Praxistage der Ziegelindustrie

Die Zukunft des Ziegels gestalten

Berlin (ABZ). – Die diesjährigen Professoren-Praxistage des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie (BVZi) hatten ihre Auftaktveranstaltung an der TU Berlin.
Ziegel
Die Referenten (v. l.): Prof. Dr. Toralf Burkert, Stefan Goeddertz, Prof. Ralf Pasel, Prof. Dr. Linda Hildbrand, Prof. Dr. Anupama Kundoo, Frank Arnold, Prof. Jan R. Krause, Tobias Nöfer und Attila Gerhäuser. Foto: BVZi/Claudius Pflug

Das vielseitige und anregende Tagungsprogramm spannte einen weiten Bogen von Praxisbeispielen des Ziegelbaus in Deutschland und Indien über Fragen zur Zukunft des Bauens hin zur Kreislauffähigkeit von Baumaterialien. Die Themen machten deutlich, welche Aufgaben derzeit die dringlichsten sind, denen sich die Akteure der Baubranche stellen müssen.

Wie können wir bezahlbar, zweckdienlich und ästhetisch den Anforderungen des kostengünstigen Wohnungsbaus begegnen?

So machte Frank Arnold, Geschäftsführer Arnold und Gladisch, deutlich: "Kostengünstiges Bauen lässt sich über drei Hebel realisieren: die Wahl des Baumaterials, die Flächenoptimierung und die Anpassung des Vergabeverfahrens." Bei der Frage, welche Bedeutung dem Ziegel als Naturprodukt im Konzept des kreislaufgerechten Bauens zukommt, verwies Attila Gerhäuser, Hauptgeschäftsführer, BVZi auf das existierende Ziegel-Recycling-Netzwerk, das zeigt, dass bereits Produktverantwortung übernommen wird und Ziegelrecycling in vielen Teilen Deutschlands schon etabliert ist. "Mit der Aufbereitung von Ziegelbruch können nicht nur Rohstoffe für die Produktion neuer Ziegel substituiert werden, sondern insbesondere auch Primärkörnungen eingespart und damit Ressourcen in vielen anderen Produktbereichen geschont werden", so Gerhäuser.

Mit gebündelter Expertise gaben die Referenten nicht nur kompetente Einblicke in aktuelle Forschung und Bauprojekte, sondern machten ebenso deutlich, dass in den letzten Jahren ein Umdenken im Bauen angeregt wurde und dass der Transformationsprozess nur gemeinsam und mit transparenter Kommunikation gemeistert werden kann.

Die komplexe Aufgabe des Nachhaltigen Bauens verlangt gleichermaßen von Planenden und von der Baustoffindustrie veränderte Planungsprozesse für die Zukunft.

Die Prämissen werden zum einen hauptsächlich auf der Transformierbarkeit von Gebäuden und zum anderen auf der Zirkularität von Baustoffen liegen. "Im Zentrum der zirkulären Gebäudeplanung steht die Anwendung von Planungsstrategien, welche den in Gebäuden gebundenen Materialien weiter Nutzungszyklen zuordnen, um deren größtmögliche Werterhaltung zu gewährleisten", so Prof. Linda Hildebrand.

"Ziegel ist immer eine Reise wert." Gemäß dieses freien Mottos eines Teilnehmenden wurden die beiden nächsten Tage mit einer Reise in das architektonische Berlin und sein Umland zu ausgewählten Projekten, die die Qualität von Ziegelbauweise zeigen, abgerundet.

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