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Rasenpflegemaschine

Flächenmäher geht in Serie

Mit drei Mähdecks an einem Traktor biete man Kommunen, Dienstleistern und Green-keepern maximale Produktivität, so Wiedenmann.

Rammingen bei Ulm (ABZ). – Eines kann man Wiedenmann laut eigenen Angaben nicht nachsagen: mangelnde Innovation oder Kundennähe. Auf der demopark stellte der Hersteller seine Vision der Zukunft vor. Das Feedback zum pinken "Mega-Mäher" war sehr gut, deshalb geht das Anbaugerät zum Flächenmähen nun in die Serienproduktion. Mit drei Mähwerken an einem Fahrzeug hebe man die Produktivität in der Rasenpflege auf ein bislang nicht gekanntes Niveau, so Wiedenmann. 4,9 m Arbeitsbreite bietet die Neuentwicklung Tri Cut 490. In rund neun Bahnen, sei ein kleines DFB-Feld abgemäht. Die Entwickler hielten die Abmessungen der Maschine im Rahmen. In Transportstellung beträgt die Gesamtbreite nur 2,4 m. Damit bewege sich das Trägerfahrzeug zulässig und problemlos im Straßenverkehr, teilt Wiedenmann mit. Als Leistungsanforderung gibt Wiedenmann mindestens 51 kW/70 PS vor, was folglich größere Kompakttraktoren oder Agrartraktoren voraussetzt. Diese seien zunehmend gefragt und würden vielseitig eingesetzt, hieß es. Die Übernahme des Mäh-Jobs erhöhe deren Auslastung und Rentabilität.

Der Mäher kommt als Kombi-Lösung, bestehend aus einem Frontmähwerk und einem Heckanbau mit klappbaren Seitenmähwerken. Das vordere Werk am Normdreipunkt Kat. I/II schneidet mit 180 cm Arbeitsbreite und drei Messern. Optional sind 230 cm mit vier Messern möglich. Der Antrieb erfolgt über die Frontzapfwelle mit 1000 U/min.

Am Heckdreipunkt befindet sich ein mächtiges Doppelmähwerk, das über zwei Flügel mit je 180 cm Arbeitsbreite und drei Messern verfügt. Angetrieben wird es über die Heckzapfwelle mit 540 U/min, die auf ein Verteilergetriebe im Hilfsrahmen wirkt. Beide Flügel lassen sich unabhängig voneinander bedienen. Die Schnitthöhe aller Werke ist zwischen 2,5 bis 11 cm feinstufig einstellbar.

Durch die Auflösung der Mähaufgabe auf Front und Heck erreicht Wiedenmann eine ausgewogene Verteilung der Achslasten ohne zusätzliche Ballastierung. In Summe addieren sich zwar 1600 kg zum Fahrzeuggewicht. Doch der Traktor bleibe agil im Handling und lasse sich bedarfsgerecht je nach Arbeitsumfang und örtlicher Gegebenheit einsetzen, so Wiedenmann. Das Konzept biete hier Vorteile im Vergleich zu Einzweckfahrzeugen oder mehreren Traktor-Mäh-Einheiten samt Personal. Der Fahrer muss den Traktor zur Steuerung der Mähwerke nicht einmal verlassen. Wenn das Gerät nicht benötigt wird, kann es aufgeständert und in 2,5 m hohen Unterständen abgestellt werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 08/2020.

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