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Restbetonrecycling

Der Verknappung von Sand entgegenwirken

Eine Bibko-Restbetonrecyclinganlage im Einsatz.

Beilstein (ABZ). – Sand ist ein wichtiges Gut und für die Baubranche unverzichtbar. Aus Sand werden unter anderem aber auch Glas, Computer, Autos und sogar Kosmetika hergestellt.

Mittlerweile ist Sand jedoch kein Rohstoff mehr, den es im Überfluss gibt. Die Ressource wächst nur langsam nach. Außerdem ist nicht jeder Sand zur Weiterverarbeitung geeignet, und ein großer Teil der Sandvorkommen liegt in Naturschutzgebieten. Des Weiteren steigt die Nachfrage nach Sand, vor allem durch die wachsende Bevölkerung und den damit verbundenen Bauboom, weiter an. Das hat neben großen Umweltschäden auch zur Folge, dass der Rohstoff Sand immer teurer wird.

Welchen Beitrag in diesem Zusammenhang der Einsatz einer Restbetonrecyclinganlage im Transportbeton beziehungsweise Fertigteilwerk leisten kann, damit hat sich Bibko befasst. Ein Recyclingsystem stellt ein geschlossenes Kreislaufsystem dar. Restbeton wird über einen Aufgabetrichter in das Bibko-Recyclingsystem gegeben. Durch die mit Kunststoffschaufeln und Kunststoffpaddeln bestückten Innenwendel der Maschine werden Feststoffe > 0,2 mm (Sand und Kies) entsprechend ausgewaschen und ausgetragen. Der ausgewaschene Sand und Kies wird separat gelagert und dann dem Mischprozess wieder zugeführt, um so den Verbrauch von Sand und Kies diesbezüglich möglichst gering zu halten.

Das Restwasser fließt über einen Wasserablauf in ein mit einem Rührwerk ausgestattetes, bodenebenes Rührwerksbecken. Neben der Rückgewinnung der im Restbeton enthaltenen Bestandteile wird laut Unternehmen auch das Restwasser vollständig in der Mischanlage wiederverwendet.

Des Weiteren könne das Anlagensystem mit einer Sand- und Kiestrennung ausgestattet werden, um durch die Trennung eine erhöhte Qualität der ausgewaschenen Feststoffe zu gewährleisten. Durch das Recyclingsystem würden auch der Liefertransport des Rohmaterials und der damit verbundene CO2-Ausstoß reduziert, so Bibko. Dies komme der Umwelt zusätzlich zu Gute.

Mit der Installation einer Bibko-Recyclinganlage werde aktive Ressourcenschonung wahrgenommen und so ökologische Verantwortung bewiesen, ist Bibko überzeugt. Durch den geschlossenen Materialkreislauf entstünden wesentliche Einsparungen von Sand, Kies und Wasser. So trügen Bibko-Recyclinganlagen dazu bei, der Verknappung von Sand entgegenzuwirken.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 13/2020.

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