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Radlader-Flotte

Sekundärrohstoffe immer im Fluss

Volvo CE, Bagger und Lader, Recycling

Beim Altholz, einer der mengenmäßig bedeutendsten Materialsorten, haben die L150H mit ihren Leichtgutschaufeln gut zu tun.

Nürnberg (ABZ). – Im Nürnberger Hafengelände zeigt die Durmin Entsorgung & Logistik GmbH, wie Abfall- und Kreislaufwirtschaft einträglich und umweltgerecht funktioniert. Eine Flotte von sieben ständig aktiven Volvo-Radladern hält die Sekundärrohstoffe immer im Fluss.

Für deren lückenlose Verfügbarkeit sorgt das nahegelegene Regionalzentrum der Robert Aebi GmbH. Die Grünen Engel – so nennen sich die Leute von der Durmin Entsorgung & Logistik GmbH in Nürnberg. Kaum jemand würde Entsorgung ausgerechnet mit der Farbe Grün verbinden, die allgemein für Umwelt und Ressourcen schonende Einstellungen und Verhaltensweisen steht. Aber genau das machen die Grünen Engel von Durmin. Sie nehmen Abfälle, Reststoffe und Sekundärrohstoffe aus der Region an oder bringen sie mit dem eigenen Containerdienst aufs Betriebsgelände im Nürnberger Hafen. Altholz und mineralisches Material, aber auch Schlacken und Schrott, Elektroschrott und Gewerbemüll, Altpapier und Kunststoffe werden hier sortiert, aufbereitet und unverzüglich zur Wiederverwendung weggebracht. Das hilft unnötige Transportwege zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und Energie zu sparen.

Volvo CE, Bagger und Lader, Recycling

Auf dem Display ihres Wägesystems können die Fahrer das Gewicht ihrer umgeschlagenen Materialien stets im Auge behalten.

Im rohstoffarmen Deutschland bilden Sekundärrohstoffe eine wichtige Quelle der Wertschöpfung. Bei Durmin in Nürnberg leben das die Grünen Engel mit einem einzigartig durchdachten Konzept vor. Deutlich wird das am Beispiel Altholz: Massenhaft Sperrmüll und Europaletten werden bei Durmin zerkleinert, zur Nürnberger Müllverbrennungsanlage befördert und dort zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Die entstehenden Schlacken kommen zur Aufbereitung wieder zu Durmin, metallische Anteile werden verkauft, mineralische Anteile auch im Straßenbau wiederverwendet.

Bei Durmin pflegt man eine Partnerschaft auf Augenhöhe mit den Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern. Ein wesentlicher Motor für betrieblichen Erfolg und Wachstum sind persönliches Engagement, flache Hierarchien und die Vernetzung der einzelnen Zentraleinheiten untereinander. Das 14 ha große Betriebsgelände von Durmin ist durchdrungen von einem dichten Geflecht aus Stoffströmen. Die größten davon bestehen aus Altholz und Baurestmassen. Angetrieben werden sie maßgeblich von einer sieben Maschinen starken Radlader-Flotte von Volvo. Nachdem früher beständig Radlader diverser Hersteller durchgetauscht wurden, entschied man sich mit dem Volvo-Handelspartner Robert Aebi, eine markenreine Flotte anzuschaffen. Die Wahl fiel auf den L150H. Seit September 2015 laufen auf dem Betriebsgelände von Durmin die sieben Volvo-Radlader mit ausgeschäumten Reifen und – je nach Umschlagmaterial – mit Standard oder Leichtgutschaufeln im Drei-Schicht-Betrieb. Eine achte steht als Ersatzmaschine ständig auf Standby und springt z. B. ein, wenn Servicearbeiten oder Reparaturen an einem der sieben anderen Radlader anstehen. Denn die Stoffströme im Nürnberger Hafen dürfen keinesfalls stoppen, für eine Lagerhaltung ist auf dem Gelände kein Platz – die Jahresleistung erreicht bis zu 900 000 t.

Welche Mengen die Volvo-Radlader dabei umschlagen, können ihre Fahrer und die Logistikexperten in der Verwaltung genau messen, denn sämtliche Radlader sind mit dem neuen dynamischen Onboard-Wägesystem von Volvo CE ausgerüstet. Ein einzigartiges Konzept haben der Einkaufsleiter Markus Rubsch von Durmin und Stefan Kirsch von der Robert Aebi GmbH für die Investition und Instandhaltung der Maschinen ersonnen. "Wir haben mit vielen Lieferanten gesprochen. Aber sich in unsere Bedürfnisse hineinzudenken – das hat nur Robert Aebi geschafft."

Die Servicetechniker vom nahegelegenen Robert Aebi Regionalzentrum Nürnberg können die Wartungsroutinen frei planen, mit Michael Hackenberg, dem Werkstattmeister bei Durmin, abstimmen und jederzeit ausführen – auch nachts oder samstags – und hierfür sogar die Infrastruktur ihres Kunden nutzen. Die Vernetzung von Durmin und Robert Aebi geht aber noch weiter: Sämtliche Radlader sind über das Flottenmanagement-System CareTrack von Volvo mit dem Nürnberger Regionalzentrum von Robert Aebi verbunden. Die Servicetechniker haben jederzeit Zugang zu wichtigen Maschinendaten wie Kraftstoffverbrauch, Stillstandzeiten und Wartungsterminen. "Sie können sogar online die Maschinensoftware verbessern und an ihre Verwendungsart anpassen", ergänzt Werkstattmeister Hackenberg, "dadurch wurde u.a. der Kraftstoffverbrauch beträchtlich verringert. Das können wir genau überprüfen, denn auch wir haben Zugang zu den Betriebsdaten der Radlader. In Verbindung mit den Radlader-Waagen können wir genau die Produktivität und Kraftstoffkosten pro Tonne ermitteln und durch Veränderungen der Betriebslogistik weiter verbessern."

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 41/2016.

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