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Rückbau von Windkraftanlagen

Spannstahlbewehrung bezwungen

Mit Hilfe einer speziellen Bühne im Inneren wurden die Betontürme Ring für Ring zurückgeschnitten.

Schwaz/Österreich (ABZ). – Viele Windkraftanlagen in Deutschland werden momentan erneuert – einerseits, um deren Leistung zu erhöhen, andererseits verschleißen die Windkrafttürme aufgrund ihrer Belastung und der Witterung auch stark. Bestehende Anlagen werden deshalb laufend zurückgebaut, um an demselben Standort Platz für neue, moderne Anlagen zu machen. Ein solcher Rückbau wurde vor kurzem auch im östlichen Nordrhein-Westfalen beendet.

Eine norddeutsche Spezialbaufirma baute die drei veralteten Windkrafttürme zurück, gemeinsam mit einem Ingenieursbüro und durch die Unterstützung und Einschulung des österreichischen Schleifmittelherstellers Tyrolit. Von Januar 2020 bis April 2020 wurden die drei Windkrafttürme aus Beton von 110 m Höhe auf 40 m Höhe zurückgebaut. Die Wandstärken lagen im Bereich zwischen 30 und 40 cm. Die Spannstahlbewehrung, die in Bündeln zusammengefasst war, stellte dabei eine extreme Herausforderung dar, so Tyrolit. Ausgehend von einer speziellen Bühne im Inneren der Windkrafttürme wurden die drei Türme Ring für Ring abgeschnitten.

Eingesetzt wurden zwei Tyrolit-WSE1217-Wandsägen und die dazugehörigen WSL-Fast-Cut-Wandsägeblätter mit Durchmessern von 825 bis 1200 mm. "Von Anfang an erwiesen sich Maschinen und Werkzeuge als die optimale Lösung für dieses Projekt", beschreibt Tyrolit. Die Tyrolit-WSE1217-Wandsäge ist ein Vorgängermodell der aktuellen WSE1621 und für universelle Anwendungen und den täglichen Einsatz am Bau geeignet. Der Elektromotor ohne Getriebe sei leistungsstark und wartungsarm, beschreibt der Hersteller. Die Steuerungseinheit ist in Leichtbauweise gebaut. Die Vorteile der WSL-Fast-Cut-Wandsägeblätter sind nach der Produktbeschreibung eine konstant schnelle Schnittleistung und Laufruhe durch Segmente mit TGD-Technologie. Durch lasergeschweißte Segmente seien die Sägeblätter sehr sicher. Die ausführende Baufirma habe den Job auf sehr hohem professionellen Niveau umgesetzt, so der Hersteller. Nach dem Schneiden wurden die einzelnen Ringe dann mit Hilfe eines 120 m hohen Krans abgetragen. Die Arbeiten mussten zeitweise bei starkem Wind mit Spitzen über 10 m/s aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Dasselbe galt, als die Temperaturen unter –2 °C fielen, da sonst die Kühlwasserzufuhr für die Schneidarbeiten nicht mehr gewährleitest gewesen wäre. Trotzdem wurde das Projekt innerhalb des geplanten Zeitraums erfolgreich durchgeführt.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 41/2020.

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