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Rückgang gestoppt

Elf Prozent mehr Azubis im Dachdeckerhandwerk

Köln (ABZ). – Genau 11,45 % mehr junge Menschen haben sich im vergangenen Jahr für eine Lehre im Dachdeckerhandwerk entschieden. Bereits im Jahr zuvor konnte für das erste Lehrjahr eine Steigerung von immerhin 7 % verzeichnet werden. Insgesamt gibt es derzeit über alle drei Lehrjahre hinweg 6767 Dachdecker und Dachdeckerinnen; damit konnte seit fünf Jahren erstmals wieder der Rückgang gestoppt werden. "Wir bilden im Vergleich zum Vorjahr rd. 2 % mehr Dachdecker und Dachdeckerinnen aus. Dieses positive Signal freut uns sehr: Das Dachdeckerhandwerk findet wieder mehr Beachtung. Dazu haben sicherlich auch unsere bundesweiten Nachwuchsaktionen beigetragen, denn ein Azubi-Plus wird aus fast allen Landesverbänden gemeldet, und das sogar z. T. zweistellig", kommentiert Artur Wierschem, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des ZVDH, die Entwicklung. Übrigens: Genau 116 Frauen werden derzeit zur Dachdeckerin ausgebildet, und im letzten Leistungswettbewerb konnte sich mit Bundessiegerin Julia Peetz aus Tübingen eine junge Dame in der Männerdomäne Dachdeckerhandwerk behaupten.

Verstärkt habe man für die Nachwuchsaktionen Social-Media-Kanäle genutzt: "Denn wir wollen junge Menschen dort ansprechen, wo sie sich aufhalten: Auf Youtube und Instagram. Und wir wollen authentisch über das Dachdeckerhandwerk berichten und haben daher auf Influencer aus den eigenen Reihen gesetzt. Seit Dezember 2018 posten 13 junge Dachdecker-Azubis und -Gesellen Filme und Bilder und geben einen Einblick in ihren Beruf. Gemeinsam mit einer Kölner Medienagentur sorgen wir dafür, dass die Meldungen professionell rüberkommen", erläutert Guido Vandervelt, ZVDH-Geschäftsführer Messen und Marketing, die Zielsetzung der Kampagnen.

Aber auch die Eltern- und Lehrergeneration vernachlässige man nicht. So werde Facebook als Kanal für die mittlerweile ältere Generation bespielt, und über eine bundesweite Aktion in den Print-Medien habe man mit insgesamt 530Clippings und 12 Mio. Reichweite eine hohe Medienpräsenz für den Dachdeckerberuf erreichen können, so Vandervelt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 05/2019.

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