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Rohrleitungsbauverband

Kooperationen weiter mit Leben erfüllt

Fritz Eckard Lang (l. u.) und GSTT-Vorstandsmitglied Prof. Jens Hölterhoff (r. u.) unterzeichneten am 13. Dezember 2017 im Beisein von rbv-Vizepräsident Manfred Vogelbacher, GSTT-Geschäftsführer Dr. Klaus Beyer und rbv-Hauptgeschäftsführer Dieter Hesselmann (v. l.) den "Vertrag zur Führung der Vereins-Geschäftsstelle" zwischen GSTT und rbv.

Köln (ABZ). – Auf der nur wenige Wochen zurückliegenden Mitgliederversammlung des Rohrleitungsbauverbandes e. V. (rbv) hatte dessen Präsident Fritz Eckard Lang die Fachverbände der Leitungsbaubranche aufgerufen, Partikularinteressen zu überwinden und den Schulterschluss untereinander zu suchen. Ziel müsse es sein, die Kräfte zum Wohl des Leitungsbaus zu bündeln und mit einer starken Stimme zu sprechen. Den Anfang habe der rbv bereits in Form einer Kooperation mit der German Society for Trenchless Technology e. V. (GSTT) und Kooperationsgesprächen mit dem Rohrleitungssanierungsverbande. V. (RSV) gemacht. Darüber hinaus arbeitet der rbv in Arbeitskreisen und Projektgruppen u. a. mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. (HDB) und der Thüga AG zusammen. Nach dem Abschluss eines Kooperationsvertrages mit der GSTT Ende 2017 hat der rbv die Zusammenarbeit beider Verbände mit der Unterzeichnung eines Geschäftsbesorgungsvertrages weiter gefestigt. Inzwischen erstreckt sich die Kooperation auch auf die Ebene der Arbeitskreise: So hat der neu gebildete GSTT/rbv-Arbeitskreis "Building Information Modeling" seine Arbeit aufgenommen; und in den beiden Verbänden bereits bestehende Arbeitskreise und Arbeitsgruppen sollen kurz- und mittelfristig in gemeinsame Arbeitskreise überführt werden. Den Anfang macht die GSTT-Arbeitsgruppe "Gebäude- und Grundstücksentwässerung", die personell um einen Vertreter des rbv erweitert worden ist. Darüber hinaus haben rbv und GSTT einen gemeinsamen Lenkungskreis für ihre Öffentlichkeitsarbeit gebildet, um auf diese Weise für eine abgestimmte und konsistente Kommunikation nach außen zu sorgen.

Auch RSV und rbv wollen näher zusammenrücken. So bekundeten beide Verbände in einer schriftlichen Erklärung die Absicht, noch in diesem Jahr einen Kooperationsvertrag abzuschließen. "Die Beratungen finden in einer äußerst konstruktiven Atmosphäre statt", erklärt Dieter Hesselmann, Hauptgeschäftsführer des rbv. Die Verhandlungspartner seien bestrebt, unter Wahrung der Identität und Expertise beider Organisationen ein wirkungsvolles Bündnis zu formen.

Auf politischer Ebene hat sich am20. März 2018 die Projektgruppe "Qualität" unter Beteiligung des BMVI, HDB und rbv konstituiert. Die Projektgruppe untersucht die Möglichkeiten, wie die bestehenden DIN-Normierungen zur Qualitätssicherung der zu verlegenden Infrastruktur in das Materialkonzept zur Sicherstellungsverpflichtung nach § 77i Abs. 7 Telekommunikationsgesetz (TKG) integriert werden können. § 77i des TKG behandelt die "Koordinierung von Bauarbeiten und Mitverlegung"; Absatz 7 hat zum Inhalt, dass im Rahmen von aus öffentlichen Mitteln finanzierten Bauarbeiten für die Bereitstellung von Verkehrsdiensten geeignete passive Netzinfrastrukturen, ausgestattet mit Glasfaserkabeln, bedarfsgerecht mitverlegt werden. So soll der Betrieb eines digitalen Hochgeschwindigkeitsnetzes durch private Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze ermöglicht werden.

Die Sondierung eines gemeinsamen Standpunktes zum Umgang mit Bodenaushub ist Beratungsgegenstand des Arbeitskreises "Abfalltransporte/Kreislaufwirtschaft", den der Rohrleitungsbauverband gemeinsam mit dem HDB und der Thüga AG gebildet hat. Schwerpunkte der Sondierungen sind die Themen Prüfungen im Vorfeld zur Bautätigkeit, Mindestanforderungen zur Wiederverwendung, Notwendigkeit der Entledigung und Nachweispflichten gegenüber dem Deponiebetreiber.

Angesichts der vielen verbandsübergreifenden Herausforderungen kündigt der Präsident des rbv an, Kooperationen im Leitungsbau weiter forcieren zu wollen. Von Politik und Auftraggebern wünscht er sich mehr Vorausschau und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Lang: "Wir begrüßen zwar die Investitionsansätze für Verkehrsinfrastruktur, Kommunen und Wohnungsbau, aber abgesehen von der Glasfaser nimmt die unterirdische Infrastruktur keinen Raum in den Überlegungen der Bundespolitik ein." Das zu ändern, dafür trete der rbv ein und setze dabei auf das partnerschaftliche Zusammenwirken der im Leitungsbau und in der Leitungsinstandhaltung engagierten Verbände und Institutionen.

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