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Rux schaut positiv in die Zukunft

Persönlicher Charakter im Umgang mit Kunden bleibt oberstes Ziel

Von Burkhard BÜSCHER

Scafom-rux, Gerüstbau, bauma München, Modernisierung und Sanierung

Geschäftsführer Volker Rux: "Die Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern gibt Rux Schlagkraft und neue Möglichkeiten aber auch den Bewegungsspielraum, den wir benötigen, um noch besser auf unsere Kunden einzugehen."

Scafom-rux, Gerüstbau, bauma München, Modernisierung und Sanierung

Die Rux-Klappbohle aus Aluminium ist eine denkbar einfache und doch raffinierte Lösung, die nach Meinung des Unternehmens dem Markt zum richtigen Zeitpunkt angeboten wird.

Scafom-rux, Gerüstbau, bauma München, Modernisierung und Sanierung

Rux stellt auf der bauma eine überarbeitete, Material sparende Version der Treppenwange für Treppentürme vor, die aufgrund ihrer Eigenschaften noch universaler verwendbar ist als bisher.

Scafom-rux, Gerüstbau, bauma München, Modernisierung und Sanierung

Der so genannte Daueranker ist für das Thema Sanierung entwickelt worden. Er wird, anders als bei herkömmlichen Gerüstverankerungen, permanent an der Fassade befestigt.

HAGEN – Seit 2005 gehört die Rux GmbH mit Sitz in Hagen zur Scaform-Gruppe. Die Niederländer hatten sich damals einen vor allem in Deutschland sehr bekannten und renommierten Gerüsthersteller mit ins Boot geholt, der sich schon immer durch seine innovativen Produkte ausgezeichnet hat. Und wie es scheint, bekommt Rux die Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern gut. Die Anforderungen des Marktes haben sich in den drei zurückliegenden Jahren erwartungsgemäß verändert. Neue Normen, Sicherheits-Richtlinien oder Veränderungen auf der Angebotsseite erfordern neue Zieldefinitionen. Europäische Entwicklungen werden immer mehr zu nationalen Interessen. Da ist ein starker Partner an der Seite genau richtig.

Die Scaform-Gruppe setzt sich aus rund 20 Anbietern verschiedener Bereiche des Bausektors zusammen. Neben Rux als Spezialisten für Gerüstsysteme haben andere Unternehmen des Konzerns ihre Schwerpunkte in der Entwicklung von Stützen- und Schalungssystemen oder im Aufbau von Netzwerken – bezogen auf die Vermietung von Gerüstmaterial. Frans Brinkmann, Eigentümer der internationalen Scafom-Gruppe zu diesem Thema: "Die Marktinteressen sind die Interessen unseres Konzerns. Auch im Bausektor muss ein Unternehmen heute mehr bieten als das Angebot abgegrenzter Leistungen. Jeder muss über den Tellerrand hinausschauen und echte Lösungen anbieten. Ich bin überzeugt, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, die Kräfte der einzelnen Mitglieder der Gruppe unter einem Dach zu bündeln und einen neuen, schlagkräftigen Konzern zu schaffen. Spezialisten, die sich in ihren Leistungen gegenseitig ergänzen und etwas völlig Neues schaffen."

Der persönliche Charakter im Umgang mit den Kunden zeichnet Rux nach Aussage von Marketingleiter Stefan Kahlhöfer besonders aus. Hinzu kommt die "enorme Produktbreite", die das Angebot von Rux auszeichnet – nicht zuletzt durch die Zugehörigkeit zur Scafom-Gruppe. Dies soll auch während der bauma den Besuchern verdeutlicht werden. Dass das gelingt, davon ist Geschäftsführer Volker Rux voll überzeugt: "Wir kommen mit guten Ideen nach München und sind gespannt auf die Gespräche mit unseren Kunden. Die Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern gibt Rux Schlagkraft und neue Möglichkeiten aber auch den Bewegungsspielraum, den wir benötigen, um noch besser auf unsere Kunden einzugehen. Individualität steht für mich auch weiter an erster Stelle."

Wie Marketingleiter Stefan Kahlhöfer betont, wird der Rux-Messestand auf der bauma (Halle A2, Stand 118/215) anders sein, als auf den Messen bisher. Es werde versucht, das Wesentliche in den Fokus des Betrachters zu rücken.

Als neue Ideen aus Hagen werden unter anderem gezeigt:

Mit der Alu-Klappbohle als absolut neue Entwicklung tragen die Rux-Entwickler dem brisanten Thema Gebäudesanierung Rechnung. Insbesondere die Dämmung von Fassaden mit Standard- Dämm-Material erfordert Antworten auf die Frage, in welchem Abstand ein Gerüst vor der Fassade eines Objektes platziert werden soll. Wird bei der Festlegung des Gerüstabstandes die Stärke der Dämmung und weiterer Verkleidungsmaterialien mit eingerechnet, ist der Abstand zwischen Gerüst und Fassade vor Anbringung von Baustoffen zu groß, respektive nicht zulässig. Bei Wahl des genormten Gerüstabstandes reicht der entsprechende Raum für die spätere Montage von Dämmstoffen nicht aus. Die Rux-Klappbohle aus Aluminium ist eine denkbar einfache und doch raffinierte Lösung, die nach Meinung des Unternehmens dem Markt zum richtigen Zeitpunkt angeboten wird. Die Alubeläge in den Standard-Längen von 1,50 bis 3,00 Meter bestehen aus zwei miteinander verbundenen Teilen. Zum einen aus dem Alubelag mit der Belagbreite von 0,29 Meter sowie aus einem zusätzlichen der Länge nach angebrachten Belagstück mit einer Breite von 0,145 Meter. Dieses zusätzliche Stück ist mittels drei Scharnieren am Hauptbelag angebracht und lässt sich um 180 Grad bewegen. Drei Stellungen des Klappbelages sind sinnvoll. Im ausgeklappten Zustand ist der Belag voll begehbar und überbrückt sinnvoll den "erhöhten" Abstand zwischen Objektfassade und Gerüstscheibe. Im eingeklappten Zustand wird dieser Raum für die Montage von Werkstoffen an der Fassade frei. Der Abstand zwischen Fassade und Gerüstscheibe korrigiert sich durch die Baumaßnahmen. Der Klappbelag kann in einem Winkel von 90 Grad hochgeklappt und durch zwei horizontal verschiebbare Profile mit runder Aussparung leicht am Ständer des Vertikalrahmens fixiert werden. Die Klappbohle hat somit eine integrierte Bordbrettfunktion, womit die gesamte Lauffläche des Belages uneingeschränkt zur Verfügung steht.

Auch der so genannte Daueranker ist für das Thema Sanierung entwickelt worden. Er wird, anders als bei herkömmlichen Gerüstverankerungen permanent an der Fassade befestigt. Der Anker besteht im Wesentlichen aus einem verstärkten Rohr mit innenliegendem Schraubgewinde, welches auf einer Montageplatte aufgeschweißt ist. Zwischen Wand und Montageplatte wird eine dünne Dämmschicht angebracht um jegliche direkte Temperatureinwirkung auf die Fassade auszuschließen. Die Höhe des Ankers entspricht der Stärke des Standard-Dämmmaterials, welches auf die Fassade aufgebracht wird. Somit schließt das Gewinde mit der Außenseite der Dämmung ab und wird komplett von dieser umgeben. Eine Verankerung des Gerüstes erfolgt an den Dauer-Anker-Punkten mittels M12-Ringschrauben mit einer Schaftlänge von 70 oder 120 Millimetern.

Bei Demontage der Rüstung werden Abdeckkappen in die Gewindeöffnung gebracht. Spätere Bauvorhaben können diese Ankerpunkte erneut verwenden. Eine neue Bohrung in die Fassade und damit die folgenschwere Beschädigung der Dämmung erfolgt nicht.

Bei der Einrüstung von Bauwerksinnenecken konnte der Konsolbelag bisher nicht verlegt werden. Die neue Rux-Eck-Konsole löst dieses Problem auf einfache Weise, indem diese am Innenständer des in der Bauwerkecke stehenden Gerüstrahmens montiert wird. Als Belag für die Eck-Konsole kommen Holz-, Alu, oder Stahl-Beläge zum Einsatz, die circa 30 Zentimeter über die Eck-Konsole hinausragen. Am anderen Ende liegt der Belag auf einer Standard-Konsole mit integrierter Abhebesicherung auf.

Durch die neue Belagsicherung für einbohlige Konsolen bietet Rux eine einfache Möglichkeit der Abhebesicherung von Gerüstbelägen bei wandseitig montierten einbohligen Konsolen ohne Stutzen. Die Belagsicherung besteht aus einem U-Eisen mit angeschweißtem Haltewinkel, der den Belag auf der Konsole hält. Eine Stahlklammer umfasst beim Einschieben der Sicherung den Quersteg der Konsole. Nach Einlegen des Gerüstbelages wird die Halterung bis zum Anschlag über den Quersteg geschoben. Die Stahlklammer arretiert und der Haltewinkel sichert den Belag. Das Lösen der Belagsicherung erfolgt durch Ziehen an der unteren Haltewinkelverlängerung. Entsprechende vorhandene Konsolen können leicht nachgerüstet werden. Die Belagsicherung ist unverlierbar.

Treppenkonsolen bieten den bequemen Einstig in Gerüstkonstruktionen, Treppentürme oder Plattformen. Dieser Höhenausgleich kommt dann zum Einsatz, wenn der Eintritt in die unterste Ebene eines Gerüstes nur durch zusätzliche Maßnahmen regulär erfolgen kann, zum Beispiel bei abfallendem Gelände. Treppenkonsolen bestehen aus zwei Grundelementen. Dem Anfangsstück, welches zum Beispiel auf einen Gewindefuß aufgesetzt wird, sowie den Aufbaustücken. Die Elemente werden jeweils als Paar eingesetzt und durch Systembeläge Rux-Super horizontal zu einer Treppe ausgebaut. Die so entstandenen Treppen können mit der integrierten Kupplung an jedes Gerüst befestigt werden.

Rux stellt auf der bauma eine überarbeitete, Material sparende Version der Treppenwange für Treppentürme vor, die aufgrund ihrer Eigenschaften noch universaler verwendbar ist als bisher. Die Wange ist einsetzbar für Bau-Treppentürme sowie für Fluchttreppentürme unter Berücksichtigung der erhöhten Anforderungen der Versammlungsstättenverordnung beziehungsweise hoher Personenfrequenz. Universal bedeutet bei dieser Wange: flexible Höhe, universale Breite der Stufen und Tragkraft bis 7,5 Kilo-Newton/Quadratmeter. Zudem ist die Wange in fast allen üblichen Modulgerüsten einsetzbar und damit systemunabhängig. Die Stufenbreite definiert sich durch den Einsatz entsprechender Belagbohlen für Rohrauflage von ein bis zwei Metern. Revolutionär sind nach Meinung von Rux die universalen Ausstiegshöhen, die mit diesem System mühelos zu realisieren sind. Sonderkonstruktionen, oder die aufwendige Montage von zusätzlichen Ständern, die sich durch den gesamten Treppenturm ziehen, entfallen. Unterschiedlichste Geländertypen und das umfangreiche Zubehörmaterial machen diese Treppentürme universell einsetzbar. Auch wenn bei Rux metrische Abmessungen vorherrschen, sind Geländerhalter, etc. auch für abweichende Abmessungen lieferbar. Die Rux-Universal-Treppenwange ist in den meisten Modulsystemen einsetzbar, verspricht der Hersteller. Darüber hinaus lassen sich durch den Einsatz der Rux-Universal-Treppenwange raffinierte Sonderlösungen schaffen. Zum Beispiel Treppentürme mit Treppenhöhen und Treppenbreite von jeweils nur einem Meter und einer Grundfläche von 3,50 mal 3,50 Metern. Schnell montierte Fußgängerbrücken sind ein weiteres Beispiel für viele Möglichkeiten. Alle wesentlichen Teile, die Treppenwangen, die Abhebesicherungen der Treppen-Beläge, die Geländer oder auch die Trittbleche werden durch Schraubverbindungen realisiert und sind damit, wichtig für den Einsatz an öffentlichen Gebäuden, vandalismussicher. Die Wangen werden in Abmessungen von 0,50 Meter bis 2,00 Meter angeboten. Alle notwendigen Geländer sind in schräger und gerader Ausführung mit Füllstäben versehen. Eine Kombination mit der Rux-Treppenkonsole ist bei Bedarf möglich.

Darüber hinaus präsentiert der Scafom-Konzern auf der bauma neben dem umfangreichen und wirtschaftlichen Aluminium-Programm verschiedene Gerüst- und Stützensysteme, die sich in den letzten Jahren international im Bau-Sektor bewährt haben und die enorme Produktbreite von Scafom, Rux und allen verbundenen Unternehmen widerspiegeln.

Obwohl auch Rux im vergangenen Jahr Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatte, schaut das Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Vor allem der Markt in Deutschland habe sich als sehr stabil erwiesen, erklärte Marketingleiter Kahlhöfer gegenüber der Allgemeinen Bauzeitung. Nachdem vor allem in Polen und Spanien der Umsatz im vergangenen Jahr zurückgegangen sei, gebe es auch dort wieder Lichtblicke. In Spanien habe Scafom eine eigene Gesellschaft mit sehr gutem Team und großem Lager. Kahlhöfer geht deshalb fest davon aus, dass sich der Erfolg dort sehr bald wieder einstellen wird.

Das Neugeschäft ist für Rux natürlich das hauptsächliche Geschäft, mit dem das Unternehmen Geld verdient. Daneben gibt es aber auch die Vermietung von Gerüstmaterial, für die eine eigene Firma gegründet wurde: Rux-Rental. "Diese Firma ist sehr erfolgreich und hat in diesem Jahr auch schon richtig zugelegt", erklärte Kahlhöfer, wobei "zugelegt" bedeute, dass der Mietpark aufgestockt worden sei. "Wir bevorraten eine große Menge des Modulgerüstes Ringscaff im 07er Maß." Es sei ein interessantes Geschäft, was ganz sicher auch international forciert werde. Neben den "normalen" Gerüsten würden vor allem Produkte gemietet, die die Unternehmen nicht so häufig brauchten, wie zum Beispiel das Kassettendach. Noch weiter ausgebaut werde im Mietgeschäft mit Sicherheit der Bereich Modulgerüst.

Überhaupt werde das Angebot von Rux immer weiter ausgebaut, nicht zuletzt deswegen, weil Rux Teil einer großen Unternehmensgruppe ist, wo es eine große Produktvielfalt gibt. "Unser Produktprogramm wird breiter und damit werden wir auch auf der bauma werben", informierte Kahlhöfer. In diesem Zusammenhang nannte er den Bereich Treppenturm, der eine neue Sparte für Rux wird. Auch das Thema Sicherheitstechnik spiele eine zunehmende Rolle. Dort arbeite man mit der Firma Miller eng zusammen. Wenn die Nachfrage nach Produkten, die nicht offiziell im Rux-Programm seien – beispielsweise Schalung – bestehe, könne sofort auf ein funktionierendes Netzwerk mit kompetenten Ansprechpartnern verwiesen werden. Aber über allen Produkten stehe die Rux-Philosophie des persönlichen Charakters im Umgang mit Kunden. Dies sei das oberste Ziel und der Garant für Fairness und Partnerschaft. Dieses Erfolgsrezept wolle sich jetzt auch der gesamte Konzern zu Eigen machen. Dass im März in Hagen wieder das Rux-Gerüstforum für Kunden mit Gesprächen und vielen Demonstrationen stattfinde, sei deshalb nur selbstverständlich, meinte Kahlhöfer.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 14/2010.

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