Anzeige

Quadratisch, energieeffizient, gut

Passivhaus im Bauhausstil umgesetzt

Die vom Ingenieurbüro Koza & Zimmermann umgesetzte Wohnidee glänzt auch mit einem günstigen Verhältnis von Hüllfläche (557 m²) zum Raumvolumen (789 m²). A/V-Verhältnis von 0,706.

Mülheim-Kärlich/Koblenz (ABZ). – In der Koblenzer Passivhaussiedlung auf dem Asterstein sicherte sich der Immobilienfachmann Markus Gerhartz zusammen mit seiner Frau eines der letzten begehrten Baugrundstücke. Mit dem Lageplan ihres Grundstücks und mit einer selbsterstellten konkreten Vorplanung machte sich das Ehepaar Gerhartz auf die Suche nach einem passenden Hausbaupartner.

Noch offen für alle Möglichkeiten ihr Eigenheim zu realisieren, besichtigte Familie Gerhartz dann auch verschiedene Musterhäuser in Mülheim-Kärlich.

"Als Immobilienfachmann mit eigenem Maklerbüro haben meine Frau und ich uns umfassend informiert und in den verschiedenen Medien belesen. Zusätzlich haben wir eigene Skizzen und Wohnvorstellungen entwickelt, um nicht unvorbereitet in Beratungsgespräche zu gehen. Doch unisono können wir im Nachhinein das Fazit ziehen, dass wir in den unterschiedlichsten Musterhäusern, in denen die Gespräche stattfanden, nie das Gefühl der objektiven Beratung hatten. Wir kamen uns vor, wie bei einem "Autoverkäufer" der uns eines seiner Modelle schmackhaft machen wollte, statt uns mit unseren Ideen und Vorstellungen ernst zu nehmen", sagt Markus Gerhartz.

Zwischenzeitlich lernte Gerhartz Senior Herrn Koza vom Ingenieurbüro Koza & Zimmermann bei einem gemeinsamen Besprechungstermin kennen. Er empfahl seinem Sohn, sich von diesem Ingenieurbüro bezüglich seines Bauvorhabens beraten zu lassen. "Im ersten Termin fühlten wir uns mit unserem Konzept der Wohnraumgestaltung verstanden und gut aufgehoben", so Markus Gerhartz. Die eigenen Pläne der Familie Gerhartz wurden auf Machbarkeit und Verbesserungspotenzial von Herrn Zimmermann überprüft und nach gemeinsamer Abstimmung mit den Bauherren bis zur Genehmigungsplanung ausgearbeitet. "Insgesamt waren wir so zufrieden, dass wir dem Ingenieurbüro unser Vertrauen ausgesprochen haben und die weiteren Leistungsphasen bis einschließlich Leistungsphase 8 beauftragt haben."

Um die strengen Auflagen der Stadt Koblenz für das Bauen in der Passivhaussiedlung zu erfüllen und der Zielsetzung des Auftraggebers umfänglich gerecht zu werden, wurde der Architekt Heinz Keul von der Keul Passivhaus GmbH mit der Konzeption der Passivhauskomponenten von den Bauherren beauftragt.

Das von Keul aufgestellte Konzept wurde nach Fertigstellung zur Überprüfung dem Passivhausprüfer der Stadt Koblenz, Richter von transformingenieure, vorgelegt. Konstruktiv beinhaltete das Konzept die Ausführung des Außenmauerwerks mit dem Bisomark 0,060 in der Wanddicke 49 cm. Einschließlich dem üblichen Putz nach DIN 4108-4:2017-03: innen 1,5 cm Gipsputz (= 0,51 W/mK), außen 2 cm Leichtputz (= 0,25 W/mK) wird der hervorragende U-Wert von 0,12 W/m²K erzielt.

Unter der tragenden Bodenplatte sind 25 cm Perimeterdämmung mit einer Wärmeleitfähigkeit von lD = 0,037 W/ mK eingeplant. Die Trittschall- und Wärmedämmung unter dem Estrich beträgt 12 cm. Fenster und Terrassentüranlage sind mit 3-fach-Verglasung und einer 6-Kammer-Profiltechnik mit einer Bautiefe von 83 mm eingeplant. Die Stahlbetondecke des Flachdaches ist mit 40 cm i. M. Wärmedämmung gegen das Außenklima geschützt. Das Konzept der Gebäudetechnik beinhaltet eine Wärmepumpe mit Innen- und Außenmodul, eine zentrale Lüftungsanlage mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad (93 %) und einem vorgeschalteten Erdregister sowie eine Photovoltaik-Anlage. Das schlüssige Gesamtkonzept fand auf Anhieb die Zustimmung der Passivhausprüfer.

Der monolithische Wandaufbau gewährleiste dank des hochwärmedämmenden Bisomark-Außenmauerwerks ganzjährigen Schutz gegen Klimaeinflüsse, ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen von innen oder außen. Und das ein Hausleben lang. Bedingt durch den massiven, monolithischen Wandaufbau müssten auch keine frühen und teuren Instandhaltungsmaßnahmen befürchtet werden, so Bisotherm. So spare Familie Gerhartz doppelt – beim Energiebedarf und somit auch bei den laufenden Bewirtschaftungskosten.

Ein großer Vorteil von Bisotherm und vor allem dem hier eingesetzten Bisomark sei, dass mit jedem Stein eine voll funktionsfähige Wandkonstruktion entstehe. Die Kerndämmung liegt geschützt in den Hohlkammern der Steine. Der Stein an sich besteht aus hochwertigem Leichtbeton, mit dem Zuschlagsstoff Naturbims.

Naturbims hat von Natur aus schon beste wärmedämmende, sprich klimaregulierende, Eigenschaften. Die bauphysikalischen und baubiologischen Eigenschaften werden lediglich mit dem integrierten Dämmstoff ergänzt, so dass damit auch Passivhäuser gebaut werden können, ohne eine zusätzliche Dämmschicht außen oder innen aufbringen zu müssen.

Bestandteil der Mauerwerkssysteme von Bisotherm ist immer ein speziell abgestimmter Mörtel. Beim Passivhaus der Familie Gerhartz wird passend zum Bisomark der Bisoplan-Dünnbettmörtel (DBM) von der Bauunternehmung Durwen verarbeitet.

Es ist ein spezieller Dünnbettmörtel, abgestimmt auf die wärmetechnischen Spitzenwerte der Bisotherm-Steine. Gemäß den bauaufsichtlichen Zulassungen sind Stein und Mörtel aufeinander abgestimmt und dürfen auch nur in Kombination eingesetzt werden, um alle bautechnischen und bauphysikalischen Eigenschaften vollumfänglich zu gewährleisten. Auch die hochwertige Bauausführung mit bewährten Baustoffen durch zuverlässige Bauhandwerker, ist dem Ehepaar Gerhartz außerordentlich wichtig. Gerhartz brachte es im Gespräch auf einen einfachen Punkt: "Ich wollte auch mal selbst einen Bilderhaken in der Wand befestigen oder auch mal ein Regal aufhängen können."

Mit den Rohbauarbeiten wurde Anfang Dezember 2017 begonnen und im Januar 2018 war der Rohbau für das Erdgeschoss weitestgehend fertiggestellt. Rainer Zimmermann schaut auf den Bauzeitenplan und stellt zufrieden fest: "Bis jetzt liegen wir gut im Zeitplan, sodass der Fertigstellung im August 2018 nichts im Wege steht." Dann ergänzt Zimmermann, "dass die ausführende Bauunternehmung, mit der schon etliche Bauvorhaben ausgeführt wurden, absolut verlässlich arbeitet und mit dem Mauerwerk von Bisotherm hervorragend zurechtkommt."

"Die Steinpakete kommen nach Vorplanung korrekt an der Baustelle an, die Steine sind maßhaltig und formgenau, sodass den Maurern die Arbeit leicht von der Hand geht", so Zimmermann weiter.

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=201&no_cache=1

Unbegrenzter Zugriff auf alle Online-Inhalte:

Lernen Sie ABZPLUS kennen

Als PLUS Abonnent genießen Sie unbegrenzten Zugriff auf das Online-Portal der Allgemeine Bauzeitung ABZ mit allen Artikeln der Print- und Onlineversion!

Optimiert für Desktop-PCs und als Mobilversion.

Jetzt mehr erfahren

ABZ ePaper
Anzeige

Weitere Artikel