Anzeige

Riemchenfassade

Kontrast von Mauerwerk und Holzoptik

Die Keramik-Klinkerriemchen "Aarhus" weißgrau im Normalformat fügen sich sensibel in das ruhige Umfeld ein.

Oldenburg (ABZ). – Um dem zunehmendem Mangel an Wohnraum in Ballungsgebieten und Universitätsstädten zu entgehen, setzen immer mehr Kommunen auf eine Nachverdichtung bestehender Wohnviertel. Ein gutes Beispiel für eine behutsame Vorgehensweise ist eine Wohnanlage, die das Büro Selugga & Selugga im niedersächsischen Oldenburg geplant hat. Hell sollte der Baukörper wirken. Und möglichst leicht, um die nachbauten Bauten nicht zu dominieren. Daher entwickelten die Planer einen zweigeschossigen Baukörper mit zurückliegendem Staffelgeschoss, der gestalterisch v. a. durch den Kontrast von hellem Mauerwerk und den im Bereich der Fenster integrierten Fassadenflächen in eichenbrauner Holzoptik geprägt wird. Vielfältige Rundungen betonen die freundlich-elegante Ausstrahlung des Baukörpers. Die Gebäudekante in Richtung Südwesten ist mit ihren weit vorkragenden Balkonen mit abgerundeten Brüstungen ein markanter Blickfang. Das Motiv wiederholt sich im Bereich eines flachen Sockels sowie zurückversetzt im aufliegenden Staffelgeschoss, wo die Planer gleichzeitig auch eine konvexe Wölbung in gegenüberliegender Richtung integriert haben.

Die Detailentwicklung der Fassade wurde im Zuge der Ausführungsplanung durch das Oldenburger Büro Axel Jachol vorgenommen. Um aufgrund der schmalen Grundstücksform einen möglichst schlanken Wandaufbau zu erreichen, hatten sich die Architekten schon frühzeitig für eine Riemchenfassade entschieden: "Auf diese Weise war es uns möglich, den Aufbau der Außenwand um 10 bis 12 cm zu reduzieren und so die Wohnräume etwas größer zu planen", erklärt Projektleiter Martin Karger vom Büro Jachol. "Ebenso konnten wir die Brüstungen mit den Rundungen sowie die Stürze über den großen Fensterelementen leichter und ohne Fertigteile oder Aufhängungen realisieren."

Die Keramik-Klinkerriemchen "Aarhus" weißgrau im Normalformat fügen sich sensibel in das ruhige Umfeld ein und schaffen einen angenehmen Kontrast zu den im ersten und zweiten Geschoss integrierten Verkleidungen in Holzoptik. Hervorgehoben wird der harmonische Charakter des Mauerwerks durch eine helle, cremefarbene Verfugung.

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=334&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 15/2019.

Anzeige

Weitere Artikel