die Stirnseite leicht in Richtung des Hangs. Aufgrund der Neigung entsteht ein Winkel, der größer als 90° ist und Auftriebskräfte am Boden begünstigt. Am unteren Ende der Wandschalung wurden Querausrichter eingesetzt. Diese sind im Fundament verankert und liegen am Rahmen der Schalung auf. Somit ist die Schalung am Boden fixiert und kann nicht aufschwimmen.

Die Widerlager sollten die typische Maserung einer Brettschalung aufweisen. Daher wurde die Industrieschalung "Mammut 350" mit Nut-Feder-Brettern aufgedoppelt. Mit dem Einsatz der "Mammut 350" konnte das Bauunternehmen die technischen Vorteile der Systemschalung nutzen. Die serienmäßige alkus-Vollkunststoff-Platte lässt sich nageln wie Holz. Die Bretter konnten ohne Probleme befestigt werden. Im Vergleich zu regulären Stößen ließ sich mit der Nut-Feder-Ausführung zudem die Größe der Fugen reduzieren.

Neben der Autobahn wurde die Fahrbahn der Brücke separat betoniert. Das Tragwerk aus vorgefertigten Stahlteilen wurde auf entsprechenden Gerüsten vormontiert. Über horizontale Stahlträger, die als Bauhilfsmittel dienten, wurde die Deckenschalung "MevaFlex" aufgebracht. Während die Brüstung des Tragwerks die Fläche nach außen begrenzte, konnten die Stirnseiten mit Elementen der Wandschalung "Mammut 350" abgeschalt werden.

Das rund 900 t schwere Tragwerk wird schließlich mit selbstfahrendem Schwerlasttransporter (SPMT) auf den Widerlagern aufgesetzt. "Damit bei diesem Schritt alles funktioniert, musste die Vorarbeit genau stimmen", sagt Bauleiter Florian Brandstätter. "Mit der guten Planung und den stabilen Systemen von Meva konnten wir sehr exakt arbeiten." Daher liefen auch die weiteren Schritte reibungslos.

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