Ressourcen schonend nutzen

Eine regionale Antwort auf globale Herausforderungen geben

Hannover (ABZ). – Die Einsicht, dass Ressourcen nur so weitgehend genutzt werden können, dass sie auch langfristig noch verfügbar sind, hat in die meisten Bereiche des Lebens Einzug gehalten. So auch in der Bauindustrie, einem energieintensiven, aber unverzichtbaren Bereich der Wirtschaft. Die Herausforderungen sind dafür hier umso größer, denn bei allen nötigen Schritten, die in Richtung nachhaltigen Bauens unternommen werden müssen, spielen auch Qualität und Wirtschaftlichkeit weiterhin wichtige Rollen.
KS-Original Baustoffe
Am 28. Juli hatte die Menschheit alle natürlichen Ressourcen, die die Erde innerhalb dieses Jahres zur Verfügung stellen kann, aufgebraucht. Das ist eindeutig zu früh und verdeutlicht einmal mehr, wie unabdingbar das umsichtige Haushalten mit den Ressourcen unseres Planeten ist. Dabei liegt der Schluss nahe, dass die besten Lösungen weltweit gesucht werden müssen. Oft ist aber das Gegenteil der Fall: Gerade regionale Strukturen bergen ein großes Potenzial zur Ressourceneinsparung. Foto: Kai Nielsen/KS-Original

Jeder Baustoff muss den bauphysikalischen und technischen Anforderungen gewachsen sein, um langfristig zuverlässig genutzt werden zu können. Und er muss, wie der Kalksandstein, auch bezahlbar bleiben, um zur Stabilisierung der Baukosten beizutragen, anstatt sie weiter voranzutreiben.

Die Grundlage eines nachhaltigen Baustoffes sind die Ressourcen, die zu seiner Herstellung genutzt werden. Kalksandstein zum Beispiel besteht ausschließlich aus Kalk, Sand und Wasser – natürliche Bestandteile, die in einem energiearmen Prozess zu einem hochfesten Baustoff verarbeitet werden. Aufgrund seiner Zusammensetzung ist er nicht nur besonders tragfähig, sondern auch frei von Schadstoffen oder chemischen Zusätzen und kann deshalb zu 100 % recycelt werden.

Verschiedene Recyclinpfade

Für das mineralische KS-Abbruchmaterial werden bereits seit vielen Jahren verschiedene Recyclingpfade genutzt. Rückgebaute Steine werden als homogenes Material zum Beispiel im Straßen-, Beton- und Deponiebau oder als Vegetationsbaustoffe eingesetzt. In sortenreiner Form steht Kalksandstein-Bruchmaterial auch für hochwertige Verwertungswege, beispielsweise zur Herstellung neuer Steine, zur Verfügung. Unter Wahrung der hohen bauphysikalischen Ansprüche können so rund 20 % wiederverwertbares Granulat als Zuschlagsstoff in den Produktionsprozess zurückfließen.

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KS-Original Baustoffe
Kalksandstein besteht aus Kalk, Wasser und Sand. Letzterer ist Hauptbestandteil und wird regional, in unmittelbarer Nähe der KS-Werke gewonnen. Foto: Kai Nielsen/KS-Original

Während seiner Lebensdauer, die weit über 100 Jahre betragen kann, bindet er darüber hinaus auch noch Kohlenstoffdioxid. Durch die sogenannte Recarbonatisierung, eine natürliche chemische Reaktion der Umgebungsluft mit dem kalkgebundenen, schweren Baustoff, entzieht er der Luft CO2 – im Laufe seines Lebens rund 50 kg/t Kalksandstein. Das Kohlenstoffdioxid lagert sich in seiner kristallinen Struktur ab, wodurch die Speicherung dauerhaft wird – auch beim Rückbau und der anschließenden Verwertung eines Gebäudes.

Bausand unbegrenzt verfügbar

Die generelle Frage nach den Folgen der Ressourcennutzung bleibt jedoch bestehen. Vor allem Sand, der Hauptbestandteil Kalksandsteins, gilt global betrachtet zu Recht als sehr knappes Gut. Regional stellt sich die Situation jedoch völlig anders dar: In Deutschland ist Bausand in guter Qualität nahezu unbegrenzt verfügbar. Nicht Materialmangel, sondern Nutzungskonflikte, langwierige und teure Genehmigungsverfahren sowie Proteste von Anwohner und Bürgerverbänden könnten zu Lieferengpässen führen.

KS-Original Baustoffe
Mit dem Quartier Kronsrode entstehen auf 37 Baufeldern 4000 neue Wohneinheiten. Rund 70 % der Gebäude werden mit dem Bausystem KS-Plus von KS-Original errichtet. Foto: Olaf Mahlstedt/KS-Original

Selbst die ökologischen Folgen seiner extensiven Gewinnung sind nach Ansicht von KS-Original überschaubar. So lasse sich feststellen, dass die Artenvielfalt an den Gewinnstellen schon im aktiven Betrieb steige; nach der Renaturierung sei an allen ehemaligen Kies- und Sandgruben eine wachsende Biodiversität zu beobachten.

Kurze Transportwege

Kurze Transportwege sind ein weiterer Vorteil regional hergestellter Baustoffe. KS-Original, der Markenverbund mittelständischer Kalksandsteinhersteller, verfügt laut eigenen Angaben über 41 Produktionsstätten. Sie bilden – auch in beratender Funktion – ein engmaschiges Netz im ganzen Bundesgebiet. Das ermöglicht kurze, von globalen Lieferketten unabhängige Wege von meist nur 40 bis 60 km bis zur Baustelle, betont der Verbund.

KS-Original Baustoffe
KS-Original geht mit seinen regional gefertigten Kalksandsteinen nach eigenen Angaben mit gutem Beispiel voran. Foto: Kai Nielsen/KS-Original

So auch bei Niedersachsens größtem Neubauprojekt Kronsrode im Südosten Hannovers. Im Übergang von Stadt und Natur entstehen auf 37 Baufeldern 4000 neue Wohneinheiten.

Effizienz und Ressourcenschonung

Um in dieser Größenordnung nachhaltig arbeiten und zugleich die Qualitätsansprüche an die Gebäude realisieren zu können, wird größtenteils Kalksandstein von KS-Original verwendet, wie der Verbund mitteilt sind es rund 70 %. Denn auch im Bauprozess trage der weiße Wandbildner, beispielsweise durch seine großformatigen Bausysteme KS-Quadro und KS-Plus, zur Effizienz und Ressourcenschonung bei. So können bei Letzteren die Kalksandstein-Elemente, entsprechend der projektspezifischen Planung, produziert und individuell zugeschnitten und die fertigen KS-Plus Elemente kurzfristig auf Abruf geliefert werden, erklärt der Verbund weiter. Durch den bereits erfolgten Zuschnitt entfallen die aufwändigen Sägearbeiten auf der Baustelle und unnötiger Abfall wird vermieden.

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