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Prozess wegen Schwarzarbeit mit Schaden von über 50 Millionen Euro

Koblenz/Andernach (dpa). - Ein Prozess wegen Schwarzarbeit mit einem Schaden von mehr als 50 Mio. Euro für die Sozialkassen hat am Donnerstag vor dem Landgericht Koblenz begonnen. Das teilte eine Gerichtssprecherin mit. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 50-jährigen Andernacher Bauunternehmer vor, rund fünf Jahre lang seine Mitarbeiter nicht "vollumfänglich" bei den Sozialversicherungen angemeldet zu haben. Diesen seien damit vom Januar 2008 bis Dezember 2012 etwa 27 Mio. Euro an Arbeitgeberanteilen entgangen. Zugleich sei den Beschäftigten rund 26 Mio. Euro an Arbeitnehmeranteilen nicht von ihrem Lohn  abgezogen worden. Drei weitere Bauunternehmer im Alter von 32, 48 und 51 Jahren stehen wegen Beihilfe ebenfalls vor Gericht. Sie sollen die mutmaßlichen Lohnzahlungen in bar an Bauarbeiter mit Scheinrechnungen gedeckt haben. Für die Hauptverhandlung waren vorerst drei Verhandlungstage bis zum 31. Juli angesetzt. Der Prozess hatte laut der Gerichtssprecherin schon einmal 2018 begonnen, war aber wegen der Erkrankung einer Schöffin ausgesetzt worden. Die vier Angeklagten sitzen nicht in Untersuchungshaft.

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