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Runde Sache

Gütegemeinschaft Kranservice e. V. feiert 20-jähriges Bestehen

Die Mitglieder der Gütegemeinschaft Kranservice e. V. bei der Tagung.

Haiger (ABZ). – Anlässlich der Tagung der Kransachverständigen/Serviceverantwortlichen der Gütegemeinschaft Kranservice e. V. in Haiger Anfang Oktober dieses Jahres wurde das 20-jährige Bestehen der Gütegemeinschaft Kranservice e. V. gefeiert. Der heutige Ehren-vorsitzende und damalige Initiator der Gründung des Verbandes, Klaus Th. Vetter, verdeutlichte in seinem Vortrag, dass nicht nur die Ziele der Gütegemeinschaft erreicht, sondern in einigen Bereichen sogar übertroffen wurden. Der Gedanke "Serviceleistungen an Krananlagen", speziell die wiederkehrenden Prüfungen mit einem Gütesiegel zu verbriefen, damit Kranbetreiber sicher gehen können, dass von GKS-Mitgliedern geprüfte Krane sicher und dauerhaft betrieben werden können, habe sich bewährt.

Durch die Selbstverpflichtung der Mitglieder die strengen Güte- und Prüfbestimmungen zu erfüllen, hätten die Unternehmen ihr Serviceangebot immer wieder verbessert. Durch regelmäßige Erfahrungsaustausche bei Fragen rund um den Kranservice und um die Anwendung von Regelwerken würden ebenfalls Maßstäbe gesetzt. Durch zahlreiche Schulungsveranstaltungen, so zum Beispiel neuerdings auch die Ausbildung zum (Prüf)-Sachverständigen, die die Seminarteilnehmer dazu befähigt, die entsprechende Prüfung bei der BGHM abzulegen und weitere Schulungen für Sachkundige, wurde die GKS eine zentrale Anlaufstelle. Bei den insgesamt 31 Mitgliedsfirmen der Gütegemeinschaft Kranservice e. V. werden deutschlandweit insgesamt etwa 500 bestens geschulten Servicemitarbeiter beschäftigt. Das Geschäftsmodell der Gütegemeinschaft Kranservice "Qualität und Sicherheit" sei voll aufgegangen, so Vetter in seinem Bericht. Anlässlich der Tagung zum 20-jährigen Jubiläum wurden Vorträge zu den Themen "Bewegungssteuerung mit elektronischer Pendeldämpfung", "Terrestrischer Laserscan – die Punktwolke als Basis für Um- und Neuplanungen", "Inspektion von Kranbahnträgern nach Eurocode 3-6" und "Herausforderungen beim Umgang mit Bestandskranbahnen" gehalten.

Gerade auf das Thema "Kranbahnen" haben die Mitgliedsfirmen der GKS im Moment ihr Augenmerk gelegt, da es sich hierbei laut Regelwerk um einen Teil des Bauwerks handelt (zum Beispiel Teil der Halle) und somit keine wiederkehrenden Prüfungen gefordert sind. Die Praxis zeige jedoch, dass Kranbahnen ermüdungsbedingt Risse oder andere Schäden aufweisen können, die ein sehr hohes Gefahrenpotenzial bergen können. Hinzu komme, dass bis zum Jahr 1980 Kranbahnen nach einer Norm gebaut wurden, die heutigen Anforderungen nicht genügen. Deshalb sei umso wichtiger, dass eine Sichtprüfung der Kranbahnen anlässlich der Prüfung des Kranes durchgeführt werde, um beginnende Risse frühzeitig zu entdecken. Auch der Kranführer sollte seine Aufmerksamkeit auf Veränderungen beim Fahren auf der Kranbahn richten. Wenn Schäden entdeckt würden, gebe es immer noch eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten, die nicht immer aufwändig sein müssten, um Unfälle zu vermeiden, so der Konsens bei der Tagung. Für die Mitglieder der Gütegemeinschaft Kranservice e. V., die sich zum Ziel gesetzt haben, die Qualität des Kranservice zum Vorteil der Sicherheit und der Zuverlässigkeit zu erhöhen, haben diese Vorträge neue Blickwinkel ermöglicht.

1999 haben 13 Kranserviceunternehmen die Gütegemeinschaft gegründet. Heute sind 24 Kranserviceunternehmen und sieben assoziierte Unternehmen Mitglied in der Gütegemeinschaft.

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