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Praxisgerechte Mobilität

Mehr Maschinen-Leistung in der 40-Tonnen-Klasse abrufbar

Voller Durchsatz: Alle Materialführungen und Übergaben auf dem Jawmax 450 sind exakt auf die hohe Brechleistung des neuen Backenbrechers STE 110-70 ausgelegt.

Oberweis/Österreich (ABZ). – "Jedes Jahr eine neue Maschine!" – das ist der ambitionierte Anspruch des traditionsreichen österreichischen Herstellers SBM Mineral Processing in der Weiterentwicklung seines Angebots an raupenmobilen Brechanlagen für die Gesteinsaufbereitung und Recycling-Anwendungen. Nach der Einführung des kompakten 27-Tonnen-Backenbrechers Jawmax 200 im vergangenen Herbst stellt SBM jetzt mit den Modellen Jawmax 400/450 und dem Prallbrecher Remax 450 gleich drei neue Modelle in der 40-Tonnen-Klasse vor.

Alle Maschinen setzen dabei ein weiteres Mal Maßstäbe in Sachen praxisgerechter Mobilität, qualitätsorientierter Anwendungsvielfalt und optimierter Produktivität. Auch mit der zunehmenden Popularität hochkompakter Mobilanlagen für das innerstädtische Recycling und immer leistungsfähigeren Großbrechern für den ortsmobilen Einsatz auf Recycling-Plätzen oder in Naturstein-Betrieben bleibt die 40-Tonnen-Klasse ein wichtiges Referenz-Segment in der mobilen Aufbereitung. Exakt abgestimmt auf geltende Transportbestimmungen und bestehende Fuhrpark-Ausrüstungen ermöglichen die Anlagen mit Einsatzgewichten von 35 bis 45 t schnelle und flexible Ortswechsel ohne große Zugeständnisse an Produktionsleistung oder aufwändige Sondergenehmigungen. "Tatsächlich lieferte der Markt in diesem Segment zuletzt nur wenig innovative Angebote, was uns auch die immer zahlreicher werdenden Anfragen von Bauunternehmen, Brech-Dienstleistern, kleinen bis mittleren Gewinnungsbetrieben und vor allem Vermietern zeigten," erklärt SBM-Vertriebsleiter Helmut Haider. "Neue Brecher-Konzepte mit produktions-steigernder Peripherie, alternative Antriebe, intelligente anwender-orientierte Steuerungen, all das passierte mehr oder weniger in den anderen Klassen – das 'Brot-und-Butter'-Segment der 40-Tonner blieb davon weitgehend unberührt."

Grund genug für SBM, intensiv an der Weiterentwicklung und Aufwertung der eigenen Mittelklasse zu arbeiten: Die neuen Jawmax 400/450 treten als echte Allrounder mit einem komplett neu entwickelten Backenbrecher an, dessen Effizienz und Produktivität durch ein aktives Vorsieb in der 450er-Version weiter optimiert wird. Auch das bewährte 40-Tonnen-Modell der Remax-Prallbrecher ist jetzt mit aktiver Doppeldeck-Vorabsiebung erhältlich, was den Wirkungsgrad, die Produktivität und Wirtschaftlichkeit des "1300ers" Remax 450 Herstellerangaben zufolge nochmals deutlich steigert. Alle neuen Anlagen besitzen SBM-typisch einen diesel-elektrischen Antrieb mit vollelektrischer Netzoption und verfügen über hochmoderne Steuerungen mit neuer bedienerfreundlicher Funkfernsteuerung und Anbindung an das app-basierte SBM-Anlagenmanagement "Crush Control".

SBM präsentiert seinen neuen raupenmobilen 40-Tonnen-Backenbrecher in zwei Versionen: als Jawmax 450 mit aktivem Zweideck-Vorsieb (Transportgewicht: 39,2 t (inklusive Optionen) und als Jawmax 400 (36,5 t) mit konventioneller Aufgaberostrinne mit zwei Decks – zum Beispiel für den überwiegenden Einsatz als Vorbrecher. Beide Anlagen liegen trotz großzügig bemessenem Sieben-Kubikmeter-Bunker innerhalb der kritischen Transportabmessungen, was beim Jawmax 450 (LxBxH: 14,71 m x 2,88 m x 3,6 m) bedienerfreundlich durch hydraulisch klappbare Bunkerwände gelöst wurde.

Identisch auch das diesel-elektrische/vollelektrische SBM-Antriebskonzept: Ein verbrauchsoptimierter 6,7-Liter-Cummins-Diesel (170 kW bei 1500 U/min) nach Abgasstufe EU-V liefert die Kraft für den 200-kVa-Aufbaugenerator, der wiederum die nahezu komplett elektrischen Einzelantriebe auf der Maschine versorgt. Lediglich Hubzylinder und Fahrantrieb hängen noch an der elektrisch betriebenen Arbeitshydraulik, was sowohl leckage-kritische Leitungsführungen als auch die notwendigen Ölmengen auf der Anlage deutlich reduziert. Durch den optionalen Netzanschluss kann die Anlage bei voller Funktionalität auch kostengünstig und umweltfreundlich über das Stromnetz betrieben werden. Laut SBM lassen sich damit bei den direkten Energiekosten bis zu 60 % gegenüber vergleichbaren diesel-hydraulischen Anlagen einsparen.

Herzstück und dank der gewichtssparenden, vibrationshemmenden Integration des Brechergehäuses in die Rahmenstruktur sogar tragendes Element der aktuellen Jawmax-400er-Baureihe ist der neue Einschwingen-Backenbrecher STE 110-70 von SBM. Speziell für den Mobileinsatz konzipiert, besitzt der 14 235 kg schwere Brecher eine Einlauföffnung von 1100 mm x 700 mm.

Das Zweideck-Kreisschwinger-Vorsieb separiert wahlweise bereits bei der Aufgabe die Fraktionen 0 bis 25/0 bis 63 mm und steigert damit die Gesamtleistung des Backenbrechers.

Bei einer Nenngröße von 0 bis 700 mm erlaubt er maximale Aufgabegrößen von 1000 x 600 x 600 mm, was Maschinisten im Bagger oder Lader gerade in der hochfrequenten Beschickung von Recycling-Material deutlich entlastet. Die Brechbacken bestehen aus hochlegiertem Manganguss und sind um 180 ° drehbar. Dies verdoppelt ihre Lebensdauer und trägt ebenso wie die zweiteilig ausgelegten Seitenkeile in HB400-Qualität zu niedrigen Verschleißkosten bei. Eine Umlenkplatte unter dem Brecherauslauf leitet das Brechgut in Laufrichtung auf das 1000-Millimeter-Austragsband, was Schäden etwa durch Bewehrungseisen an dem hochwertig armierten Gurt zuverlässig vorbeugt.

Ausgelegt auf hohe 400 MPa-Druckfestigkeit (zum Beispiel Naturstein, Schlacke) bietet der STE 110-70 einen großen Hub (34 mm) für hohe Durchsatzleistungen und eine Brechspalteinstellung von 40 bis 160 mm, die im Betrieb jederzeit unter Last vom Bediener nachjustiert werden kann. Die mechanisch-hydraulische Spaltverstellung durch das spezifische SBM-Keilsystem übernimmt auch die optional verfügbare Überlastsicherung: Dehnmessstreifen am Brechergehäuse erfassen kontinuierlich die Druckbelastung – gelangt "Unbrechbares" (Holz, Metall, etc.) zwischen die Backen, öffnet der Brechspalt bis zum Maximum von 280 mm, lässt den Fremdkörper passieren und stellt sich automatisch auf das Ursprungsmaß zurück. Löst sich die Blockade nicht, stoppt der Motor und ermöglicht dem Bediener die manuelle Störungsbehebung – unter anderem durch einfache Umkehr der Brecher-Laufrichtung auch unter Last.

Angetrieben wird der STE 110-70 über Keilriemen durch einen 110-Kilowatt-Elektromotor mit hohem Anlaufmoment. Dieses bei SBM seit Jahrzehnten bewährte Antriebsprinzip "puffert" nicht nur zuverlässig Brecher-Lastspitzen und sorgt damit für gleichmäßige, verbrauchsgünstige Drehzahlen im Dieselbetrieb (1500 U/min). Das System ermöglicht auch die vierstufige Anpassung der Brecher-Drehzahl zur Optimierung des Brechergebnisses (290 bis 320 U/min.) und optional den Rückwärtslauf des Backenbrechers, der zum Beispiel beim Brechen von Asphalt oder anderem bindigen Material Vorteile bringt. Ebenso verringert der elektrische Brecherantrieb erheblich den Wartungsaufwand und lässt sich einfach in die intelligente Maschinensteuerung SBM Crush Control integrieren.

Das gilt auch für das neue aktive Zweideck-Vorsieb (2 x 2 m²) im Jawmax 450, dessen Stangenrost-Oberdeck im Sieben-Kubikmeter-Aufgabebunker unmittelbar an die stufenlos regulierbare Förderrinne anschließt. Als effizienter Kreisschwinger ausgeführt, entzerrt die Siebeinheit das Aufgabegut sehr wirkungsvoll, separiert Feinanteile und Verunreinigungen oder trägt bei hochwertigem Ausgangsmaterial über die 25-Millimeter-Standardmasche beziehungsweise optional wählbare Beläge im Unterdeck eine erste qualifizierte Endkörnung aus. Die Dreiwege-Klappe am Siebauslauf ermöglicht dabei die selektive Behandlung des Siebguts: Je nach Verunreinigung/Qualität lassen sich beide Fraktionen komplett oder separat über das seitliche Feinanteil-Band austragen bzw. als wertiger Brecher-Bypass dem Materialstrom auf dem Hauptaustragsband zuführen.

Die aktive Vorabsiebung senkt deutlich den Verschleiß im Brecher und kann den Gesamtdurchsatz um bis zu 25 % erhöhen, was beim Jawmax 450 ein Plus von rund 50 t/h auf eine maximale Stundenleistung von rund 450 t ausmacht (vgl. Jawmax 400 ohne Vorsieb: 400 t/h). Der große beidseitig beschickbare Aufgeber sowie hohe Haldenkapazitäten am Feinaustrag (Abwurfhöhe: 2,8 m/ca. 45 m³ und Brecherabzugsband (4 m/ca. 100 m³) ermöglichen eine kontinuierliche Produktion auch im Einmann-Betrieb.

Wie alle aktuellen SBM-Modelle ist auch der neue Jawmax 450 auf hohe Bedienungs- und Wartungsfreundlichkeit ausgelegt. Das beginnt bei kurzen Ein-Mann-Rüstzeiten nach Verlassen dies Tiefbetts oder Abkoppeln des optionalen Dolly-Fahrwerks. Alle Anlagenkomponenten, wie Bunkerwände oder Förderbänder verbleiben beim Transport an der Maschine und lassen sich hydraulisch und werkzeuglos in die Arbeitsposition bringen (Zeitbedarf: in etwa zehn Minuten).

Im Sieben-Kubikmeter-Aufgabebunker des Jawmax 450 schließt das Stangenrost-Oberdeck des unabhängigen Vorsiebs direkt an den Vibrationsaufgeber an und entzerrt wirkungsvoll das Aufgabematerial.

Unterstützt wird der Maschinist dabei von Rüst- und Startroutinen der Anlagensteuerung SBM Crush Control, die über einen großen Zehn-Zoll-Touchscreen auch alle wichtigen Lade- und Betriebszustände meldet. Das System kommuniziert dabei über intuitiv erfassbare Symbole – zusätzlich bietet SBM noch unterschiedliche Betriebsmodi für den Basisbetrieb beziehungsweise fortgeschrittene Anwender, die etwa Mietkunden den Umgang mit der Anlage weiter vereinfachen sollen. Der Anlagenbetrieb erfolgt vollautomatisch über die integrierte SPS-Steuerung, die den Lastzustand aller Aggregate und weiterer Sensoren (zum Beispiel optionaler Füllstands-Radar am Brechereinlauf) überwacht und die Produktion entlang voreingestellter Parameter steuert. Alle Anlagenzustände oder die von optionalen Bandwaagen erfassten Produktionsmengen lassen sich über eine Web-basierte App auch fernabfragen bzw. zur Dokumentation oder Wartungsplanung in andere Anwendungen übertragen.

Echte Maßstäbe setzt SBM wiederum mit der neuen serienmäßigen Funk-Fernbedienung, die dem Maschinisten in der Baggerkabine volle Kontrolle über die Anlage verschafft. Über insgesamt zehn Funktionen lassen sich nicht nur die Fahrbewegungen des robusten Raupenfahrwerks proportional steuern (auch im Brecherbetrieb), die Produktion über die Aufgebergeschwindigkeit beziehungsweise Spaltverstellung beeinflussen, sondern auch die Höhe beziehungsweise Wirkkraft des Magnetaustrags korrigieren oder die Staubniederschlagung aktivieren.

Große Wartungsklappen bieten freien Zugang zu den gut staubgeschützten Antriebsaggregaten, Elektrik- und Steuerungskomponenten, was Wartungsarbeiten erleichtert und die Störungsbehebung einfach und sicher macht. So lässt sich zum Beispiel das Brecherabzugsband hydraulisch um etwa 500 mm absenken und legt damit die Auslaufzone des Brechers frei.

Die neue aktive Vorabsiebung verhilft jetzt auch dem bewährten raupenmobilen SBM-Prallbrecher Remax 400 zu einem weiteren Produktivitätssprung. Die in der Basis-Version rund 42 bis 47 t schwere Maschine wurde 2018 vorgestellt und zählt seitdem mit ihrem 1240 x 800 mm großen Prallbrecher zu einer der leistungsstärksten Anlagen im Segment von 40 bis 50 t Einsatzgewicht.

Die jetzt als Remax 450 präsentierte Version mit Vorabsiebung wurde parallel zu den neuen Jawmax 40-Tonnern entwickelt. Maßgebliche Veränderungen betreffen dabei insbesondere den hinteren Rahmenbereich, der jetzt statt einer Rostrinne auch einen hydraulisch klappbaren Acht-Kubikmeter-Aufgabebunker mit Vibrationsaufgeber und unabhängigem Vorsieb erhielt. Bis auf die Breite und die Standard-Ausrüstung des Stangenrost-Oberdecks (15/35 mm) ist das Kreisschwinger-Sieb in der Ausführung identisch zum Jawmax 450. Dies gilt auch für die innovative dreistufige Feinaustrag/Bypass-Klappe, die das Bypass-Material allerdings auf die 1300-Millimeter-Abzugsrinne unter dem Prallbrecher leitet. Dank Vorabsiebung steigt auch die Nennleistung des Prallbrechers um etwa 50 t/h auf jetzt 450 t/h. Als äußerst vielseitig einsetzbare Anlage im Rohstoff- und Recyclingbereich akzeptiert die Remax 450 Aufgabestückgrößen bis 800 mm und liefert Endkörnungen in den Bereichen von 0 bis 90 bis 0 bis 22 mm. Auch die in der Basisversion jetzt rund 43,5 t schwere Anlage besitzt einen integrierten diesel-elektrischen Antrieb mit 260-Kilowatt-Dieselmotor (EU V), einem leistungsstarken 300 kVa-Generator und optionalem Netzbetrieb aller Anlagenfunktionen. Zahlreiche verfügbare Optionen wie zum Beispiel die absetzbare Eindeck-Nachsiebeinheit mit schwenkbarem Rückführ-/Austragsband, Windsichter, hydraulisch einstellbarer Magnetabscheider lassen das Transportgewicht auf gut 49 t anwachsen, wobei die kompakten Transportabmessungen inkl. Aufbauoptionen (LxBxH: 17,5 x 3 x 3,6 m) auch hier den unkomplizierten "One-Piece"-Transport per Tiefbett oder Dreiachs-Dolly ermöglichen.

"Mit den neuen Jawmax- und Remax-Modellen haben wir unser Angebot einmal mehr um innovative und absolut marktgerechte Produkte erweitert," unterstreicht SBM- Vertriebsleiter Helmut Haider bei der offiziellen Präsentation der Maschinen Anfang Mai im SBM-Werk Liezen.

"Uns erreichten bereits erste konkrete Kundenanfragen – ein Umstand, den wir vor allem auf das große Vertrauen in unseren eigenen Qualitätsanspruch und die grundlegenden Konzepte hinter unserer Anlagenentwicklung zurückführen", so Haider.

Dabei zähle Nachhaltigkeit nicht nur in den Kundenbeziehungen: "Wir stellen sehr hohe Ansprüche an die langfristige Verfügbarkeit unserer Produkte, das sieht der Kunde nicht nur in der hochwertigen Verarbeitung. Wir wollen auch, dass die Betreiber unsere Technik immer und überall einsetzten können – und hier kommt unser nach wie vor führendes dieselelektrisches/vollelektrisches Antriebskonzept ins Spiel." Ob es sich jetzt nun um den emissionsfreien Betrieb auf innerstädtischen Baustellen, minimierte Leckage-Risken in Wasserschutzgebieten oder generell um Einsparungen fossiler Brennstoffe handle, "wir und damit unsere Kunden sind dem Wettbewerb oft noch den entscheidenden Schritt voraus!", so Helmut Haider mit Blick auf die derzeit zunehmende "Hybridisierung" im Bereich mobiler Aufbereitungsanlagen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 22/2021.

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