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Runder Geburtstag

Rohrleitungsbauverband wird 70 Jahre alt

"Der rbv äußert sich gemeinsam mit seinen Partnern sowohl über alle relevanten Branchen-Kanäle als auch zunehmend in politischen Entscheidungsgremien und in der Öffentlichkeit, um den Leitungsbau jeden Tag ein bisschen besser zu machen", so rbv-Hauptgeschäftsführer Dieter Hesselmann.

Köln (ABZ). – Das Jahr 2020 markiert im Kalender des Rohrleitungsbauverbandes e. V. (rbv) ein ganz besonderes Datum. 1950 als "Verband der Rohrleitungsbauunternehmen im Gas- und Wasserfach e. V." in Hamburg gegründet, treten alle Akteure des technisch-wissenschaftlichen Vereins seit sieben Jahrzehnten für einen qualitätsorientierten Leitungsbau in Deutschland ein.

Der rbv wurde am 21. Juni 1950 gegründet. Eine Gruppe qualitätsbewusster Rohrleitungsbauer haben damals Qualitätsansprüche vordefiniert, an denen sich bis heute fast nichts geändert habe, so der Verband in einer Pressemitteilung zum Jubiläum. Die Gründerväter rund um den ersten Vorsitzenden Hans Heidtmann wären angesichts des Erreichten in den vergangenen 70 Jahren wahrscheinlich sehr stolz, heißt es darin.

Seit 70 Jahren übernimmt der rbv die Rolle des Vordenkers für seine Mitgliedsunternehmen. Er identifiziert und kanalisiert wichtige Themen und Problemfelder für ein Mehr an Qualität und entwickelt nachhaltige Konzepte für einen wirtschaftlichen Erfolg der im Leitungsbau tätigen Unternehmen. "Es ist ein Nukleus der Arbeit unseres Verbandes, unsere Kompetenzfelder stets im Sinne unserer Mitgliedsunternehmen an den erweiterten Anforderungen unserer Branche auszurichten und weiterzuentwickeln", beschreibt rbv-Hauptgeschäftsführer Dieter Hesselmann einen Tätigkeitsschwerpunkt. "Dabei haben wir gelernt, dass die technische Expertise und der hohe Sachverstand unseres Verbandes ein wesentlicher Bestandteil unserer DNA sind. Mit diesem Wissen und mit diesem Selbstbewusstsein äußern wir uns gemeinsam mit unseren Partnern sowohl über alle relevanten Branchen-Kanäle als auch zunehmend in politischen Entscheidungsgremien und in der Öffentlichkeit, um den Leitungsbau jeden Tag ein bisschen besser zu machen", so Hesselmann weiter.

Seit den 1950er Jahren haben sich auch im Leitungsbau die Arbeitsabläufe und Marktbedingungen nachhaltig gewandelt. Dabei sei es im Rahmen einer agilen Verbandstätigkeit nicht immer einfach gewesen, Auftraggeber und Entscheider davon zu überzeugen, dass erdverlegte Leitungen nur auf Basis von Qualität und einer nachhaltigen Investitionsbereitschaft dauerhaft funktionssicher betrieben werden können. Viele neue Anforderungen wie die Anpassung der technischen Regelwerke an die schnelle Entwicklung der Werkstoffe und Verfahren sowie eine verstärkte Maschinisierung und Automatisierung auf den Baustellen haben die Arbeitsabläufe der Branche seit den Gründerjahren stark verändert. Die Sanierung und Reparatur von Rohrleitungen haben Einzug gehalten. Auch hierfür galt es, viel neues Know-how aufzubauen, genauso wie in Folge der Umwandlung vom Stadtgas zum Erdgas oder einer zunehmenden leitungsgebundenen Fernwärmeversorgung. Und natürlich bilden die Digitalisierung und der dafür notwendige Breitbandausbau, veränderte Energieerzeugungsprozesse und -transportwege im Zuge der Energiewende sowie der Fachkräftemangel und eine verstärkte Europäisierung des Marktes aktuell hoch komplexe Herausforderungen.

Auf diese Transformationsprozesse hat sich der rbv auch mit internen Umstrukturierungsstrategien eingestellt, um sich gemessen an den aktuellen Erfordernissen des Marktes immer wieder neu und zukunftsfähig zu positionieren. Mit den Satzungsänderungen 2010 und 2017 – also mit der Öffnung des Verbandes über das DVGW-Arbeitsblatt GW 301 hinaus in Richtung aller Tätigkeiten des Leitungsbaus sowie später auch in Richtung von Herstellern und Ingenieurbüros – wurde die Voraussetzung eines sektorenübergreifenden ganzheitlichen Infrastrukturmanagements von Wasser, Abwasser-, Gas-, Strom- und Wärmenetzen geschaffen. Dies bildete die Basis für eine Neuorientierung der Branche mit Blick auf die aktuellen Anforderungen der Energiewende und führte zu weitreichenden und langfristigen Beschäftigungsperspektiven für die Mitgliedsunternehmen.

"Man schätzt uns überall als kompetenten und verlässlichen Partner bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Technologiepfade", beschreibt rbv-Präsident Fritz Eckard Lang einen wichtigen Aspekt in der Wahrnehmung des rbv. "In 70 Jahren hat sich unser Verband – hierauf können wir heute anlässlich dieses runden Jubiläums gemeinsam mit Stolz blicken – mit zu einem Wegbereiter eines im Sinne der Daseinsvorsorge unermesslich wertvollen, existenziellen leitungsgebundenen Ver- und Entsorgungsnetzes entwickelt und damit zum Ermöglicher des hohen Lebensstandards in unserer Gesellschaft", so Lang weiter. Hierin besteht seit 70 Jahren eine besondere Verantwortung des rbv und zugleich sein Anspruch, auch über die nächsten Jahrzehnte Zukunft zu schaffen – für die Branche und für die Menschen hierzulande.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 45/2020.

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