Rückbau

Sonnenschutzlamellen aus Beton erfolgreich abgesägt

Die Absicherung der Mitarbeiter stand beim Einsatz in luftiger Höhe ebenfalls hoch oben auf der Agenda.

Oberhausen (ABZ). – Die Rütters Betonbohr- und Sägedienst GmbH erreichte im Mai 2016 eine Preisanfrage von der Firma Geese Bau. Es sollte ein Angebot über den Rückbau von 130 Betonlamellen erstellt werden, die sich als Sonnenschutz an der Südseite des Ev. Krankenhauses Dinslaken befanden. Im Zuge einer energetischen Sanierung und eines Einbaus neuer Fensterelemente sollten die 2,50 m langen und jeweils 1,8 t schweren Betonvorbauten fassadenbündig abgesägt werden. 13 Lamellen in der Reihe und 10 Etagen hoch sollten zurück gebaut werden.

Ein Ortstermin wurde vereinbart, bei dem sowohl der Technische Leiter des Hauses der Sigeko als auch die Architektin, der Gerüstbauer und der Außendienstler der Autokranfirma sowie Ralf Geese von Geese Bau, Manfred Rütters als Geschäftsführer des Rütters Betonbohr- und Sägedienst, sowie ein Brandmeister der Feuerwehr Dinslaken anwesend waren. Alle Beteiligten konnten so den Ablauf der Arbeiten besprechen. Besonders der Aufbau der Gerüste und deren Rückbau musste exakt festgelegt werden. Die Abbruchmaßnahmen wurden nach Angaben von Manfred Rütters dadurch erschwert, dass sich hinter den Fenstern Patienten- und Ärztezimmer befanden: "Die Sicherheit der Patienten hatte oberste Priorität und der Tagesbetrieb im Krankenhaus durfte auf keinen Fall gestört werden." Als hilfreich erwies sich daher, auf Firmen zu setzen, die am Bau miteinander vertraut sind. "Geese Bau und Rütters Betonbohr- und Sägedienst aus Oberhausen arbeiten bereits seit 25 Jahren zusammen, waren beide oft für das Ev. Krankenhaus Dinslaken tätig und sind für ihre hochwertigen Arbeiten bekannt", betont Rütters.

Anschließend erstellte die Rütters GmbH ein Rückbaukonzept und war – bis auf die Gerüste – für den Rückbau der Betonlamellen einschließlich Krangestellung und Entsorgung der 245 t verantwortlich. Letztlich stand ein 80 t-Autokran mit 52 m Hakenhöhe auf der Feuerwehrbewegungsfläche mittig vor dem Gebäude, sodass der Aktionsradius reichte, um 13 Lamellen ohne Umsetzen des Krans auch in 35 m Höhe abzusägen. Der Abbruchplan, Gefährdungsanalysen, sowie die Bescheinigungen G 41 über die Höhentauglichkeit der Mitarbeiter wurden dem Angebot beigefügt. Der Auftraggeber musste nachweisen, dass der Nachunternehmer qualitativ diese Arbeiten ausführen kann. Die Rütters GmbH besitzt seit dem Jahr 2004 das Qualitätszeichen des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. – was aus Sicht von Rütters erheblich zur Auftragsvergabe beitrug.

Die Arbeiten konnten dann am 15. August beginnen und sollten bis 5. September 2016 abgeschlossen sein. Im Erdgeschoss sowie im 4. und 5. Obergeschoss waren bereits neue Fensterelemente eingesetzt, somit wurden zwei Tage für Nebenarbeiten wie Folienschutz und Umzäunung des Umfeldes geleistet. Die 1,8 t schweren Betonelemente wurden mit vier Ketten jeweils an den Enden angeschlagen und genauestens austariert, da sie zwischen Gerüst und Fenster zentimetergenau ausgehoben werden mussten. Jeden Tag bis 15 Uhr eine Reihe von 13 Elementen. Danach kam der Gerüstbauer und demontierte auf 50 m eine Gerüstlage. So konnten die Betonsäger am anderen Morgen die nächste Reihe in Angriff nehmen. Die Arbeiten wurden von drei Mitarbeitern in zwölf Arbeitstagen ausgeführt: einem soeben ausgelernten Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik, einem erfahrenen Facharbeiter auf dem Gerüst – beide mit Sicherheitsgurten gesichert – und einem Helfer, der die Betonteile in Container verbrachte. Die Arbeiten wurden zur vollsten Zufriedenheit der Auftraggeber termingerecht ausgeführt. Hier hat sich wieder einmal gezeigt, dass eine gute Arbeitsvorbereitung mit ausgebildeten Mitarbeitern sich auszahlt und ein schlüssiges Konzept mit zuverlässigen Partnern zum Erfolg der Firma beiträgt.

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