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Rückbau der "kleinen Albertbrücke"

550 Tonnen armierten Beton abgetragen

Tyrolit, Betonbohren und Betonsägen, Brückenbau

Die vertikalen Schnitte wurden mit der leistungsstarken 26 KW Hochfrequenzwandsäge WSE2226*** von Tyrolit Hydrostress durchgeführt.

Dresden (ABZ). –  Die 316 m lange Albertbrücke in Dresden (Eröffnung 19. November 1877) befindet sich östlich des Stadtzentrums und war bis zur Eröffnung der Waldschlösschenbrücke die östlichste Innenstadtbrücke der Stadt. Mit einer durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastung von etwa 20 000 Kraftfahrzeugen, zwei Straßenbahnlinien und mehreren Tausend Fußgängern und Radfahrern ist die Elbbrücke für den Verkehr der Innenstadt von großer Bedeutung. 2010 beschloss der Stadtrat die Brücke zu sanieren, damit sie dem steigenden Verkehrsaufkommen auch zukünftig gerecht wird (Geplante Wiedereröffnung: Ende 2016).

Im Zuge der Sanierung wurde die Brücke von ursprünglich 18,60 m Breite um rund 3,6 m auf dann 22,20 m verbreitert. Dafür wurde der Fahrrad- und Fußgängerverkehr für einige Zeit auf eine eigens errichtete Behelfsbrücke namens "kleine Albertbrücke" verlegt. Diese Behelfsbrücke stand auf zwei Stahlbetonpfeilern und wurde nach Fertigstellung der ersten Fahrbahnhälfte der Albertbrücke wieder zurückgebaut.

Die Bauleitung hat sich dazu entschlossen, den Stahlbetonpfeiler, der strommittig in der Elbe stand, mit Betonsägetechnik zurück zu bauen. Den Zuschlag für den Rückbau erhielt die Firma DBS Vogel aus Mittelsachsen, die sich in der Vergangenheit durch größere Abbruchbaustellen einen Namen machen konnte. Als Partner für den kontrollierten Rückbau des Pfeilers der kleinen Albertbrücke, wurde das Tiroler Unternehmen Tyrolit ausgewählt. Egbert Hanzsch, Technischer Verkäufer bei Tyrolit und Projektbetreuer: "Die Herausforderung dieses Projektes lag im straffen Zeitplan des Rückbaus. Die Firma DBS Vogel hatte nur vier Wochen Zeit, um den Pfeiler abzutragen, vom 17. November bis 17. Dezember 2015. Und da wir gemeinsam in der Vergangenheit bereits mehrere Projekte erfolgreich meistern konnten, haben wir auch diesen Auftrag wieder gemeinsam in Angriff genommen." Die Abmessungen des Stahlbetonpfeilers betrugen 4 x 6 x 9 m (B x T x H) – das sind rund 550 t stark armierter Beton. Der Rückbau wurde mit neun horizontalen Schnitten durch das Diamantsägeseil im Abstand von 90 cm sowie mehreren Teilungsschnitten durch Wandsägen mit Sägeblättern unterschiedlicher Dimensionen von 800 mm bis 2000 mm Ø realisiert. Die einzelnen Betonteile, die durch diese Vorgehensweise geschaffen wurden, waren somit durchschnittlich 10t schwer und konnten mit einem Hydraulikbagger mit Kranausleger an Land gebracht werden. Die horizontalen Schnitte wurden mit dem Tyrolit Diamantseil DWL***- CF von 25 m Länge durchgeführt. In Kombination mit der Tyrolit Hydrostress SK–SD Seilsäge und den Hydraulikaggregaten BR–3 und ADS–4 konnten bis zu 2m armierter Beton pro Stunde geschnitten werden. Voraussetzung für den effizienten Rückbau war ein konstanter, horizontaler Schnitt, so dass das 2000mm große Wandsägeblatt die 90cm starken Betonlagen anschließend durch vertikale Schnitte komplett trennen konnte.

Die Wandsägearbeiten wurden mit der 26 KW Hochfrequenzwandsäge WSE-2226*** von Tyrolit Hydrostress mit einem Tiefschnittsatz von 800 bis 2000mm durchgeführt. Der erste vertikale Schnitt wurde jeweils mit dem Sägeblatt von 800 mm Ø und 6 mm Schnittbreite durchgeführt. Anschließend wurde mit Sägeblättern von 1200mm und 1600 mm und entsprechend abnehmender Blattstärke weiterbearbeitet. Zum Schluss kam das Sägeblatt mit 2000 mm Ø und 4,7 mm Stärke zum Einsatz. Insgesamt wurden 220,5 m mit der Seilsäge und 140 m mit der Wandsäge geschnitten und damit 550 t armierter Beton abgetragen. Dabei waren sowohl die Schnittgeschwindigkeiten als auch die Standzeiten der Werkzeuge beim Seil- und Wandsägen höher als erwartet, sodass das Rückbauprojekt sogar vor Ablauf der Frist beendet werden konnte. Aufgrund der guten Zusammenarbeit und der leistungsstarken Werkzeuge und Maschinen, die verwendet wurden, wurde dieses Projekt ein weiterer Erfolg für DBS Vogel und dem Schleifmittelhersteller Tyrolit.

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