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Ringraumdichtung

Kunststoffrohre genau angeschlossen

Die Mücher-Ringraumdichtung M140 ist in die Bohrung eingesetzt. Vor dem Einschieben des Anschlussrohres DN 160 wird das Mücher-Gleitmittel auf das Spitzende und die Innenseite der Ringraumdichtung aufgetragen.

Köln (ABZ). – Bei der Erschließung eines neuen Stadtquartiers in Köln waren Tiefbaumaßnahmen nötig. Unter anderem wurde ein Stauraumkanal aus Stahlbetonrohren mit Eiprofil-Querschnitt WN/HN 800/1200für die Regenentwässerung neu errichtet. Kreuzende Anschlussleitungen mussten umgelegt und an den bestehenden Mischwasserkanal neu angeschlossen werden. Mit der Ringraumdichtung M140 konnten die Kunststoffrohre pass-genau angeschlossen werden.

Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Köln-Mühlheim entsteht derzeit auf der rechten Rheinseite das neue Stadtquartier I/D Cologne. Dort sollen Hotels, Büros und auch Flächen für Gastronomie und Fitness entstehen. Die Planungen für die Entwässerung und die Bauleitung übernahm IPL Consult Potthoff + Fürnkranz Ingenieurpartnerschaft für die Art-Invest OSMAB Projekt GmbH. Bei der Erschließung des rund 7 ha großen Geländes waren Tiefbaumaßnahmen nötig, die teilweise die vorhandene Entwässerung in der Schanzenstraße betrafen.

Unter anderem wurde ein Stauraumkanal aus Stahlbetonrohren mit Eiprofil-Querschnitt WN/HN 800/1200 für die Regenentwässerung neu errichtet. Kreuzende Anschlussleitungen mussten umgelegt und anschließend an den bestehenden Mischwasserkanal neu angeschlossen werden. Die Anforderungen an die Planung und Herstellung des neuen Stauraumkanals WN/HN 800/1200 regelte unter anderem ein öffentlich-rechtlicher Erschließungsvertrag. Der Kanal wird vom Investor Art-Invest OSMAB Projekt GmbH errichtet und nach Fertigstellung von den StEB Köln übernommen und betrieben. Daher galt es für alle Beteiligten, die Vorgaben der StEB Köln einzuhalten, die in den Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen für den Bau von Abwasseranlagen in Köln (ZTV-AA K) beschrieben sind. "Mit der Errichtung des Stauraumkanals setzen wir bei der Erschließung des Geländes die Anforderungen des Landes Nordrhein-Westfalen an die Niederschlagsentwässerung im Trennverfahren um, der eine bauliche Trennung bei der Ableitung von Schmutzwasser und belastetem Niederschlagswasser von unbelastetem Niederschlagswasser vorsieht", beschreibt Gerald Nagelschmidt, Abteilung Investoren- und Sanierungsmaßnahmen bei den StEB Köln.

Der linke Anschluss ist soweit fertiggestellt, dass die Anschlussleitung angeschlossen werden kann. Rechts ist die eingebaute und mit Gleitmittel versehene Mücher Ringraumdichtung M140 zu sehen.

"Schmutzwasser und belastetes Niederschlagswasser, das in Abhängigkeit der Verschmutzungsklasse einer über die Regenwasserbehandlung hinausgehenden Abwasserbehandlung bedarf, werden über den Mischwasserkanal der Kläranlage zugeführt, während das unbelastete beziehungsweise nur gering belastete Niederschlagswasser über den Regenwasserkanal einem Gewässer zugeführt wird." Der 220 m lange neue Stauraumkanal habe deshalb ein Gefälle in Richtung des westlich gelegenen Rheins, während der vorhandene Mischwasserkanal DN 600 in der Schanzenstraße mit einem Gefälle in Richtung Kläranlage im Osten verlaufe.

"Dieses gegenläufige Gefälle führte dazu, dass querende Hausanschluss- und Sinkkastenleitungen in der Straße umgelegt und neu an den bestehenden Mischwasserkanal angeschlossen werden mussten", erläutert Oliver Fürnkranz, Inhaber und Partner bei IPL Consult, die Ausgangssituation. Da es sich bei dem Mischwasserkanal um Steinzeug-Stahlbeton-Vortriebsrohre handelt, war der Neuanschluss der Anschlussleitungen gemäß Schemazeichnung S 49 der StEB Köln auszuführen. Das gab den Ausschlag dafür, Mücher-Ringraumdichtungen M140 einzusetzen. Laut Strabag-Bauleiter Stefan Krämer wurde sie bei acht Anschlüssen eingebaut. Mit der Ringraumdichtung M140 konnten die Kunststoffrohre DN 160 passgenau an den Steinzeug-Stahlbetonverbundkanal angeschlossen werden. "Die Dichtung besteht aus einem EPDM Dichtprofil nach DIN EN 681-1 und zeichnet sich durch ihre Lippendichtungen aus", erläutert Oussama Mahi vom Marketing & Sales Support bei Mücher. Dies sorge bei der Anbindung der Rohre für einen sicheren und dichten Anschluss.

Das Kernbohrgerät wird an dem Mischwasserkanal ausgerichtet und die Bohrung hergestellt.

Ein weiterer Vorteil der Ringraumdichtung sei, dass das Dichtprofil auf der Baustelle bei Bedarf auf die Wandstärke des Hauptkanals abgelängt werden könne. "Zudem hat die Dichtung M140 einen Anschlag, der das Verrutschen in den Hauptkanal verhindert", ergänzt Friedrich Kahmann, Key-Account Manager bei Mücher, der zusammen mit Mahi das Projekt in Köln begleitete. "Die Ringraumdichtung ist darüber hinaus sehr belastbar. Sie ist bis 0,5 bar druckdicht und verfügt über eine Hochdruckspülfestigkeit bis 120 bar", so Kahmann weiter. Auch unterschiedlichen Temperaturen hält die M140 stand. Der Beständigkeitsbereich reicht von –40 °C bis zu +120 °C, wobei eine kurzfristige Spitzentemperatur von +160 °C möglich ist. Damit kann die Mücher Ringraumdichtung vielseitig eingesetzt werden. Darüber hinaus war der Einsatz derM140 in Köln eine kostengünstige und wirtschaftliche Lösung.

Bauleiter Krämer hat insbesondere überzeugt, dass die Ringdichtung schnell und einfach eingebaut werden konnte. Das Schwierigste sei die Kernbohrung für die neuen Anschlüsse gewesen, so Krämer. Aber diese konnte von Strabag mit eigenem Gerät und passender Bohrkrone problemlos in den Steinzeug-Stahlbeton-Verbundrohren hergestellt werden. Nach dem Reinigen des Bohrloches wurde die Ringraumdichtung passgenau bis zum Anschlag eingesetzt. Anschließend wurde Mücher Gleitmittel auf die Innenseite der M140 und das Spitzende des Anschlussrohres DN 160 aufgetragen und dieses in die Ringraumdichtung eingeschoben. So konnten die acht neuen Anschlüsse schnell und dicht unter Einhaltung der zu beachtenden Vorgaben hergestellt werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 18/2020.

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