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Räumliche Nähe zum Händler war entscheidend

Abbruchmaschinen-Flotte vergrößert

Einer der größten Aufträge 2019 war der Rückbau von 125 Wohnungen im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Das abzubrechende Volumen betrug 28 000 m³ umbauten Raum.

Breitscheid (ABZ). – Die Peter Hardt GmbH hat kürzlich einen neuen Cat-Bagger 330 der neuen Generation und einen Cat-Radlader 918M erworben.

Wie in vielen Branchen haben sich auch die Arbeiten im Abbruch und Rückbau in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Peter Hardt, der Gründer der Peter Hardt GmbH, begann vor rund 80 Jahren mit dem Kies- und Sandgeschäft. Das ist nur noch Nebensache. Heute gehört der Rückbau samt vorgeschalteter Entkernung und nachgelagertem Recycling plus Entsorgung sowie die Aufbereitung der Werkstoffe zu den Kernkompetenzen der Peter Hardt GmbH. Härtester Stahlbeton muss geknackt und gebrochen werden, während gleichzeitig denkmalgeschützte Fassaden stehen bleiben müssen. "Wir haben immer öfter mit Gebäuden aus den 70er und 80er Jahren zu tun, wenn wir Unterzüge wegnehmen, in denen richtig dicke Armierungen drinstecken", so Jürgen Hardt, Inhaber und Enkel des Firmengründers. Manchmal trennen Alt- und Neubau nur ein Zentimeter, aber unter keinen Umständen darf das neue Gebäude beim Rückbau Schaden nehmen. Auch dürfen die Bewohner durch den Hammer- und Schereneinsatz nicht stark gestört werden.

Mit 30 Mitarbeitern generiert das Unternehmen heute einen Umsatz in Höhe von 6 Millionen Euro pro Jahr. Dabei haben die Cat-Kettenbagger 324DLN, 325DLN, 329ELN und 330FLN quasi das Sagen auf den Baustellen. "Auch wenn der 30-Tonnen-Bagger schon 14 000 Betriebsstunden geleistet hat, steht er noch immer gut da und sieht tipptopp aus. Die Fuhrparkpflege wird bei uns großgeschrieben. Das hat mir schon mein Vater beigebracht. Denn diese trägt entscheidend zum Werterhalt bei", sagt Geschäftsführer Jürgen Hardt.

So wird nicht nur die Technik schonend behandelt, sondern es werden auch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen: Beispielsweise werden Scheren alle aufgepanzert. Kein Wunder also, dass nach wie vor Baumaschinen-Oldies ihre Daseinsberechtigung haben. Selbst einen Radlader 910 mit 80er-Baujahr möchte der Firmenchef für den Umschlag auf dem Lagerplatz am Firmensitz in Breitscheid im nördlichen Rheinland-Pfalz nicht missen – dieser muss den Brecher beschicken. Er ist nur ein Beispiel für nachhaltiges Arbeiten, um Ressourcen effizient einzusetzen. Das gilt genauso für die Aufbereitung der Wertstoffe aus den Abbruchprojekten, die in Containern sauber getrennt gelagert werden. 31 von ihnen sind im Umlauf, um beispielsweise die Abbruchmaterialien aufzunehmen.

Jürgen Hardt (2. v. l.), Enkel des Firmengründers und -inhaber, mit seiner Tochter Kira, Zeppelin-Niederlassungsleiter Stefan Lanio (l.) und Michael Assenmacher (r.) vom Zeppelin-Kundendienst vor einem Radlader 910 mit 80er-Baujahr.

Soeben erhielt der Maschinenpark Verstärkung, als der Vertrag für einen neuen Cat-Bagger 330 der neuen Generation und einen Cat-Radlader 918M bei Zeppelin-Niederlassungsleiter Stefan Lanio unter Dach und Fach gebracht wurde. Die Nähe zur Niederlassung Köln ist für den Unternehmer der entscheidende Grund, auf Cat-Baumaschinen zu setzen. Denn die Domstadt ist auch das wesentliche Zentrum der Geschäftsaktivitäten. Einer der größten Aufträge 2019 war dort der Rückbau von 125 Wohnungen im Stadtteil Ehrenfeld. Das abzubrechende Volumen betrug 28 000 m³ umbauten Raum. 15 000 t Recyclingmaterial wurden hergestellt und 4500 m³ Kies aus der Baugrube herausgeholt. "Wir haben dort gleich auch noch den Verbau samt Pfahlgründungen mitgemacht", erklärt der Firmeninhaber. Das sei für das Unternehmen nichts Ungewöhnliches, denn neben dem Erdbau gehört auch der Tiefbau zu den angebotenen Leistungen.

"Worin wir uns deutlich von anderen Anbietern unterscheiden: Bei uns bekommen Kunden einen Abbruch zu einem Pauschalpreisangebot, weil wir kostenbewusst arbeiten. Somit muss niemand mit bösen Überraschungen rechnen und Preissteigerungen oder Baukosten, die nachträglich explodieren und in der Branche leider gang und gäbe sind, gibt es mit uns nicht", definiert Jürgen Hardt eines der Alleinstellungsmerkmale. Ein weiteres sind die schlanken Strukturen. "Bei uns gibt es keinen Wasserkopf, den Kunden teuer bezahlen müssen, sondern wir setzen auf flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege. Im Büro haben wir gerade einmal zwei Mitarbeiter – der Rest der Mannschaft ist auf den Baustellen oder im Einsatz unserer Kunden unterwegs."

Neu im Maschinenpark ist ein Cat 330.

Seit 1992 führt Jürgen Hardt das Unternehmen. Seine Tochter Kira ist nacheiner Ausbildung zur Bankkauffrau in den Betrieb ihres Vaters eingestiegen. Damit ist jetzt die vierte Generation im Unternehmen tätig. Die langfristige Nachfolgeplanung ist somit angebahnt. So kann sie von seinen umfangreichen Kenntnissen profitieren. "Ich sehe sofort, welche Tagesleistung ein Bagger bringt", so seine Erfahrung. Er scheut sich nicht, zuzupacken, falls nötig. "Das Schweißen und Reparieren liegt mir sehr", sagt er. Das rührt noch seiner Ausbildung als Kfz-Mechaniker her. Daher werden Reparaturen von der eigenen Werkstatt durchgeführt. Die Nähe zur Praxis brachte ihn auf die Idee, auf Kettenbagger umzuschwenken – zu Zeiten seines Vaters waren Radlader die dominierende Baumaschinengattung in dem Unternehmen. Mit den Kettenbaggern rollte Jürgen Hardt dann das Abbruchgeschäft sowie das Recycling auf. Damit verbunden ist die Entkernung samt Demontage bis auf den Rohbau. Geräumt werden sämtliche Materialien – vom Sperrmüll über Gefahrenstoffe bis hin zu Altlasten wie PCB und Öle. Dazu gehört auch die Schadstoffsanierung inklusive Asbestsanierung nach TRGS 519. "Das macht heute alles unser Kerngeschäft aus", so der Firmeninhaber. Mithilfe von fünf Sattelfahrzeugen werden die Container ausgeliefert. Zwei-, Drei- und Vierachser sind zu den Baustellen unterwegs, um Transporte wie das Rückbaumaterial oder den Aushub zu übernehmen. Auch einen Winterdienst bietet das Unternehmen.

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