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Revolution Eigenheim

Guerilla-Proteste für mehr "bezahlbaren Wohnraum"

Ludwigsburg (ABZ). – Guerilla-Proteste in Ballungszentren, Beamer-Projektionen auf Rathäuser und ein unkonventioneller Serienbrief an über tausend deutsche Politiker – mit provokativen Aktionen setzt sich die Revolution Eigenheim der Ludwigsburger Immobilienfirma Baustolz mit dem Thema "bezahlbarer Wohnraum" auseinander. Zum Abschluss der Offensive fand eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Politik, der Immobilienwirtschaft und den Medien statt. In deutschen Großstädten klettern die Preise für Immobilien auf ein Rekordniveau. Ein Ende des Preisanstiegs, der bereits seit über sechs Jahren andauert, ist nach Meinung der Experten nicht in Sicht. "Man liest beinahe täglich Artikel über den angespannten Wohnungsmarkt", sagt Senator h. c. Karl Strenger, geschäftsführender Gesellschafter der Strenger Gruppe. "Dennoch scheint es, als würde sich die öffentliche Debatte darüber im Dornröschenschlaf befinden." Mit Beschlüssen wie der Wohnbau-Offensive oder dem Bündnis für Wohnen habe die Politik in den vergangenen Monaten versucht, die rasant steigenden Immobilienpreise auszubremsen – mit überschaubarem Erfolg. Die Ursachen für das hohe Preisniveau sieht Strenger im Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, der Knappheit von Bauland in Ballungszentren sowie einem Übermaß an staatlichen Auflagen im Wohnungsbau. "Baustolz hat vor Jahren ein innovatives Konzept entwickelt, um in kurzer Bauzeit Eigenheime für einen Festpreis bis zu 20% unter dem regionalen Marktpreis zu realisieren", sagt Strenger. Der Preisvorteil ergibt sich durch klare Prozesse, hohe Stückzahlen und eine standardisierte Bauweise. Um den Endpreis zu senken, müsse aber auch die Politik aktiv werden und unter anderem mehr Bauland zu Festpreisen ausweisen, so Strenger. Um die Problematik des angespannten Immobilienmarktes wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion zu rücken, startete Baustolz Ende 2016 die Kampagne Revolution Eigenheim. Mit provokativen Aktionen macht sich das Unternehmen für mehr "bezahlbaren Wohnraum" stark. So finden u. a. Guerilla-Demos in den Regionen Stuttgart, München und Frankfurt statt. Mit Trillerpfeifen und Megaphonen gehen Protest-Teams in Großstädte und rufen Slogans wie "Keine Macht der Miete! Eigenheim für alle!" oder "Wir fordern: volle Häuser statt leerer Worte". Parallel wurden die Slogans auf Großplakate gedruckt und in Ballungszentren aufgehängt. In der Nacht auf den 1. Mai plakatierten Guerilla-Teams Frankfurts Zentrum mit zahlreichen Flyern der Revolution Eigenheim.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 21/2017.

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