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Revitalisierung

Hagedorn kauft Kraftwerk Lünen

Das Luftbild zeigt die von Hagedorn übernommene Fläche. Die mit Linien markierten Felder wurden bereits erworben, für die schraffierten Flächen im Nordosten des Geländes liegt ein Ankaufsrecht vor.

Lünen (ABZ). – Ende 2018 hat die Steag GmbH den Kraftwerksbetrieb an der Moltkestraße in Lünen eingestellt. Jetzt ist eine Neunutzung absehbar. Der in Essen ansässige Stromerzeuger hat das rund 37,2 Hektar große Areal inklusive sämtlicher Gebäude und Anlagen an die Hagedorn Unternehmensgruppe verkauft. Zudem besteht ein Ankaufsrecht auf weitere 5,3 Hektar. Der Vertrag zwischen der Steag und Hagedorn kam nach einer nationalen Ausschreibung zustande. Hagedorn habe sich nach eigenen Angaben gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt. Ausschlaggebend sei dabei insbesondere die starke Prozesskette des Revitalisierungsspezialisten gewesen. Hagedorn will die Revitalisierung der Fläche in Abstimmung mit der Stadt Lünen einer neuen gewerblichen Nutzung zuführen. Nach den Projekten mit Uniper (Kraftwerk Knepper) und RWE (Kraftwerk Bochum) ist das Kraftwerk der Steag für Hagedorn die dritte Projektpartnerschaft mit einem der großen deutschen Energieversorger. "Große Industrieareale zu revitalisieren ist für Hagedorn Kerngeschäft und Kernkompetenz zugleich", sagt Rick Mädel, Geschäftsführer der Hagedorn Revital GmbH. "Gerade den Energiekonzernen bieten wir mit unseren Leistungen professionelle Lösungen für ihre stillgelegten oder noch stillzulegenden Kraftwerke an." Thomas Hagedorn, Unternehmensgründer und geschäftsführender Gesellschafter, ergänzt: "Bei der Revitalisierung des Kraftwerks nutzen wir nicht nur die gesamte Prozess- und Wertschöpfungskette unserer Gruppe, wir zahlen mit dieser Schaffung von Greenfields insbesondere auch auf die Nachhaltigkeitsstrategie zur Reduzierung von Grünflächenversiegelung der Bundesregierung und der EU ein."

"Der Verkauf unseres Kraftwerksgeländes in Lünen an die Hagedorn Gruppe bedeutet eine Zeitenwende", sagt Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Steag GmbH. "Lünen hat als Gründungstandort unseres Unternehmens acht Jahrzehnte lang die besondere Steag-Kultur mitgeprägt. Deshalb werden wir uns Lünen auch weiterhin ganz besonders verbunden fühlen. Wir wünschen der Stadt, dass die Unternehmen, die uns hier an der Moltkestraße nachfolgen, in einigen Jahren ein stabiler Wirtschaftsfaktor für Lünen und den Kreis Unna sein werden."

Hagedorn kümmert sich neben dem fachgerechten Rückbau auch um Altla-stensanierung, Entsorgung und Stoffstrommanagement bis hin zum Tiefbau und beschaffen das benötigte Baurecht, um die baureife Fläche anschließend an Gewerbegrundstücksentwickler zu verkaufen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 50/2019.

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