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Sanierungsanforderungen an die Abdichtung

Flüssigkunststoff hilft beim Umfunktionieren von Flachdächern

Eine Grundierung ermöglicht, dass die nachfolgenden Systemkomponenten gut haften.

Minden (ABZ). – Ob Urban Gardening oder begrünte Dächer, Rooftop-Bars oder private Dachterrassen oder die Installation von Photovoltaik-Anlagen – wenn Flachdächer umfunktioniert werden, sind die Anforderungen an die Sanierung bezüglich der Abdichtung komplex.

Darauf weist Hersteller Triflex hin. Die Abdichtung müsse auf dem Untergrund vollständig haften, gegen mechanische und witterungsbedingte Einflüsse beständig sein und alle Anschlüsse und Durchdringungen sicher einbinden. Abdichtungen auf Polymethylmethacrylat-Basis (PMMA) erfüllen laut Hersteller Triflex diese verschiedenen Ansprüche. Der Flüssigkunststoff könne schnell und einfach verarbeitet werden und integriere auch komplizierte Details nahtlos in die Abdichtungsfläche. Das Material sei widerstandsfähig und verhindere, dass Feuchtigkeit eindringe.

Bei der Planung müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Wichtig ist zunächst, ob das Dach für die Nutzung ausgelegt ist. Ist das der Fall, können Dächer bepflanzt oder als Terrasse umgebaut werden. Denn die Konstruktion solcher Dächer ist eher auf die zusätzlichen Belastungen und Einflüsse abgestimmt als die von Flächen, die nicht für die Nutzung konstruiert sind. Auf Dächern, die nur zur Wartung, Instandhaltung oder Pflege betreten werden, können aber beispielsweise Solarmodule, Haustechnik oder Rauch- und Wärmeabzugsanlagen aufgebaut oder Lichtkuppeln verbaut werden.

Zudem müsse der Bestand kontrolliert werden, rät der Hersteller. Dazu gehöre das Gefälle des Flachdachs, die Materialien der Konstruktion, der Schichtenaufbau und die Größe der Schichtstärken.

Um die zulässige Belastung zu ermitteln, muss der Zustand der Statik überprüft werden. Gegebenenfalls würden die Aufbauhöhe, Wand- und Türanschlüsse sowie zu erhaltende Untergründe eine große Rolle spielen. Gibt es Wand- oder Attikaanschlüsse, Entwässerungssysteme, Fugen, Träger oder Aufbauten, die die Abdichtungstechnologie einbinden muss? Können Risse auftreten, die überbrückt werden müssen?

Nach der Bestandsaufnahme und der Planung der neuen Fläche wird das passende Abdichtungssystem ausgewählt. Dieses muss aufgrund der neuen Nutzung zum Beispiel mechanischen Einflüssen standhalten und vor der Belastung durch Begehen oder Befahren geschützt sein.

Beim Aufbringen der Lösung müssen die Regelwerke für die Umnutzung von Flachdächern beachtet werden. Zum einen ist die Flachdachrichtlinie maßgeblich, die als Fachregel für Abdichtungen des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerkes (ZDVH) – Fachverband Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik herausgegeben wird. Darüber hinaus gelten die Vorgaben der DIN 18531: Dachabdichtungen – Abdichtungen für nicht genutzte Dächer. Sie regeln die Planung und Ausführung für nicht genutzte Dächer mit bahnenförmigen und flüssigen Abdichtungen. Zusätzlich macht die Energieeinsparverordnung (EneV, 2016) Angaben zur energetischen Sanierung von Gebäuden. Diese sind besonders bei Dachflächen über beheizten Räumen ausschlaggebend.

Die Flächenabdichtung auf Basis von Polymethylmethacrylatharz (PMMA) ist witterungsbeständig.

Die zertifizierte Abdichtungen aus Flüssigkunststoff von Triflex erfüllen den Angaben des Herstellers zufolge die hohe Ansprüche und Vorgaben dieser Regelwerke. Die Spezialharze würden auf fast allen Untergründen haften. Ihr Flächengewicht sei gering. Sie könnten oftmals aufgebracht werden, ohne dass der bestehenden Belag entfernt werden muss und ohne die Statik negativ zu beeinflussen. Der Untergrund muss dabei tragfähig, trocken und frei von losen Bestandteilen sein.

Das Material könne schnell und einfach verarbeitet werden, die Sanierung sei daher innerhalb sehr kurzer Zeit möglich, so Triflex. Da die einzelnen Systemkomponenten schnell aushärten würden, könne die Instandsetzung auch bei wechselhaften Wetterbedingungen abschnittweise ausgeführt werden. Flüssigkunststoffsysteme seien insbesondere bei aufwendigen Geometrien, Anschlüssen oder Durchdringungen der Dachhaut vorteilhaft. Da sich das Harz wie eine zweite Haut um Details lege, würden diese nahtlos in die Abdichtung einbezogen. Hersteller wie Triflex würden Verarbeiter in der Auswahl und Anwendung des Flüssigkunststoffs schulen und beraten.

Bei begrünten Dächern muss die Abdichtung dem Pflanzenwuchs langfristig standhalten. Spezielle Abdichtungen auf Basis von PMMA sind gemäß der Richtlinien der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e. V. (FLL) wurzel- und rhizomfest. So können Gewächse die Abdichtung nicht beschädigen und das Dach ist dauerhaft dicht.

Bei ausreichendem Gefälle in den Flächen können Dächer in Terrassenbereiche verwandelt werden. Durch die geringe Aufbauhöhe von Lösungen mit Flüssigkunststoff können Sanierungsexperten Türen und Fenster problemlos in die Abdichtung einbinden, so Triflex. Vliesarmierte Flächenabdichtungen wirken laut dem Hersteller rissüberbrückend und können auch auf Altbeläge aufgebracht werden.

Zudem würden flüssige Abdichtungssysteme vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten in verschiedenen Farbtönen, Motivvarianten und mit verschiedenen Einstreuungen bieten. Soll nur die Abdichtung mit Flüssigkunststoff ausgeführt werden, verlegen Verarbeiter anschließend einen Fremdbelag wie Fliesen oder Holzdielen.

Bei der nachträglichen Installation einer Photovoltaik-Anlage auf einem Flachdach werden Unterkonstruktionen auf der Dachfläche installiert. So sind die einzelnen Module optimal ausgerichtet und haben einen festen Stand. Je nach Aufbau könnten dabei Durchdringungen entstehen, durch die Feuchtigkeit eindringen könnte, warnt Triflex.

Die flüssige Verarbeitung von Spezialharzen komme der Abdichtung dieser Bereiche besonders zugute. "Kombiniert mit der Vliesarmierung, gewährt das elastische Material eine naht- und fugenlose Verarbeitung", so Triflex.

ABZ-Stellenmarkt

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 32/2020.

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