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Prozess wegen Schwarzarbeit

Schaden von mehr als 50 Millionen wird verhandelt

Koblenz/Andernach (dpa). – Ein Prozess wegen Schwarzarbeit mit einem Schaden von mehr als 50 Mio. Euro für die Sozialkassen hat vor dem Landgericht Koblenz begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 50-jährigen Andernacher Bauunternehmer vor, rd. fünf Jahre lang seine Mitarbeiter nicht "vollumfänglich" bei den Sozialversicherungen angemeldet zu haben. Diesen seien damit vom Januar 2008 bis Dezember 2012 etwa 27 Mio. Euro an Arbeitgeberanteilen entgangen. Zugleich sei den Beschäftigten rd. 26 Mio. Euro an Arbeitnehmeranteilen nicht von ihrem Lohn abgezogen worden. Der Hauptangeklagte und zwei wegen Beihilfe mitangeklagte weitere Bauunternehmer gestanden laut der Gerichtssprecherin die Zahlung von 7,1 Mio. Euro Schwarzlöhne in bar. Dadurch seien 775 000 Euro Lohnsteuer und 4,4 Mio. Euro Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten worden. Wie es zu der Differenz mit den Summen in der Anklage kam, blieb vorerst unklar. Gegen die mitangeklagte Frau stellte die Kammer das Verfahren ein. Gegen die beiden Männer läuft der Prozess weiter.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 30/2019.

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